Pflanzen Bodendecker

Bodendecker pflanzen – beliebte Sorten und Tipps zum Standort

Bodendecker sind deshalb so beliebt, weil sie nur in die Breite wachsen und trotzdem den Garten farbenfroh aufpeppen. Die beliebtesten Bodendecker inklusive Standorttipps gibt es hier.

Bodendecker
Bodendecker bringen nicht nur Farbe in den Garten, sie erleichtern auch die Gartenarbeit | © Pixelmixel / stock.adobe.com

Pflanzen, die am Boden kriechen, sind nicht wirklich eine Augenweide und werden häufig mit Unkraut verwechselt? Wenn Sie die Vielfalt an Bodendeckern kennenlernen und die positiven Eigenschaften dieser farbenfrohen Pflanzteppiche kennenlernen, werden Sie anderer Meinung sein. Dieser Ratgeber soll die Vorteile von Bodendeckern aufzeigen, deren Verwendung beschreiben und einige Varianten näher vorstellen.

Was sind Bodendecker?

Zu den Bodendeckern werden niedrigwachsende Stauden, Ziergehölze und auch Sträucher gezählt, die mehr in die Breite als in die Höhe wachsen. Durch das Ausbilden von häufig meterlangen Trieben erschließen sich diese gedrungenen Pflanzen ihren Lebensraum. Die niedrige Wuchshöhe bringt zahlreiche positive Eigenschaften mit sich.

Nützliche Eigenschaften von Bodendeckern

Bodendecker zählen zu den anspruchslosen Pflanzen im Ziergarten. Sie gedeihen oft auch dort, wo keine Sonne hingelangt. Wenn sich an Schattenplätzen und unter Bäumen und Sträuchern plötzlich ein Blütenteppich ausbreitet, ist dies natürlich ein willkommener Blickfang.

Doch darauf bleibt die Wirkung von Bodendeckern nicht beschränkt. Der ökologische Nutzen dieser anspruchslosen Kriechpflanzen ist ungeahnt groß. So kann der Boden durch die Pflanzung von Bodendeckern vor dem Austrocknen geschützt werden.

Werden die Pflanzen an Hänge gesetzt, lässt sich die Rutschgefahr minimieren. Nährstoffe halten sich länger im Boden und darüber hinaus ist ein natürlicher Lebensraum für Insekten und Kleinstlebewesen gefunden.

» Tipp: Durch die Pflanzung von Bodendeckern lässt sich das ökologische Gleichgewicht aufrechterhalten.

Das Beste kommt zum Schluss – das lästige Unkraut zupfen hat ein Ende, denn wo Bodendecker sich ausbreiten, wächst kein Unkraut.

Gute Argumente für das Anpflanzen von Bodendeckern

Bodendecker Vorteile
Bodendecker breiten sich wie ein Teppich aus | © Irina / stock.adobe.com
  • Bodenbefestigung
  • Bodenschutz
  • Feuchtigkeitsdepot
  • Humuslieferant
  • Blickfang
  • Unkrautvernichter
  • Insektenhotel
Viele Gehölze mögen es nicht, wenn der Boden beim Unkraut jäten tiefgründig bearbeitet wird. Diese Aufgabe können zukünftig Bodendecker übernehmen. Die Pflanzen dienen der Bodenlockerung und können den Boden vor Austrocknung schützen. Das Substrat wird mit Humus angereichert und so in seiner Qualität verbessert.

» Tipp: Bodendecker sind Flachwurzler und stellen damit keine Gefahr für die umliegenden Gewächse dar.

Viele Bodendecker sind nicht nur attraktiv, sie dienen häufig sogar als Heilpflanzen und verbreiten einen angenehmen Duft und sind häufig auch Rasenersatz. Bodendecker benötigen keine oder nur wenig Pflege und es findet sich mit Sicherheit in jedem Kleingarten ein Bereich, welcher durch die Anpflanzung dieser hübschen Polster- und Teppichpflanzen profitiert.

