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Pastinaken pflegen: Alles rund um Standort, Versorgung und Pflanzenschutz

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Pastinaken sind vielseitig verwendbar, schmackhaft und dazu auch noch sehr beliebt. Doch damit sie gut gedeihen, müssen Sie ihnen schon etwas Pflege zukommen lassen.

Pastinaken sind auf dem Vormarsch
Pastinaken sind auf dem Vormarsch
Die Kultivierung und Pflege von Pastinaken (Pastinaca sativa) ist einfach und auch für Hobbygärtner ohne umfassende Kenntnisse leicht möglich.

Halten Sie sich einfach an unsere Pflegeanleitung und Sie dürfen sich im Herbst über eine reiche Ernte freuen. Anschließend können Sie aus dem leckeren Gemüse dann Pommes, Pürees und Suppen zubereiten oder es in Gemüsepfannen verarbeiten.

Standort und Boden für Pastinaken wählen

Pastinaken bevorzugen einen sonnigen, gerne auch vollsonnigen Standort. Der Boden sollte einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 aufweisen sowie nährstoffreich und humos sein. Sehr saure Böden können Sie durch Kalk neutralisieren. Einen schweren, lehmigen Untergrund akzeptieren Pastinaken problemlos. Als Zugabe zum Boden bietet sich reifer Kompost an.

Pastinaken säen

Die Aussaat der Pastinaken ist von März bis Juni möglich. Früher ausgesäte Exemplare werden größer als später ausgesäte. Sie müssen den Boden zunächst tiefgründig auflockern. Stecken Sie die Samen dann etwa zwei Zentimeter tief und in einem Abstand von mindestens zehn Zentimetern in die Erde.

Halten Sie das Substrat regelmäßig schwach feucht. Nach zwei bis drei Wochen werden die Keimlinge zu sehen sein. Es ist wichtig, dass Sie Pastinaken oder andere Doldengewächse wie Möhren nicht in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren an derselben Stelle aussäen. Der Boden laugt sonst einseitig aus und der Ertrag geht zurück.

Pastinaken gießen und düngen

Gießen Sie Ihre Pastinaken insbesondere von Mitte Juni bis zur Ernte im Oktober sehr regelmäßig und achten Sie zugleich darauf, dass in schweren lehmigen Böden keine Staunässe entsteht. Bei wasserdurchlässigerem Substrat kann ein Übermaß an Flüssigkeit in der Regel problemlos absickern. Düngen müssen Sie nur einmal. Das sollte etwa vier Wochen nach der Keimzeit erfolgen.

Befall durch Möhrenfliegen und Alternaria dauci

Larven von Möhrenfliegen verursachen häufig Fraßschäden an den Pastinaken. Die Pflanzen reagieren darauf zunächst mit vergilbten und dann welken Blättern. Um zu verhindern, dass die Schädlinge auf andere Pastinaken übergreifen, müssen Sie die betroffenen Exemplare umgehend aus dem Beet nehmen.

Färben sich die Blätter der Pastinake nicht gelb, sondern bräunlich bis schwarz, ist vermutlich Möhrenschwärze die Ursache, die durch den Pilz Alternaria dauci hervorgerufen wird. Eine Behandlung ist trotz des bedrohlich wirkenden Schadbilds sehr einfach möglich. Schneiden Sie die betroffenen Blätter dazu einfach ab und pflanzen Sie die Pastinaken im nächsten Jahr präventiv in einem etwas weiteren Abstand. Mit ausgedehnten Schäden der Wurzeln ist nicht zu rechnen.

Pastinaken ernten

Ernten Sie Ihre Pastinaken im Oktober. Lockern Sie das umgebende Erdreich mit einer Forke und lösen Sie die Wurzeln behutsam aus dem Boden. Bei kühlen Temperaturen um den Gefrierpunkt sind die Pastinaken gut lagerfähig (mehr darüber hier). Überschüssige Wurzeln können Sie einfach im Gefrierfach oder der Kühltruhe einfrieren.


Foto1: © Heike Rau - Fotolia.com

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