Japan Berggras mag einen halbschattigen Standort und einen frisch-feuchten Boden. Im Allgemeinen ist das Ziergras aber recht anspruchslos.

Japanisches Berggras
Die im Bogen überhängenden Halme bilden dichte, sommergrüne Horste | © photohampster / stock.adobe.com
Japanisches Berggras (Hakonechloa macra) hat es nicht eilig mit dem Wachsen. Die Pflanze treibt im Frühling spät aus und wächst relativ langsam auf Höhen von bis zu 90 Zentimeter heran. In den Fokus geriet das Japangras als Staude des Jahres 2022. Die krautigen Pflanzen eignen sich als Bodendecker, wie als Beetschmuck. Das satte Grün der schmalen Laubblätter lässt an Bambus denken. Die kontrastreiche Herbstfärbung erscheint gelblich bis bronzefarben.

Herkunft

Das Japan Berggras wird auch als Japan-Waldgras oder Japan-Zwergschilf bezeichnet. Die Pflanzen gehören der Familie der Süßgräser an. Die natürliche Heimat des Zwergschilfgrases befindet sich auf der japanischen Hauptinsel Honshu. Dort besiedelt das Japanische Berggras feuchte Felshänge. Beachtliche Vorkommen wurden im Hakone Gebirge ausgemacht. Davon leitet sich auch der Gattungsname Hakonechloa ab.

Japanisches Berggras (Hakonechloa macra)
Wuchs: ausladend,bogig geneigt, kurze Rhizome
Wuchshöhe: 30 – 60 cm
Wuchsbreite: 30 – 50 cm
Besonderheiten: anspruchslos, tolle Herbstfärbung
Standort: Halbschatten
Boden: frisch bis feucht, humos, durchlässig
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Standort

Die volle Sonne ist für das Japanische Berggras eher ungünstig. Im Halbschatten fühlen sich die Gräser wohler. Ideal ist ein kühler und luftiger Standort.

» Tipp: Ist der Standplatz allgemein feucht und kühler, kann das Japangras auch in der vollen Sonne kultiviert werden. Umso wärmer die Umgebungstemperatur, umso schattiger sollte der Standort gewählt werden.

Da Japanisches Berggras eher langsam wächst, eignet es sich gut als Bodendecker oder als Randbepflanzung im Beet. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind die Unterpflanzung von Gehölzen oder die Pflanzung im Kübel. Ideale Pflanznachbarn sind mit Farnen oder Funkien gefunden.

Boden

Japan Berggras
Wird auch Japan-Zwergschilf genannt | © tamu / stock.adobe.com
Am besten lässt sich das Japanische Berggras in einem frischen und feuchten Boden kultivieren. Sorgen Sie für einen hohen Humusanteil und ausreichend Nährstoffe. Vor der Pflanzung kann reifer Kompost unter das Substrat gemischt werden.

Pflanzung

Die beste Pflanzzeit für das Japanische Berggras ist das Frühjahr.
Bei der Pflanzung gehen Sie wie folgt vor:

  1. geeigneten Standort wählen
  2. Boden säubern und gut auflockern
  3. Pflanzloch ausheben
  4. Pflanzabstand beachten
  5. Aushub mit Kompost vermischen
  6. Pflanze mittig in das Pflanzloch setzen
  7. Erde auffüllen
  8. Boden gut andrücken
  9. Pflanze bewässern

Das Pflanzloch sollte mindestens die doppelte Größe des Wurzelballens umfassen. Zu den übrigen Beetnachbarn sollte ein Pflanzabstand von etwa 50 Zentimetern eingehalten werden.

» Tipp: Für die Kultivierung als Bodendecker wird das Japan-Waldgras dichter gepflanzt, da sich die Horste nur langsam verbreitern.

Pflege

Nach der Pflanzung sollte das Japan Berggras gut angegossen werden. Ist das Ziergras angewachsen, braucht es kaum Pflege. Sie müssen dann nur noch wässern, wenn es im Hochsommer zu anhaltender Trockenheit kommt.

Wurde bei der Pflanzung eine Kompostgabe verabreicht, ist im ersten Standjahr keine weitere Düngung notwendig. Bei einem mageren Substrat kann die Kompost-Düngung jährlich im Frühling aufgefrischt werden.

Die Pflanzen müssen nicht geschnitten werden. Erscheint ein Rückschnitt notwendig, sollte dieser im späten Frühjahr erfolgen.

Sorten

Japan Berggras Aureola
Japan Berggras Aureola mit grüngelb gestreiften Blättern | © Garden Guru / stock.adobe.com
Für Kontraste im Beet können die verschiedenen Sorten des Japan Berggrases sorgen.

Japan Berggras Sorte Eigenschaften
Aureola weit verbreitet
auffällige Blattstreifen
Albovariegata grünes Laub
weiße Längsstreifen
All Gold gedeiht an sonnigen Standorten
leuchtend gelbe Blätter

Vermehren

Ist der Standort feucht, säen sich die Pflanzen selbst aus. An einem trockenen Standort gelingt diese Form der Vermehrung jedoch nicht.

Eine einfache Art der Vermehrung ist die Teilung der Horste. Dies kann im Frühling und im Herbst erfolgen.

Die Teilung Schritt für Schritt

  1. Pflanze ausgraben
  2. Substrat vom Wurzelballen entfernen
  3. Wurzel auf Beschädigungen kontrollieren
  4. Wurzel mit einem scharfen Messer teilen
  5. Pflanzen am neuen Standort in die Erde bringen

Überwintern

Japanisches Berggras ist winterhart. Drohen Spätfröste, sollte die Pflanze mit einer Lage aus Laub oder Reisig geschützt werden. Da es sich um Flachwurzler handelt, drohen Frostschäden.

Dagmar von Gartentipps.com

Seit über 14 Jahren ist Dagmar Dittfeld als Online-Redakteurin für Gartentipps.com aktiv. Auf dem Land aufgewachsen, weiß sie die Vorzüge eines Selbstversorger-Gartens auch heute noch zu schätzen. Ihre ganz besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse. Mit ihren Ideen zum Dekorieren, Do-It-Yourself und Upcycling hat Dagmar schon viele Leser zum Nachmachen inspiriert.

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