Bodendecker – Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
bewahren den Boden vor Austrocknung vor der Pflanzung Bodenvorbereitung nötig
sorgen an Hanglagen für eine Bodenbefestigung etwa drei Jahre vergehen, bis sich ein geschlossener Teppich gebildet hat
halten Nährstoffe länger im Boden begrenzte Trittfestigkeit
verhindern das Wachsen von Unkraut im Winter Gefährdung durch Kahlfröste
lockern den Boden auf
bieten Insekten einen Lebensraum
ansprechende Optik
kein oder nur geringer Pflegeaufwand

Welche Bodendecker sind für welchen Zweck geeignet?

Wer Bodendecker in seinem Garten pflanzen will, sollte sich zunächst die Frage stellen, welchen Zweck die Bodendecker erfüllen sollen.

Dabei kommen folgende Varianten in Betracht:

  1. Unkraut fernhalten
  2. Unterpflanzung von Gehölzen
  1. Rasenersatz
  2. Blickfang darstellen

Diese Bodendecker halten Unkraut fern

Bodendecker Ysander
Ysander hält Unkraut fern | © Marc / stock.adobe.com

Für die Fernhaltung von Unkraut bieten sich immergrüne Bodendecker an. Damit ist ganzjährlich für einen geschlossenen Pflanzenteppich gesorgt.

Gemeiner Efeu (Hedera helix) – schnell wachsend, schlichte Erscheinung
Ysander (Pachysandra) – hübsche Blätter, absolut frosthart
Immergrün (Vinca) – wächst besonders dicht
Kriechspindel (Euonymus fortunei) – flexibel an Sonnen- wie Schattenplätzen

Diese Bodendecker eignen sich zur Unterpflanzung

Bodendecker Lungenkraut
Geflecktes Lungenkraut gedeiht auch an schattigen Standorten | © Nazaruk Nazar / stock.adobe.com

Für die Unterpflanzung sollten Bodendecker gewählt werden, die über eher lockere Wurzeln verfügen. Letztlich geht es darum, einen dichten Teppich auszubilden und die Pflanze und den Boden zu schützen. Dabei sollten die Wurzeln der Bäume und Sträucher nicht angegriffen werden.

Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) – großflächiger Bodendecker, gefleckte Blätter
Herzblättrige Schaumblüte (Tiarella cordifolia) – dichtes Blattwerk, durchlässige Wurzeln
Stachelnüsschen (Acaena caesiiglauca) – schnell wachsend, bildet zahlreiche Ausläufer

Bodendecker mit hohem Zierwert

Bodendecker Blaukissen
Blaukissen gehört zu den beliebtesten Bodendeckern | © ela110 / stock.adobe.com

Viele Bodendecker sind nicht nur praktisch, sie bieten auch einen hohen Zierwert. Sollen die Kriechpflanzen auch optisch überzeugen, kann zu folgenden Varietäten gegriffen werden:

Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternata) – auffällige gelbe Blüte
Blaukissen (Aubrieta) – dezente pinkfarbige Nuancen
Balkan Storchschnabel (Geranium macrorrhizum) – filigrane Hochblüten

» Tipp: Wer mit der Pflanzung von Bodendeckern Bienen und weitere Nutzinsekten anlocken möchte, trifft mit Duftnessel, Elfenblume oder Ysop eine gute Wahl.

Der passende Standort für Bodendecker

Bodendecker Standort
Bodendecker sind rechct pflegeleicht | © hofi777 / stock.adobe.com

Die Auswahl der passenden Pflanzen ist abhängig vom Standort. Das Angebot an Schattenpflanzen ist generell umfangreicher. An sonnigen Standorten ist häufig mit trockenen und eher mageren Böden zu rechnen. Hier können Sie sich behelfen und den Boden vor der Pflanzung mit Kompost oder Hornspänen versehen.

