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Nestfarn pflegen – So gießen, düngen und überwintern Sie ihn richtig

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Eine artgerechte Pflege des Nestfarns ist für die Tropenpflanze von Bedeutung. Dabei gilt es auf die Bedürfnisse des Nestfarns Rücksicht zu nehmen.

Nestfarn pflegen
© dietwalther – Fotolia.com

Die Asplenium-Gewächse kommen weltweit in zirka 700 Arten vor. Das Hauptverbreitungsgebiet des Nestfarnes liegt dabei in Asien, in Australien und im Osten Afrikas. Der Nestfarn unterscheidet sich aufgrund seiner trichterförmigen Wuchsform von den übrigen Arten. In seiner Heimat macht der Nestfarn dabei seinem Namen alle Ehre und dient Vögeln als Zuhause. Neben dem Nestfarn sind auch der Hirschzungenfarn und der Brutfarn in unseren Breiten beliebte Zimmerpflanzen.

In seiner ursprünglichen Heimat Malaysia gilt der Nestfarn als häufigste Farnart, welche epiphytisch, also auf den Ästen von Bäumen wächst. Die Farne kommen dort in allen Baumhöhen vor. Die Wedel verlaufen trichterförmig und sind in der Lage, das Regenwasser aufzufangen. Die Pflanzen wachsen in den Mangrovenwäldern an den Küsten ebenso, wie in den Bergwäldern Chinas, in beinahe 2.000 Metern Höhe. Wie es gelingt, dem Nestfarn im heimischen Wohnzimmer ideale Wachstumsbedingungen zu bieten, erfahren Sie nun hier.

Nestfarn richtig gießen

Das Gießen verlangt etwas Fingerspitzengefühl, da der Boden nicht austrocknen darf, es aber auch nicht zu Staunässe kommen sollte. Der Wurzelballen darf immer leicht feucht beschaffen sein. Die obere Erdschicht kann zwischen den einzelnen Wassergaben etwas antrocknen.

Gießen Sie nicht mit Leitungswasser. Dieses enthält einen zu hohen Kalkanteil. Die bessere Alternative ist Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser, gemischt mit destilliertem Wasser. Wer mit Leitungswasser gießt, sollte seinen Nestfarn jährlich umtopfen (Anleitung Nestfarn pflanzen und umtopfen). Das Substrat kann dem Kalk zwar eine gewisse Zeit lang trotzen, nach etwa einem Jahr ist jedoch die diesbezügliche Toleranzgrenze erreicht. Wer dann nicht reagiert und den Boden austauscht, wird einen verminderten Wuchs, vertrocknete Blätter und andere Mangelerscheinungen an seiner Pflanze bemerken.

Da die Pflanzen eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, sollten Sie den Nestfarn mehrmals pro Woche besprühen. Auch im Pflanzensprüher sollte sich Regenwasser befinden, denn kalkhaltiges Wasser hinterlässt Flecken auf den Farnwedeln. Auch ein wöchentliches Tauchbad kommt dem Flüssigkeitsbedarf der Pflanze entgegen.

An welcher Stelle sollte gegossen werden?

Diese Frage stellt sich, wenn man den Nestfarn betrachtet. Sollen die Wassergaben nun in die Rosette oder direkt auf das Erdreich erfolgen? Beides ist möglich. Jeder Zimmergärtner hat hierbei wohl seine ganz eigene Methode entwickelt. Wasser unmittelbar über die Blätter rinnen zu lassen, sollten Sie beim Gießen des Nestfarns aber vermeiden.

Wie kann man für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen?

Als Tropenpflanze kommt der Nestfarn nicht ohne eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit aus. Diese sollte bei mindestens 50%, besser noch bei konstant 60% liegen. Farne lassen sich deshalb sehr gut im Badezimmer kultivieren. Der Raum mit der höchsten Luftfeuchtigkeit ist das ideale Terrain für den Nestfarn und natürlich auch für andere Vertreter der Farne.

Es spricht auch nichts gegen die Kultivierung im Wohnzimmer. Hier können Sie mit einigen Methoden nachhelfen, neben trockener Heizungsluft auch ein Stück weit Tropenklima zu produzieren:

  • Pflanze in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer stellen
  • häufig sprühen
  • Luftbefeuchter aufstellen oder aufhängen
  • Zimmerspringbrunnen aufstellen

Nestfarn richtig düngen

Der Nährstoffbedarf der Pflanzen ist eher gering. Mit einem Flüssigdünger in geringer Konzentration können Sie im Frühling und im Sommer das Wachstum des Nestfarns unterstützen. Organischen Dünger sollten Sie dabei handelsüblichen Präparaten vorziehen. Die Düngergaben sind in etwa in vierwöchigen Abständen zu verabreichen. Neu erworbene Pflanzen sind mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt und müssen im ersten Jahr keinen Dünger erhalten.

Tipp:
Einen Nährstoffmangel zeigt der Nestfarn durch gewellte und braune Blattränder an. Auch bei Trockenheit reagiert die Pflanze ähnlich und sollte dann täglich besprüht und einmal wöchentlich in Wasser getaucht werden.

Nestfarn richtig überwintern

Der Nestfarn legt keine Winterpause im herkömmlichen Sinne ein. Die Kultivierung sollte ganzjährig bei Zimmertemperatur erfolgen. Die idealen Temperaturen liegen bei 18 bis 25 Grad. Unter 16 Grad sollte das Thermometer auf keinen Fall sinken, denn dann würden Wachstumsstörungen die Folge sein. Hinzu kommt, dass die Pflanzen nicht verstellt werden möchten. Dies hat dann wiederum zur Folge, dass der Nestfarn mit trockener Heizungsluft konfrontiert wird. Ihnen wird also im Winter einiges abverlangt, denn Sie müssen auch weiterhin für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Alternativ kann die Pflanze ins Badezimmer oder ins Schlafzimmer umziehen, soweit die Temperaturen nicht unter 16 Grad fallen.

Die Wassergaben sollten Sie zwischen Oktober und Februar leicht reduzieren. Düngen müssen Sie die Pflanze im Winter auch nicht. Wenn Sie das dennoch machen möchten, können Sie alle sechs Wochen Flüssigdünger in leichter Konzentration verabreichen.


Foto1: © dietwalther - Fotolia.com

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