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Neuseeland-Segge – Pflege, Vermehrung und Krankheiten

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Die Neuseeland-Segge kann sowohl im Garten als auch im Kübel kultiviert werden. Bei der richtigen Pflege kann sie das ganze Jahr über als Blickfang fungieren.

Neuseeland-Segge
© savelov – Fotolia.com

Die Neuseeland-Segge bereichert den Garten zu jeder Jahreszeit. Darüber hinaus handelt es sich um eine pflegeleichte Pflanze, die auch im Kübel auf Balkon und Terrasse gut gedeiht. Was es bei der Pflege des Sauergrasgewächses zu beachten gibt, kann im Folgenden nachgelesen werden.

Neuseeland-Segge richtig gießen

Die Neuseeland-Segge (Carex comans) gedeiht bevorzugt an einem sonnigen Standort. Dabei sollten die Pflanzen immer ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung haben. Dies bedeutet, das Gießen darf nicht vernachlässigt werden.

» Tipp: Steht die Segge im Schatten, muss nur während längerer Trockenphasen gegossen werden.

Leidet die Neuseeland-Segge unter Wassermangel, wird sie dies durch ein Braunwerden der Blätter anzeigen. Das Laub bleibt bis weit in den Winter hinein erhalten, dies macht die Pflanzen beliebt für die Begrünung von Pflanzschalen und Balkonkästen. An frostfreien Tagen sind die Seggen auch in der kalten Jahreszeit zu bewässern.

Kübelpflanzen müssen regelmäßig gegossen werden, da sie nicht ausreichend Feuchtigkeit aus dem Boden aufnehmen können.

» Tipp: Gießen Sie die Neuseeland-Segge mit kalkfreiem Wasser, bevorzugt mit Regenwasser.

Neuseeland-Segge richtig düngen

Der Nährstoffbedarf der Neuseeland-Segge ist als eher gering einzustufen. Eine Düngung ist folglich nicht zwangsläufig notwendig. Um das Wachstum im Frühling zu unterstützen, kann dem Substrat etwas Kompost untergemischt werden. Wenn im Herbst das herab gefallene Laub auf dem Boden verbleibt, stellt es einen Pflanzenschutz dar und es entsteht daraus wertvoller Humus. Damit kann die Neuseeland-Segge übers Jahr ausreichend mit Naturdünger versorgt werden.

» Tipp: Bei Kübelpflanzen sollte während der Wachstumsperiode auf herkömmlichen Flüssigdünger oder Düngestäbchen ausgewichen werden. Ich verwende immer diesen Compo-Grünpflanzendünger.

Gedüngt wird bevorzugt im Frühling und Frühsommer. Eine Überdüngung ist zu vermeiden. Diese macht die Pflanzen empfänglich für Krankheiten und Schädlinge.

Segge-Arten kurz vorgestellt

Die wintergrünen Ziergräser sind ausgesprochen artenreich. In der Gattung Carex sind etwa 2.000 Arten vertreten. Dabei können Sie buchstäblich Farbe in Ihren Garten bringen. Neben verschiedenen Grüntönen kommen auch grün-weiße, rotbraune oder wie im Fall der Neuseeland-Segge bronzefarbige Färbungen vor.

» Tipp: Die besondere Färbung der Neuseeland-Segge stellt vermutlich einen Schutz der Pflanze vor intensiver Sonneneinstrahlung dar.

Beliebte Sorten für Kontraste im Beet

SorteWuchshöheBesonderheitenVorkommen
Blaugrüne Segge (Carex flacca)20 bis 50 cmblaugrün gefärbte BlätterEuropa Nordafrika Nordamerika
Behaarte Segge (Carex hirta)50 bis 60 cmdreikantige Triebe rötliche Blattscheiden grüne bis graugrüne BlätterEuropa Nordafrika Kleinasien
Gelb-Segge (Carex flava)20 bis 70 cmglatte strohfarbene bis hellbraune StängelEuropa Kanada Nordamerika
Buxbaum Segge (Carex buxbaumii)20 bis 70 cmlange Ausläufer steife Stängel graugrüne Blätter mit eingerollten Rändern schwarzrote BlattscheidenEuropa Nordamerika Grönland Sibirien
Pillen-Segge (Carex pilulifera)bis 50 cmdichte Horste doppelt gefaltete Laubblätter rotbraune BlattscheidenEuropa Makaronesische Inseln

Horstig wachsende Sorten im Überblick

Eine ganze Reihe von Seggen neigen dazu, horstig zu wachsen. Für den Hobbygärtner bedeutet dies, die Pflanzen häufiger zu teilen und die Wuchsfreude damit im Zaum zu halten. Auch ein Rückschnitt im Frühling bietet sich für diese Sorten an.

