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Lavendelheide pflegen – Hinweise zum Gießen, Düngen, Schneiden und Überwintern

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Als immergrüner Strauch sorgt die Lavendelheide ganzjährlich für Bewunderung. Allerdings aber nur, wenn Sie die Lavendelheide richtig pflegen.

Lavendelheide pflegen
© Peter – Fotolia.com

Bereits im Spätsommer werden die Blütenglöckchen ausgebildet. Im darauffolgenden Frühling erscheint dann die Blüte in voller Pracht. Lavendelheide lässt sich dabei sowohl als Hecken anpflanzen wie auch im Kübel (Anleitung Lavendelheide pflanzen). Dabei kommt es vor allem auf die richtige Pflege an. Beachten Sie die nachfolgenden Hinweise, wird Ihnen das Schattenglöckchen viel Freude machen und in Beet oder Kübel alles andere als ein Schattendasein führen.

Einige Lavendelheide-Arten im Überblick

❍ Japanische Lavendelheide:

Die Japanische Lavendelheide wächst zwei bis drei Meter hoch. Die Blüten erscheinen weiß bis leicht rosa und zeigen sich bereits im März. Besonders attraktiv ist die rote Herbstfärbung des Laubes. Die winterharte Pflanze ist sehr beliebt in Steingärten oder Schattengärten.

❍ Rosmarinheide:

Die Rosmarinheide wird gern mit dem Schattenglöckchen verwechselt, sie wächst allerdings nur etwa 30 Zentimeter in die Höhe. Zwischen Mai und August erscheinen die rosa Blüten. Die Pflanzen sind extrem winterhart und lieben als Moorpflanzen ein feuchtes Milieu.

❍ Formosa-Lavendelheide:

Die Formosa-Lavendelheide stammt, wie die übrigen Vertreter der Pflanzengattung, aus Asien. Der stattliche Strauch kann bis fünf Meter hoch wachsen. Die weißen Blüten erscheinen im Frühsommer. Im Winter verträgt die Pflanze Temperaturen bis -10 Grad und sollte bei strengen Frösten einen entsprechenden Winterschutz erhalten.

So pflegen Sie die Lavendelheide richtig

gießen:

Lavendelheide bevorzugt einen feuchten Standort. Dies setzt eine regelmäßige Bewässerung der Pflanze voraus. Der Boden darf nicht austrocknen. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt. Verwechseln Sie feucht nicht mit nass, denn Staunässe bekommt der Pflanze überhaupt nicht. Wurzelfäule wäre hier die Folge. Ein durchlässiges Substrat ist also die beste Voraussetzung dafür, dass die Flüssigkeit gut abfließen kann. Schwere Böden sollten Sie deshalb auf jeden Fall mit grobem Sand oder Kies vermischen. Bei Kübelpflanzen ist der Flüssigkeitsbedarf höher als im Freiland. Achten Sie hier besonders auf die Durchlässigkeit des Bodens. Eine Drainage aus Tonscherben schützt zum Beispiel vor Staunässe.

Die Lavendelheide verträgt keinen Kalk. Gießen Sie die Pflanze deshalb nicht mit frischem Leitungswasser, sondern lieber mit Regenwasser. Wer kein Regenwasser zur Verfügung hat, sollte zumindest abgestandenes Leitungswasser verwenden. Der Kalkgehalt reduziert sich dadurch merklich. Sie können Leitungswasser aber auch mit destilliertem Wasser vermischen.

düngen:

Die Bodenqualität lässt sich optimieren, indem Sie Rindenmulch oder Torf unter das Substrat mischen. Um Wachstum und Blütenbildung anzuregen, können Sie Rhododendrondünger verwenden. Ziehen Sie organischen Dünger auf jeden Fall mineralischen Düngemitteln vor. Hier ein Artikel zum Thema Organischer Dünger und seine Vorteile für den Garten.

schneiden:

Die Schnittverträglichkeit der Lavendelheide ist ganz gut. Sie müssen aber nicht ständig zur Schere greifen, denn die Pflanze wächst recht langsam. Auslichten reicht aus. Das können Sie auch während der Blütezeit machen. So bleibt gewährleistet, dass alle Triebe mit genügend Licht versorgt sind. Schneiden Sie dabei aber nicht direkt bis zur Knospe zurück. Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Zentimeter ein. Verwelkte Blüten sollten Sie hingegen umgehend entfernen. So fördern Sie das Wachstum und den Neuaustrieb.

Haben Sie die Lavendelheide als Hecke gepflanzt, sollten Sie die Triebe unmittelbar nach der Blüte kürzen. Die Schnittfläche sollte schräg und von der Knospe weg verlaufen. So sorgen Sie für einen dichten und kompakten Wuchs.

Wichtig:
Verwenden Sie für den Schnitt immer ein scharfes und möglichst keimfreies Messer. Dickere Äste lassen sich sauberer und schneller mit einer kleinen Säge entfernen.

überwintern:

❍ im Beet:

Im Freiland zeigt sich die Lavendelheide gut winterhart. Dabei verträgt das Schattenglöckchen Temperaturen von bis zu -20 Grad ohne zusätzlichen Winterschutz. Ein geschützter Standort ist dabei von Vorteil, damit die Wintersonne keinen Schaden an den Blättern anrichtet.

Die Erde darf auch im Winter nicht komplett austrocknen. Deshalb sollten Sie den Boden an frostfreien Tagen kontrollieren. Fühlt er sich trocken an, sollten Sie die Pflanze leicht bewässern. Decken Sie die Erdschicht mit Laub oder Reisig ab, ist die Pflanze besser geschützt und das Erdreich trocknet nicht so schnell aus.

❍ im Kübel:

Steht die Lavendelheide im Kübel, müssen Sie im Winter einige Dinge beachten. Die Kübelpflanze kann zwar im Freien verbleiben, Sie müssen sie aber etwa ab Oktober, wenn die Nächte kälter werden, mit einem Schutz versehen. Den Pflanztopf dazu mit Gartenvlies, einem Jutesack oder einer alten Decke umwickeln. Frost kann aber auch von unten in das Pflanzgefäß gelangen und die dünnen Haarwurzeln angreifen. Das können Sie verhindern, indem Sie den Pflanztopf auf einer Unterlage aus Styropor oder Holz positionieren. Der Winterschutz sollte, je nach Standort und Wetterlage, bis Februar oder Anfang März an der Lavendelheide verbleiben.

Während der Wintermonate müssen Sie die Pflanze regelmäßig kontrollieren. An frostfreien Tagen immer leicht bewässern, damit der Boden nicht austrocknet. Erfrorene Pflanzenteile können Sie bei dieser Gelegenheit gleich entfernen.


Foto1: © Peter - Fotolia.com

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