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Kapuzinerkresse pflegen – Alles rund um Standort, Gießen, Düngen und Samengewinnung

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Die Kapuzinerkresse ist ein echter Alleskönner: sie gedeiht im Beet, im Balkonkasten und im Kübel. Allerdings auch nur, wenn Sie ihr die richtige Pflege zukommen lassen.

Kapuzinerkresse ist sehr anspruchslos
Kapuzinerkresse ist sehr anspruchslos

Je nach Sorte wächst die Kapuzinerkresse eher flach oder rankend, immer aber sehr schnell. Die leuchtend bunten Blüten bringen dabei viel Farbe in den Garten und auf den Balkon. Was viele gar nicht wissen: die Blüten sind essbar! Sie passen als schmackhafte Dekoration auf leckere Backwerke und auch in den Salat.

Damit die Kapuzinerkresse viele Blüten entwickelt, müssen Sie natürlich schon ein wenig nachhelfen. Viel Pflege ist nicht nötig, aber ganz ohne kommt auch die dankbare Kapuzinerkresse nicht aus.

Den richtigen Standort auswählen

Standort Kapuzinerkresse

Damit Ihre Kapuzinerkresse ideale Bedingungen vorfindet, müssen Sie sie in die richtige Erde am passenden Standort pflanzen (Lesetipp: Kapuzinerkresse pflanzen – So gelingen Anzucht im Haus und Aussaat im Garten). Beim Standort ist die Kapuzinerkresse generell nicht sonderlich wählerisch. Er sollte jedoch am besten in der Sonne oder im Halbschatten liegen. Im Schatten wächst die Pflanze zwar auch, sie trägt dann aber weniger Blüten.

Geben Sie die Kapuzinerkresse außerdem in humushaltige Erde. Wenn der Boden zu mager ist, reichern Sie ihn mit Blumenerde oder Kompost an. Das Substrat sollte immer gut feucht, aber nicht nass sein. Für Kübel und Balkonkästen ist handelsübliche Blumenerde am besten geeignet.

So gießen Sie die Kapuzinerkresse richtig

Kapuzinerkresse gießen

Die Kapuzinerkresse hat einen hohen Wasserbedarf. Die Erde darf deshalb niemals ganz austrocknen. An sehr heißen Sommertagen gießen Sie am besten morgens und abends. Denn wenn die Pflanze zu wenig Wasser bekommt, lässt sie die Blätter hängen. Kalkfreies Wasser oder Regenwasser ist dabei die beste Wahl. Wenn Sie einen Teich haben, dann verwöhnen Sie die Pflanze ruhig ab und zu mal mit einer Kanne voll Teichwasser. Dadurch erhält sie viele Nährstoffe.

Das müssen Sie beim Düngen beachten

Kapuzinerkresse düngen

Einen speziellen Dünger braucht die Kapuzinerkresse in der Regel nicht. Wenn Sie den Boden vor dem Pflanzen mit Kompost angereichert haben, reicht das für die einjährige Pflanze normalerweise aus. Kapuzinerkresse im Kasten oder Kübel können Sie mit Düngerstäbchen versorgen, aber bitte sehr maßvoll. Zu viel Dünger führt nämlich dazu, dass überwiegend die Blätter wachsen. Der grüne Blattteppich sieht zwar schön aus, aber eigentlich sind ja die Blüten das Besondere an der Pflanze. Es gilt die Faustregel: Nährstoffreicher Boden ja, zu viel zusätzlicher Dünger nein, wenn Sie viele Blüten haben möchten.

Verblühte Teile und Samenkapseln regelmäßig entfernen

Kapuzinerkressesamen

Entfernen Sie verblühte Teile und Samenkapseln regelmäßig. Dann hat die Pflanze genug Kraft, um den ganzen Sommer über neue Blüten zu bilden. Wenn die Kapuzinerkresse zu sehr wuchert, kappen Sie einfach einige Triebe, das schadet der Pflanze überhaupt nicht.

Gegen Ende des Sommers können Sie einige Samenkapseln ausreifen lassen. Das ist dann der Grundstock für die Bepflanzung mit Kapuzinerkresse im nächsten Jahr. Soll die Kapuzinerkresse am selben Standort wieder gedeihen, dann müssen Sie eigentlich gar nichts machen. Samen, die an den Stängeln bleiben, säen sich nämlich auch selbst aus. Dann wächst die Kapuzinerkresse an der gleichen Stelle im neuen Jahr wieder.

Übrigens:

Essbar sind nicht nur die Blüten, sondern auch die Samen. Wenn Sie nach einer günstigen Alternative für Kapern suchen, dann legen Sie einfach Kapuzinerkressesamen in Essig ein. Geschmacklich werden Sie kaum einen Unterschied merken.


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