Diese Arten bevorzugen einen schattigen Standort:

Riesen-Segge (Carex pendula)
Vogelfuß-Segge (Carex ornithopoda)
Japan-Segge (Carex morrowii)
Pilzkopf-Segge (Carex caryophyllea ‘The Beatles’)

Buntes Laub sorgt für Blickfänge:

Goldrand-Japan-Segge (Carex morrowii ‘Aureovariegata’)
Weißbunte Vogelfuß-Segge (>Carex ornithopoda ‘Variegata’)
Steife Gold-Segge (Carex elata ‘Bowles Golden’)
Weißrand-Japan-Segge (Carex morrowii ‘Variegata’)

Die bekanntesten horstbildenden Sorten:

Neuseeland-Segge schneiden

Ein Rückschnitt ist bei Seggen generell nicht zwingend notwendig. Von Vorteil dabei ist, dass die alten Halme und Blätter einfach absterben und verrotten. Dennoch kann es hin und wieder notwendig werden, die Neuseeland-Segge zu beschneiden. Die Gründe hierfür können im üppigen Wachstum ebenso zu suchen sein, wie bei Frostschäden oder den Folgen von Krankheiten, die es zu beseitigen gilt.

Ein Rückschnitt wird gut vertragen und kann bis etwa drei bis fünf Zentimeter über dem Boden erfolgen. Der Rückschnitt sollte im zeitigen Frühjahr, noch vor dem Austrieb durchgeführt werden.

» Achtung: Die Halme sind scharfkantig. Tragen Sie beim Zugrückschneiden Gartenhandschuhe.

Die Segge muss nicht komplett zurückgeschnitten werden. Sie können die Pflanze auch jederzeit in Form bringen, indem Sie lediglich einzelne Triebe entfernen. Das Auslichten kann ganzjährig durchgeführt werden – einzige Bedingung: Frostfreiheit.

Neuseeland-Segge vermehren

Die Vermehrung der rhizombildenden Seggen kann durch Teilung erfolgen. Die Pflanzen können im Frühling oder im Herbst geteilt werden.

Die Vermehrung durch Teilung – Schritt für Schritt

  1. Wurzelballen abstechen
  2. Wurzelballen aus der Erde heben
  3. Wurzelballen in Teilstücke zerlegen
  4. Teilstücke neu verpflanzen

Bei der Teilung des Wurzelballens muss die Pflanze zunächst komplett aus der Erde gehoben werden. Dabei sollten Sie vorsichtig zu Werke gehen, um die zarten Wurzelausläufer nicht zu verletzen. Der Wurzelballen kann nun mit einem scharfen Spaten oder Messer geteilt oder, je nach Größe, auch in mehrere Teilstücke zerlegt werden.

» Tipp: Aus einem Wurzelballen lassen sich maximal drei Teilstücke gewinnen. Diese sollten mindestens Faustgröße besitzen.

Jedes Teilstück sollte ausreichend Wurzeln besitzen und auch mindestens eine Knospe aufweisen. Die Teilstücke sollten umgehend zurück in die Erde gesetzt werden. Die neuen Pflanzlöcher sind daher bereits vorzubereiten. Anschließend sind die Pflanzen ausreichend zu wässern.

Seggen können auch aus Samen herangezogen werden. Die Samen werden über den Winter im Haus in Pflanztöpfen vorgezogen und im Frühling ins Freiland gesetzt.

Krankheiten und Schädlinge

Blattlaus
© gordzam – Fotolia.com

Die Neuseeland-Segge ist robust und widerstandsfähig. Hin und wieder kann es vorkommen, dass die Blätter von Rost befallen werden. Dies ist an orangefarbenen Knötchen und Flecken zu erkennen, welche sich an der Unterseite der Blätter abzeichnen. Eine feuchte Witterung begünstigt die Entstehung von Rostkrankheiten.

Entfernen Sie umgehend alle betroffenen Pflanzenteile. Die Abfälle gehören nicht auf den Kompost, sondern sollten über den Hausmüll entsorgt oder verbrannt werden. Auch abgefallene Blätter sind sorgfältig aufzusammeln und zu entsorgen.

Biologisch bekämpfen lässt sich Rost mit einem Knoblauch-Aufguss. Die Pflanzen sind mehrmals wöchentlich mit der aus 150 Gramm gehacktem Knoblauch und fünf Litern Wasser bestehenden Lösung zu behandeln.

Ist die Neuseeland-Segge von Blattläusen befallen, kann bereits ein harter Wasserstrahl dafür sorgen, die Schädlinge zu vertreiben. Bevorzugt sind die Stängel befallen.

» Achtung: Überdüngung kann den Befall von Blattläusen begünstigen, da die Pflanze allgemein anfälliger für Krankheiten und Schädlinge wird.

Die Neuseeland-Segge überwintern

Die meisten Seggen sind gut winterhart. Bei den bronzefarbenen Seggen ist ein Winterschutz notwendig. Schützen Sie die Neuseeland-Segge vor dem Frosteinbruch mit Reisig. Auch während des Winterhalbjahres ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht austrocknen. An frostfreien Tagen wird häufiger bewässert. Besonders Kübelpflanzen müssen auch im Winter gegossen werden.


Foto1: © savelov - Fotolia.com, Foto2: © gordzam - Fotolia.com

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