Pflanzen Bodendecker

Andenpolster: Hinweise zu Pflanzung, Pflege und Krankheiten

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Beim Andenpolster handelt es sich um eine robuste und immergrüne Polsterstaude. Bei richtiger Pflege erhalten Sie schnell einen dichten Teppich in Ihrem Garten.

Andenpolster
© Cornelia Scheidt/ stock.adobe.com

Das Andenpolster (Azorella trifurcata) bildet dichte Polster aus und findet in Rasen oder Beet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Auch im Kübel oder bei der Bepflanzung von Gräbern überzeugt das pflegeleichte Doldengewächs. Das feine, rasenähnliche Laub lässt an den Moos-Steinbrech denken und kann gut als Rasenersatz dienen.

Kleine Pflanzenbeschreibung

Das immergrüne Andenpolster wächst bis zu fünf Zentimeter in die Höhe und kann etwa das Fünffache in die Breite gehen. Die Pflanze wächst rosettenartig. Die glänzenden dunkelgrünen Blätter verlieren auch im Winter nicht an Farbkraft und Ausstrahlung.

Für die kompakten und pflegeleichten Gewächse bietet sich die Gruppenpflanzung an. Dann kommen auch die im Frühsommer erscheinenden gelbgrünen Blüten besonders gut zur Geltung. Die fünfzähligen Doldenblüten dienen Insekten als Nahrungsquelle. Nach der Blüte bilden sich an kleine Nüsse erinnernde Früchte aus. Diese werden von Botanikern als Achäen bezeichnet.

Andenpolster (Azorella trifurcata)
Wuchs:teppichartig, mattenartig
Wuchshöhe:5 – 8 cm
Wuchsbreite:20 – 30 cm
Laub:immergrün
Standort:Sonne bis Halbschatten
Boden:durchlässig, normaler Gartenboden
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Herkunft

Das Hauptverbreitungsgebiet des Andenpolsters liegt in Argentinien. Die robusten Pflanzen wachsen vermehrt auf steinigen Böden. Auch in den Hochgebirgsregionen Chiles und Perus finden sich natürliche Bestände der in etwa 70 Arten vorkommenden Pflanzengattung. Weitere Verbreitungsgebiete liegen in Neuseeland und auf einigen Südseeinseln.

Erstmals beschrieben wurde das Andenpolster von Joseph Gaertner. Der deutsche Botaniker und Naturhistoriker lebte und wirkte im ausgehenden 18. Jahrhundert. Die Einordnung in die heute geläufige Systematik nahm Christiaan Hendrik Persoon im Jahre 1805 vor.

Andenpolster kultivieren

Den passenden Standort finden

Für das Andenpolster ist ein sonniger bis halbschattiger Standort ideal. Ein zu trockener Stand bekommt der Pflanzen ebenso wenig, wie ein zu feuchter Standplatz. Die Pflanzen vertragen keine Staunässe und sollten nicht an Plätze gesetzt werden, wo sich Regenwasser staut.

Das ideale Substrat auswählen

Am besten entwickeln sich die Pflanzen, wenn ihre Wurzeln bis tief in die Erde reichen. Dem kommt ein lockerer und durchlässiger Boden entgegen. Ein frisches und humoses Substrat schafft die ideale Wachstumsgrundlage.

Andenpolster pflanzen – Schritt für Schritt

1. Standort auswählen
2. Boden mit Sand oder Kies lockern
3. Boden mit Hornspäne oder Kompost aufwerten
4. Pflanzloch ausheben
5. Pflanzabstand von 25 Zenimetern beachten
6. Pflanzen einsetzen
7. Substrat auffüllen
8. Erde gut andrücken
9. Pflanze angießen

Das Andenpolster ist ein robuster und langlebiger Bodendecker. Die Pflanze wächst nur langsam. Daher ist es ratsam, sie in Gruppen zu pflanzen, wenn dichte Polster gebildet werden sollen.

Als Standort bieten sich an:

Pro Quadratmeter können bis zu 17 Pflanzen in einem Abstand von 25 Zentimetern eingesetzt werden. Anschließend sollten Sie die jungen Wurzeln schonen und den Boden nicht zu tiefgründig bearbeiten.

Das Andenpolster richtig gießen

Während der Wachstumsphase braucht das Andenpolster regelmäßige Wassergaben. Dabei ist jedoch etwas Fingerspitzengefühl notwendig. Denn der Boden darf nicht komplett austrocknen, darf sich aber auch nicht zu feucht anfühlen.