Diese Bodendecker eignen sich für Sonne und Halbschatten

Pflanze Wuchshöhe Blütezeit / Blüte
Andenpolster
(Azorella)
3 bis 5 cm Mai und Juni
gelbgrüne Blüten
Berg-Sandkraut
(Arenaria montana)
bis 15 cm Mai und Juni
weiße Blüten
Knöterich
(Persicaria)
bis 25 cm Mai bis Oktober
zahlreiche Blütenkerzen
Afrikanisches Ringkörbchen
(Anacyclus depressus)
5 bis 10 cm Mai bis September
hübsche zweifarbige Blüte

Diese Bodendecker gedeihen bevorzugt im Schatten

Pflanze Wuchshöhe Blütezeit / Blüte
Scharbockskraut
(Ficaria verna)
3 – 5 cm ab März
gelbe Blüten
Haselwurz
(Asarum europaeum)
bis 15 cm März, April
braunrote Blüten
Dickmännchen
(Pachysandra terminalis)
bis 20 cm Mai
weiße Blüten
Weiße Silberwurz
(Dryas octopetala)
bis 15 cm Juni bis August
weiße bis creme Blüten

Bodendecker pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Boden vorbereiten
  3. Boden tiefgründig bearbeiten
  1. Boden aufwerten
  2. Pflanzen einsetzen
  3. Pflanzen gut angießen

Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung von Bodendeckern ist der Spätsommer. Bodendecker benötigen kaum Pflegeaufwand. Vor der Pflanzung sollte jedoch einiges bedacht werden, um den Pflanzen das Anwachsen und die Ausbildung geschlossener Pflanzteppiche zu erleichtern.

Top 3 der beliebtesten Bodendecker:

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Ist der Standort ausgewählt, gilt es diesen zunächst gründlich von Unkraut zu befreien. Dies sollte nicht nur oberflächlich, sondern tiefgründig geschehen. Sofern es sich nicht um eine Unterpflanzung eines empfindlichen Flachwurzlers handelt, sollte der Boden mit der Grabegabel bearbeitet werden. So lassen sich auch die hartnäckigen Wurzelabschnitte von Ackerschachtelhalm oder Giersch befreien.

» Tipp: Bei kargen Böden ist es von Vorteil, vor der Pflanzung der Bodendecker Kompost unterzumischen.

Damit sich möglichst schnell eine geschlossene Begrünung schaffen lässt, kommt es auf die richtigen Pflanzabstände an. Hier können nur allgemeine Aussagen getroffen werden. Für weniger schnell wachsende Pflanzen gelten zehn Bodendecker pro Quadratmeter als Richtwert. Bei Efeu und anderen schneller wachsenden Sorten genügen meist fünf Pflanzen.

» Achtung: Nach der Pflanzung vergehen zwei bis drei Jahre, bis aus den Bodendeckern eine geschlossene Begrünung wird.

Beliebte Bodendecker nach Standort und Blütenfarbe im Überblick

Bodendecker Standort Blütenfarbe
Teppich-Hartriegel Schatten bis Halbschatten weiß
Sternmoos Sonne bis Halbschatten weiß
Moskitogras pflanzen im Frühling pflanzen im Frühling pflanzen
Bleiwurz Sonne bis Halbschatten weiß
Heidekraut Sonne rötlich bis violett
Günsel Halbschatten blau
Bachbunge Sonne bis Halbschatten blau
Quendel Sonne violett
Rasenkamille Sonne weiß
Gundermann Schatten bis Halbschatten vilett
Haselwurz Sonne bis Halbschatten rot
Vogelmiere Sonne bis Halbschatten weiß
Sauerklee Schatten rosa
Portulak Sonne bis Halbschatten gelb
Mossbere Sonne rötlich
Goldnessel Schatten bis Halbschatten gelb

Was muss bei der Pflege von Bodendeckern beachtet werden?

Nach der Pflanzung ist der Pflegeaufwand äußerst gering. Gegossen wird eher sporadisch. Bei Schattenpflanzen ist die Bewässerung nur an heißen Tagen notwendig. An einem sonnigen Standort muss entsprechend häufiger gegossen werden.

Um das Wachstum zu beschleunigen, kann im Frühling ein Langzeitdünger gegeben werden. Kompost oder Hornspäne sind geeignete organische Düngemittel. Werden Bodendecker unter Laubbäumen gepflanzt, bieten die herab fallenden Blätter eine ausreichende Nährstoffversorgung, vorausgesetzt, Sie lassen diese an Ort und Stelle verrotten.

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