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Lavendelheide pflanzen – So gelingt die Kultivierung in Kübel und Beet

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Die Lavendelheide ist ein wahrer Hingucker im Garten und nicht nur in Alleinstellung hübsch anzusehen. Auch als Heckenpflanze macht sie eine gute Figur.

Lavendelheide pflanzen
© khomlyak – Fotolia.com

Die Lavendelheide (auch Schattenglöckchen genannt) gehört den Heidekrautgewächsen an und kommt weltweit in sieben Arten vor. In unseren Breiten sind zum Beispiel die Japanische Lavendelheide und die Reichblütige Lavendelheide geläufig. Die immergrünen Sträucher werden bis zu vier Meter hoch und sind nicht nur in Alleinstellung, sondern auch als Heckenpflanzen beliebt. Nicht zu verwechseln ist das Schattenglöckchen mit der Rosmarinheide. In Pflanzung und Kultivierung unterscheiden sich beide Pflanzen jedoch kaum. Rosmarinheide wächst jedoch nur etwa 30 Zentimeter hoch.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Lavendelheide zu pflanzen?

Lavendelheide sollte möglichst im Spätsommer gepflanzt werden. Im August oder September hat der Strauch die Blüte hinter sich gebracht und kann gut anwachsen und seine Energie auf die Bildung neuer Knospen ausrichten. Dies dürfte am neuen Standort dann bereits in den nächsten beiden Monaten nach der Pflanzung geschehen.

Den passenden Standort finden

Lavendelheide ist im allgemeinen eine recht pflegeleichte Pflanze. Ein heller Standort ist jedoch Voraussetzung für eine üppige Blütenfülle. Sonne oder Halbschatten sind auch möglich. Steht die Lavendelheide zu dunkel, lässt sie die Blüten vermissen. Wer allerdings weniger Wert auf die Blüten legt und sich lieber am dichten Laubwuchs erfreut, kann die Pflanze auch im Schatten kultivieren, denn ein schattiger Standort begünstigt die Ausbildung des Laubes.

Lavendelheide bevorzugt prinzipiell einen geschützten Standort. Dies ist an heißen Tagen bei praller Sonneneinstrahlung ebenso sinnvoll, wie in der kalten Jahreszeit, wenn Spätfröste drohen die Blüten anzugreifen. Ein Standort in der Nähe von Hausmauern ist deshalb von Vorteil. Hier wird der Pflanze auch Schutz vor starken Winden geboten. Besonders wohl fühlt sich die Lavendelheide übrigens umgeben von Rhododendren, Farnen, Funkien und Maiglöckchen.

Der ideale Standort in Stichworten:

  • hell
  • sonnig bis halbschattig
  • geschützt

Das ideale Substrat auswählen

Hinsichtlich des Bodens hat die Lavendelheide ähnliche Ansprüche wie Azaleen oder Rhododendren. Der Boden sollte gut durchlässig und feucht beschaffen sein. Lavendelheide fühlt sich auch in einem leicht sauren Milieu wohl. Schwere Böden mit hohem Kalkanteil werden weniger gut vertragen. Ein Überangebot an Nährstoffen im Boden kann der Lavendelheide zudem mehr schaden als nützen. Es besteht die Gefahr, dass die recht dünnen Haarwurzeln verbrennen. Durch die Beimengung von Sand oder Torf lässt sich der Nährstoffgehalt im Boden jedoch senken. Auf Grund der ähnlichen Standortbedingungen eignet sich auch Rhododendronerde sehr gut für das Schattenglöckchen. Liegt der pH-Wert bei 5, handelt es sich übrigens um das ideale Substrat für die Lavendelheide. Lesetipp: pH-Wert im Boden messen – So wird’s gemacht

Das passende Substrat in Stichworten:

  • durchlässig
  • locker
  • feucht
  • leicht sauer
  • geringer Kalkanteil

Lavendelheide pflanzen – Schritt für Schritt erklärt

Eines vorweg: Bei der Pflanzung von Lavendelheide sollten Sie beachten, dass die Pflanze stark giftig ist. Dies trifft auf alle Pflanzenteile zu. Vergiftungserscheinungen sind besonders bei Weidetieren beobachtet worden. Für den Menschen besteht jedoch keine ernsthafte Gefährdung. Sie sollten dennoch beim Pflanzen von Lavendelheide Handschuhe tragen.

  1. Standort auswählen.
  2. Boden auflockern und aufbereiten. Karge Böden können Sie mit Kompost aufwerten.
  3. Pflanzabstand von 1,5 Metern zu anderen Pflanzen beachten.
  4. Pflanzloch ausheben. Die Oberbodendicke sollte mindestens 30 Zentimeter betragen.
  5. Pflanze einsetzen.
  6. Pflanzloch schließen.
  7. Lavendelheide gut angießen.

Tipp: Grober Sand sorgt für Durchlässigkeit und kann zugleich verwendet werden, wenn das Substrat zu viele Nährstoffe aufweist. Wer Rhododendronerde verwendet, kann diese ebenfalls mit Sand vermischen. Nach der Pflanzung sind zudem ausreichende Wassergaben wichtig, damit die Pflanze gut anwurzeln und Kraft für die Blüte im nächsten Jahr sammeln kann.

Lavendelheide im Kübel anpflanzen

Lavendelheide gedeiht auch im Kübel oder Blumenkasten sehr gut. Dafür sind kleinwüchsigere Sorten, wie zum Beispiel „Passion“, empfehlenswert. Beachten Sie bei der Kübelhaltung stets folgendes:

  • Kübelpflanzen immer an einem sonnigen bis halbschattigen Standort aufstellen.
  • Der Kübel sollte ausreichend Abzugslöcher besitzen, damit keine Staunässe entsteht.
  • Tonscherben auf dem Gefäßboden beugen ebenfalls Staunässe vor.
  • Lavendelheide im Kübel regelmäßig gießen. Der Wurzelballen darf nicht austrocknen.
  • Im Winter das Pflanzgefäß mit Gartenvlies umwickeln und den Boden mit Reisig versehen.

Foto1: © khomlyak - Fotolia.com

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