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Pimpernuss Pflege: Standort, Gießen, Düngen und Überwintern

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Die Pimpernuss stellt in Deutschland eine echte Rarität dar. Dabei ist sie sehr schön anzusehen und zudem äußerst robust – vorausgesetzt, die Pflege stimmt.

Pimpernuss Pflege
© Kanusommer / stock.adobe.com
Die Pimpernuss (Staphylea pinnata) zählt zweifelsfrei zu den attraktivsten Vertretern der heimischen Ziergehölze. Dennoch sind die Pflanzen mit ihren hübschen Doldenblüten und den essbaren Klappernüssen in der freien Natur, wie in den heimischen Gärten, zu einer Seltenheit geworden. Daher stehen die attraktiven Sträucher auf der Roten Liste. Sind Sie auf der Suche nach einem Hingucker für den heimischen Garten, können Sie der Pimpernuss zu einer Renaissance verhelfen. Werden einige Pflegehinweise beachtet, werden Sie sich viele Jahre an dem dekorativen Ziergehölz erfreuen und fleißig Klappernüsse ernten können.

Pimpernuss (Staphylea pinnata)
Wuchsgeschwindigkeit: 20 – 30 cm im Jahr
Wuchshöhe: 200 – 400 cm
Wuchsbreite: 150 – 300 cm
Wurzelsystem: Herzwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: feucht und locker, humos, kalkliebend
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Pimpernuss richtig gießen

Die Pimpernuss benötigt nach der Pflanzung ausreichend Wassergaben. Ältere Pflanzen müssen weniger gegossen werden. Nur während längerer Trockenphasen und in heißen Sommern ist eine zusätzliche Bewässerung notwendig. Ansonsten versorgen sich die Gehölze über die Wurzeln mit Wasser und Nährstoffen.

Tipp: Steht die Pimpernuss zu trocken, zeigt sie dies durch schlaffe und eingerollte Blätter an.

Die Pflanzen vertragen keine Staunässe. Daher sollte bereits bei der Pflanzung vorgesorgt werden und eine Drainage im Boden angebracht werden. Wird die Pflanze im Kübel kultiviert, kann auf eine regelmäßige Bewässerung nicht verzichtet werden. Das Angebot an Wasser und Nährstoffen ist im Pflanzkübel zu gering und die Pimpernuss muss regelmäßig mit Wasser versorgt werden.

Tipp: Die Pflanzen bevorzugen eine hohe Luftfeuchte. Daher kann die Pimpernuss an heißen Tagen eine kalte Dusche aus dem Pflanzensprüher vertragen.

Für die Bewässerung sollte weiches Wasser verwendet werden. Steht Ihnen kein Regenwasser zur Verfügung, sollte das Wasser nicht direkt aus der Leitung kommen. Nutze Sie abgestandenes Leitungswasser und vermeiden die Verwendung des Bodensatzes.

In Kürze:

  • Jungpflanzen regelmäßig gießen
  • ältere Pflanzen nur bei längerer Trockenheit bewässern
  • auf den Zustand des Substrates und der Blätter achten
  • weiches, kalkarmes Wasser verwenden.

Pimpernuss richtig düngen

Die Pimpernuss bevorzugt einen nährstoffreichen Boden. Für die Kultivierung ist normale Gartenerde in der Regel geeignet. Durch die Einarbeitung von Kompost in den Boden erhält die Pimpernuss einen wertvollen Langzeitdünger. Sie können reifen Kompost bereits bei der Pflanzung dem Substrat untermischen. Die Klappernuss verträgt im Frühling und im Herbst entsprechende Düngergaben.

Alternativ können Sie auch Dünger für Ziergehölze verwenden. Verwenden Sie Langzeitdünger, muss ebenfalls nur im Frühling gedüngt werden. Langzeitdünger empfiehlt sich auch für im Kübel herangezogene Pimpernüsse.

Einen sehr guten organischen Dünger stellt auch das Laub der Klappernuss dar. Sie können das Laub im Herbst auf dem Erdboden rund um die Baumscheibe belassen. Die Blätter zersetzen sich und die Nährstoffe dringen in den Boden ein.

In Kürze:

  • im Frühling und Herbst Langzeitdünger verabreichen
  • Kompost dem Substrat beimischen
  • Laub nach dem Blattfall auf dem Erdboden belassen
  • Kübelpflanzen regelmäßig mit Langzeitdünger für Ziergehölze versorgen

Muss die Pimpernuss geschnitten werden?

Die Pimpernuss wächst recht langsam. Pro Jahr wird lediglich ein Wachstum von etwa 25 Zentimetern erreicht. Es muss also nicht durch Schnittmaßnahmen eingegriffen werden, um etwa die Größe einzudämmen, denn die Pflanzen werden Ihnen nicht über den Kopf wachsen.