Das Andenpolster ist besonders in den Wintermonaten anfällig für Staunässe. Daher ist es so wichtig, dass Sie einen verdichteten Boden auflockern, bevor Sie das Andenpolster pflanzen. Zudem sollten Sie ab dem Herbst das Gießen einstellen.

Das Andenpolster richtig düngen

Bereits beim Pflanzen können Sie den Boden mit Hornspänen oder Kompost aufwerten. Danach sollten Sie die Pflanzen jeweils im Frühjahr und im Sommer einmal düngen. Hierzu können Sie auch wieder Hornspäne oder Kompost verwenden. Im Herbst brauchen Sie dann nicht mehr düngen.

Die besten Pflanz- und Pflegetipps im Überblick

TätigkeitErläuterung
Standort auswählen
  • Sonne bis Halbschatten
  • hell
  • geschützt vor Nässe
Substrat vorbereiten
  • durchlässig
  • frisch
  • humos
Andenpolster pflanzen
  • Gruppenpflanzung ratsam
  • Wurzeln der Jungpflanzen schonen
Andenpolster gießen
  • Boden darf nicht austrocknen
  • Staunässe wird nicht vertragen
Andenpolster düngen
  • Boden mit Naturdünger aufwerten
  • während der Blüte Flüssigdünger verabreichen

Andenpolster schneiden

Die niedrige Polsterpflanze benötigt keine regelmäßigen Schnittmaßnahmen. Ist die Pflanze zu weit in die Breite gegangen, verträgt sie aber jederzeit einen Rückschnitt. Krankes oder welkes Laub ist unverzüglich zu entfernen.

Andenpolster vermehren

Die Vermehrung des Andenpolsters ist durch Teilung möglich. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Frühling.

Vermehrung durch Teilung – Schritt für Schritt

1. Boden lockern
2. Pflanze aus dem Boden nehmen
3. Erde abschütteln
4. Pflanze kontrollieren
5. Wurzelballen teilen
6. Pflanzen am gewünschten Standort einsetzen
7. Erde gut andrücken
8. Pflanze anließen

Krankheiten am Andenpolster erkennen und bekämpfen

Gelegentlich werden die Pflanzen von verschiedenen Krankheiten heimgesucht:

  • Grauschimmel
  • Stängelfäule
  • Falscher Mehltau

Grauschimmel am Andenpolster

Grauschimmel ist an heimischen Gartenpflanzen weitverbreitet. Verletzte und geschwächte Pflanzen sind besonders anfällig. In einem feucht-warmen Milieu breitet sich Grauschimmel schnell aus.

Dem Pilzbefall kann durch die Einhaltung eines ausreichenden Pflanzabstandes vorgebeugt werden. Infizierte Pflanzenteile müssen unverzüglich entsorgt werden.

Achtung: Mit Grauschimmel befallene Pflanzenteile gehören nicht auf den Kompost. Pilzsporen überdauern im Boden.

Stängelfäule am Andenpolster

Die Stängelfäule ist ebenfalls eine Pilzkrankheit. Sie kann sich in weißen Flecken auf den Blättern zeigen oder durch dunkel umrandeten Flecken auf den Blattstängeln in Erscheinung treten. Auch hier sind befallene Pflanzenteile umgehend zu entsorgen.

Falscher Mehltau am Andenpolster

Sind die Polsterpflanzen von einem grauen Pilzrasen überzogen und es zeigen sich rötliche Blattflecken, ist ein Befall mit Falschem Mehltau wahrscheinlich. Im weiteren Verlauf trocknen die Blätter ein und fallen ab.

Bei einem Befall wird die Pflanze weitgehend zurückgeschnitten und es ist für eine gute Durchlüftung zu sorgen. Ein zu nasser Standort kann häufig Falschen Mehltau verursachen.

» Lesetipp: Mehltau erkennen, bekämpfen und vorbeugen

Das Andenpolster überwintern

Die Pflanzen stammen aus rauen Gebirgsregionen und sind daher gut winterhart. Die immergrünen Blätter bereichern den im Winter sonst eher tristen Garten durch ihre intensive Färbung.

Kahlfröste können dem Andenpolster gefährlich werden. Es bietet sich ein Schutz aus Laub oder Reisig an.

Foto1: © Cornelia Scheidt/ stock.adobe.com

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