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Präriegras: Vielseitig einsetzbar und auch im Winter ein Hingucker!

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Sind Sie auf der Suche nach einer pflegeleichten Pflanze, die auch im Winter etwas hermacht? Dann sind Sie mit Gräsern wie dem Präriegras sehr gut beraten.

Präriegras
© Michael / stock.adobe.com

Das Präriegras (Schizachyrium scoparium) ist eine anspruchslose Pflanze, die mit ihrem spektakulären Farbenspiel das Gartenjahr begleitet. In Deutschland sind auch die Bezeichnungen Bartgras oder Blaustammgras geläufig. Die Pflanze ist in vielfältigen Sorten im Handel erhältlich und kann für ein abwechslungsreiches Gartenbild sorgen. Besonders attraktiv wirkt das Präriegras in der Nähe von Teichen oder Wasserläufen.

Herkunft des Präriegrases

Die ursprüngliche Heimat des Präriegrases liegt in den Steppen Nordamerikas. Mit seinen verschiedenen Unterarten ist das Präriegras in den USA und in den südlichen Gebieten Kanadas zu Hause. Im Norden Amerikas zählt die Pflanze zu den am häufigsten vorkommenden Gräsern. In Teilen Chiles und Pakistans wurde das Bartgras ebenfalls eingebürgert.

Besonderheiten des Präriegrases

Das Präriegras bringt ein umfangreiches Farbspektrum mit und kann im Gartenbeet immer wieder für Abwechslung sorgen. Der Austrieb der bis zu einem Meter hoch wachsenden Pflanzen erfolgt relativ spät. Zunächst zeigen sich die Blätter in einem frischen Hellgrün. Während der Sommermonate dunkeln sie nach und nehmen einen bronze-grünen Farbton an. Im Herbst erstrahlt das Präriegras in einem warmen Orange bis Violett. In den Wintermonaten überwiegt ein Gelborange.

Zwischen Juni und August blüht das Präriegras. Die kleinen silbrig-weißen Blüten sind jedoch, im Vergleich zum aufregenden Farbenspiel der Blätter eher unauffällig.

Einige hübsche Sorten im Überblick

Die Sortenvielfalt des Präriegrases kann für eine abwechslungsreiche Gestaltung des Steppengartens genutzt werden. Auch im Staudenbeet lassen sich die unterschiedlichen, farbenfrohen Gräser vorteilhaft integrieren.

Präriegras SorteEigenschaften
Wildwest Wuchshöhe bis 1,5 m
grau-grüne Blätter
silbrige Blütenwedel
Cairo rötliche Halme
braune Herbstfärbung
Standing Ovation aufrecht wachsend
breite blaue Blätter
The Blues blau-graue Blätter
Wuchshöhe bis einen Meter
Prairie Blues blaue Blätter
orange Herbstfärbung
Carousel kompakter Wuchs
farbenprächtige Herbstfärbung

Das Präriegras pflanzen und pflegen

Der passende Standort für das Präriegras

An einem vollsonnigen und warmen Standort gedeiht das Präriegras am besten. Die Pflanze ist eine Bereicherung für den Steppengarten. Am trockenen und sonnigen Teichrand kommt das Bartgras ebenfalls gut zur Geltung.

Das ideale Substrat für das Präriegras

An den Boden werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Das Präriegras zeigt sich tolerant gegenüber alkalischen wie sauren Böden. Das Substrat sollte gut durchlässig sein, damit die Flüssigkeit abfließt und es nicht zu Staunässe kommt. Das Steppengras benötigt einen mageren Boden.

Tipp: Ein zu nährstoffreiches Substrat wird nicht vertragen – die Pflanze beginnt zu „kippen“.

Präriegras pflanzen – Schritt für Schritt

1. Standort finden
2. Substrat vorbereiten
3. Pflanzloch ausheben
4. Pflanze einsetzen
5. Pflanzloch schließen
6. Erde gut andrücken
7. Pflanze angießen

Containerpflanzen lassen sich ganzjährlich pflanzen. Auch an heißen Sommertagen oder bei Bodenfrost ist die Pflanzung möglich. Dabie sollte jedoch ein ausreichend großer Pflanzabstand eingehalten werden, da mehrere Jahre vergehen, bis sich ein breiter Horst entwickelt und die Pflanze ihre eigentlichen Ausmaße erreicht.

Für das Anlegen von Präriegärten, Staudenbeeten oder mediterranen Gartenlandschaften ist das Bartgras ideal. Dabei bietet sich die Gruppenpflanzung an. Im Beet kann die Pflanze mit anderen Vertretern der im Norden Amerikas heimischen Präriestauden kombiniert werden. Hübsche Akzente lassen sich auch mit Lupinen oder Bleiwurz setzen.

Tipp: Die Indigolupine wächst ebenfalls langsam und bietet mit beinahe schwarzen Samenständen reizvolle Kontraste.

Das Präriegras richtig gießen

Die robusten Pflanzen überstehen auch längere trockene Phasen, ohne Schaden zu nehmen. Während längerer Trockenperioden im Sommer wird leicht bewässert. Es wird nur gegossen, wenn die obere Erdschicht gut abgetrocknet ist.

Achtung: Das Präriegras verträgt keine Staunässe.

Das Präriegras richtig düngen

Bei der Düngung sollte sich der Hobbygärtner zurückhalten. Ein karges Substrat bietet die beste Wachstumsgrundlage. Werden der Pflanze zu viele Nährstoffe zugeführt, geht das Präriegras ein.

Ist der Boden auffallend mager, kann bei der Pflanzung eine kleine Menge reifer Kompost untergemischt werden. Eine weitere Düngung ist nicht nötig.

Das Präriegras schneiden?

Präriergras im Herbst
© Michael / stock.adobe.com

Das Präriegras wird im Herbst nicht zurückgeschnitten. Die spektakuläre Herbstfärbung erfreut das Auge und auch im eher tristen winterlichen Garten bleibt das Bartgras ein Blickfang. Der Rückschnitt des Präriegrases erfolgt im Frühling.

Tipp: Die abgetrockneten Blätter und Blütenstände sind auch in der Bodenvase eine Zierde.

Das Präriegras vermehren

Wer das Präriegras vermehren möchte, kann im Herbst die reifen Blütenähren sammeln. Die Samen werden über den Winter kühl und trocken gelagert und im Frühling direkt im Freiland ausgesät.

Tipp: Die Samen können auch bis zum Rückschnitt im Frühling an der Pflanze belassen werden.

Nach etwa drei bis vier Jahren haben sich kompakte Horste gebildet und die Pflanze kann auch durch Teilung vermehrt werden.

Dabei gehen Sie so vor:

1. Pflanze komplett ausgraben
2. Substrat von der Wurzel entfernen
3. Wurzel auf eventuelle Schäden hin kontrollieren
4. Wurzelballen mit einem scharfen Spaten teilen
5. Pflanzen getrennt voneinander verpflanzen
6. Pflanzen wie gewohnt kultivieren

Das Präriegras überwintern

Die robusten Pflanzen sind winterhart und benötigen keinen Schutz während der kalten Jahreszeit.

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