Auch ein regelmäßiger Formschnitt wird nicht notwendig sein. Wenn Sie Ihre Pimpernuss betrachten, wird deutlich, die Pflanze besitzt eine äußerst ansprechende Wuchsform.

Zeigen sich störende Triebe, welche entweder zu lang aufragen oder nach innen wachsen, kann natürlich zur Schere gegriffen werden. Gleiches gilt für abgestorbene Pflanzenteile oder kranke Triebe.

Tipp: Der beste Zeitpunkt für Schnittmaßnahmen an der Klappernuss ist das zeitige Frühjahr, bevor die Wachstumsperiode einsetzt.

Wichtige Pflegemaßnahmen im Überblick

PflegemaßnahmeErläuterung
GießenJungpflanzen brauchen regelmäßig Wasser. Ältere Freilandpflanzen müssen nur bei längerer Trockenheit bewässert werden. Kübelpflanzen brauchen regelmäßig Wasser. Gelegentliches Besprühen der Pflanze kommt einer hohen Luftfeuchtigkeit entgegen.
DüngenDer Nährstoffbedarf ist vergleichsweise hoch. Komposte ist sehr gut als Langzeitdünger geeignet. Das Laub kann im Herbst am Boden belassen werden und versorgt die Pflanze ebenfalls mit Nährstoffen. Kübelpflanzen versorgen Sie am besten mit einem Langzeitdünger für Ziergehölze.
SchneidenEin regelmäßiger Schnitt ist nicht angezeigt. Die Gehölze wachsen nur langsam. Im zeitigen Frühjahr können alte und abgestorbene Äse entfernt werden.

Pimpernuss überwintern

…im Freiland

Bei der Überwinterung spielt das Alter der Pflanze eine Rolle. Ältere Pimpernüsse, die sich gut eingewurzelt haben, werden den Winter in unseren Breiten ohne spezielle Schutzmaßnahmen überstehen. Bei jüngeren Pflanzen sind Sie gut beraten, den Stamm mit Vlies zu umwickeln. Auch eine Laub- oder Reisigschicht auf dem Erdboden schützt die Wurzeln vor dem Durchfrieren.

Tipp: In rauen Lagen ist ein geschützter Standort für die Pimpernuss generell von Vorteil.

…im Kübel

Die Klappernuss kann in den ersten Jahren gut im Kübel kultiviert werden. Für Kübelpflanzen gelten allerdings im Hinblick auf die Pflege andere Ansprüche. Die Pimpernuss würde die Überwinterung im Freien nicht überleben. Im Pflanzkübel steht nur wenig Erdreich zur Verfügung. Der Kübel friert leicht durch und dies würde das Absterben der Wurzeln bedeuten.

Achtung: Kübelpflanzen müssen im Haus überwintert werden.

Wählen Sie als Winterquartier für Ihre Kübelpflanze einen kühlen Raum. Frost darf im Winterquartier nicht herrschen. Ein dunkler Keller wäre der falsche Ort für den Winterstand. Der Raum muss nicht taghell sein, da die Pflanzen ihre Blätter abwerfen und somit keine Photosynthese stattfindet, etwas Licht sollte aber dennoch ins Zimmer gelangen.

Im Winterquartier wird die Pimpernuss nicht gedüngt. Kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig. Der Boden darf nicht austrocknen. Achten Sie auf sparsame Wassergaben, denn die Gefahr von Staunässe ist im Winterquartier besonders hoch.

Tipp: Mitte Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, darf die Pimpernuss im Kübel zurück ins Freie.

Pflegefehler bei der Kultivierung der Pimpernuss vermeiden

Die Pimpernuss ist eine recht robuste Pflanze. Werden die genannten Pflegehinweise beachtet, werden Sie sich über gesunde und kräftige Pflanzen freuen können. Pflegefehler sollten Sie aber möglichst vermeiden:

PflegefehlerAuswirkungen
zu viel WasserWird die Pimpernuss zu häufig bewässert, kann das Gießwasser nicht mehr abfließen und staut sich im Boden. Es kommt zur Entstehung von Staunässe, welche die Wurzeln angreift und unerkannt zum Absterben der Wurzeln führt. Besonders Kübelpflanzen sind gefährdet. Eine Drainage im Gefäßboden wirkt vorbeugend.
zu wenig WasserWird zu wenig gegossen, trocknet die Pflanze aus. Ist der Boden angetrocknet, ist eine Bewässerung notwendig. Kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig. Sind die Blätter schlaff und an den Rändern eingerollt, muss schnellstmöglich gegossen werden.
falscher StandortSteht die Pimpernuss zu dunkel, wird sich dies im Wachstum bemerkbar machen. An einem dunklen Standort wird vermutlich die Blüte ausbleiben und Sie werden auch keine Klappernüsse ernten können.

Foto1: © Kanusommer / stock.adobe.com

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