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Kaffeestrauch: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

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Der Kaffeestrauch ist eine robuste Pflanze. Pflegefehler können jedoch zu Mangelerscheinungen und Krankheiten führen, die Sie aber mit ein wenig Sorgfalt gut vermeiden können.

Kaffeestrauch:
© Cornelia Pithart – Fotolia.com

Kaffeebohnen aus dem eigenen Anbau – für viele Kaffeetrinker der Traum schlechthin. Von 60 Coffea-Arten ist der Kaffeestrauch (Coffea Aarabica) der einzige Kaffeebohnenlieferant. Bis zu ersten Ernte vergehen ungefähr 3 bis 4 Jahre. Etwas Geduld müssen Sie also haben und natürlich auch einen grünen Daumen. Denn auch wenn die Pflanze sehr robust und widerstandsfähig ist, so können besonders Pflegefehler dazu führen, dass die Pflanze krank wird oder Mangelerscheinungen aufweist.

Wie Sie häufig auftretende Veränderungen an der Pflanze erkennen und sie dementsprechend bekämpfen können, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag erläutern.

Häufige Krankheiten und Schädlinge am Kaffeestrauch

Schäden an den Blättern und Wurzeln

» Verfärbte Blattspitzen
Braune oder schwarz verfärbte Blattspitzen sind ein Zeichen dafür, dass die Pflanze zu viel Sonne bekommen hat. Besonders junge Pflanzen sind empfindlich. Stellen Sie den Kaffeestrauch besser an einen Platz, der zwar hell und luftig ist, aber nicht in der prallen Mittagssonne liegt. Wenn die Pflanze zu dunkel steht oder die Temperaturen sinken, verliert sie Blätter. Im Herbst und zu Winterbeginn ist ein Blattverlust normal. Sie könnten aber beispielsweise mit einer Pflanzenleuchte (wie z.B. diese hier) für mehr Licht sorgen.

» Falsche Wassermenge beim Gießen
Auf zu viel oder zu wenig Wasser reagieren die Blätter ebenfalls empfindlich. Die Grundregel für Kaffeesträucher heißt: Im Sommer regelmäßig und reichlich gießen, aber Staunässe vermeiden; im Winter nur so viel gießen, dass der Wurzelballen nicht komplett austrocknet. Die Pflanze mag eine hohe Luftfeuchtigkeit, hier hilft es, wenn Sie die Blätter mit kalkfreiem Wasser einsprühen. Damit schaffen Sie gute Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum und kräftige Blätter.

Wenn die Wurzeln dauerhaft zu nass sind, bildet sich Wurzelfäule. Das erkennen Sie daran, dass die Pflanze insgesamt kränklich aussieht. Die Erde verbreitet einen unangenehmen Geruch. Nehmen Sie den Kaffeestrauch aus dem Topf und entfernen Sie die fauligen Wurzelteile. Lassen Sie alles gut trocknen und setzen Sie die Pflanze dann in frische Erde.

Der Kampf gegen die Schildlaus

Auch bei bester Pflege kann es zum Befall mit Schildläusen kommen, die sich sehr gern auf Kaffeesträuchern breit machen. Die eigentlichen Schädlinge sind die Larven der Schildlaus, die sich schnell über die gesamte Pflanze verbreiten. Erste Anzeichen sind verkrüppelte Blätter, die später abfallen. Leider zeigen sich die Symptome erst, wenn schon viele Schildläuse an der Pflanze sitzen.

Deshalb lohnt es sich, wenn Sie ab und zu die Blattunterseiten kontrollieren. Schildläuse sind ungefähr zwei Millimeter groß. Die weiblichen Exemplare bohren sich mit ihrem Saugrüssel fest in die Blätter und saugen den Saft aus.

» Wenn Sie Schildläuse feststellen: Isolieren Sie die Pflanze sofort! Die Läuse können Sie nur mit systemisch wirkenden Mitteln bekämpfen, die über die Erde oder die Blätter aufgenommen werden. Entweder verwenden Sie Stäbchen oder Sprays, die zur Bekämpfung von Schildläusen geeignet sind. Es hat keinen Sinn, die Schildläuse abzukratzen. Damit würden Sie gleichzeitig die winzigen Larven verteilen, die oft unter dem Rückenschild sitzen. Einige Schildlausarten sondern einen klebrigen Honigtau ab. Dann kann die Pflanze zusätzlich von Rußtaupilzen befallen werden. Setzen Sie zusätzlich zur Schädlingsbekämpfung ein wirksames Fungizid ein.


Foto1: © Cornelia Pithart - Fotolia.com

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