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Rosen im Frühjahr schneiden – So wird’s gemacht

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Wenn die Forsythienknospen aufbrechen, beginnen die Frühjahrsarbeiten im Rosenbeet. Unter anderem müssen die Rosen nun z.B. richtig geschnitten werden.

Im Frühjahr werden Rosen das erste Mal geschnitten
Im Frühjahr werden Rosen das erste Mal geschnitten

Rosen mit überraschender Blühkraft und tadelloser Gesundheit über die ganze Gartensaison hinweg, die wünscht sich wohl jeder Hobbygärtner. Zugegeben: ein anspruchsvolles aber kein unlösbares Ziel. Hierfür ist es jedoch wichtig, dass Sie das ganze Gartenjahr über an dieser Zielsetzung arbeiten. Beginnen müssen Sie mit den Frühjahrsarbeiten im Rosenbeet, wenn die Frühjahrssonne die Forsythienknospen färbt und die Blüte aufbricht. Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie dann direkt Gartenschere, Rosengabel und Dünger in Sichtweite haben. Doch aufgepasst! Rose ist nicht gleich Rose. Je nach Rosenart sieht die Pflege anders aus.

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11 Buschrosen

➯ Starkwüchsige und vitale Rosen schneiden

Alle Buschrosen, also Beet- und Edelrosen, lassen sich sowohl in vitale und starkwüchsige als auch weniger vitale und schwachwüchsige Rosen unterscheiden. Jene Exemplare, die sich also in kurzer Zeit robust entwickeln und rund 1 Meter Höhe erreichen, müssen Sie auf fünf bis sieben Augen (siehe hier) zurückschneiden.

➯ Schwachwüchsige und weniger vitale Rosen schneiden

Schwachwüchsige und und weniger vitale Sorten erreichen hingegen nur Wuchshöhen von 30 bis 50 Zentimeter. Allerdings können sie auch vereinzelt Triebe bis zu einem Meter entwickeln. Sie sind allgemein etwas schwächer ausgebildet. Sie müssen sie im Frühjahr deshalb auf zwei bis drei Augen kürzen (siehe Grafik).

Dabei müssen Sie auf Folgendes achten:

➤ Als erstes müssen Sie die Rosen behutsam abhäufeln. Behutsam deswegen, weil die jungen und zarten Bodentriebe schnell wegknicken können, die eigentlich unter der angehäuften Stelle bei warmen Tagestemperaturen im Frühling heranwachsen sollen. Noch sehen die Jungtriebe weiß aus. Mit der stetigen Lichteinwirkung färben sie sich später erst rötlich und dann grün.

➤ Am Busch müssen Sie nur die kräftigen und gesunden Triebe belassen. Schwache und überalterte Triebe fallen der Gartenschere zum Opfer. Ob nach dem Schneiden das obere Auge nach innen oder außen zeigt, ist dabei völlig egal, da der oberste Austrieb grundsätzlich in die Höhe strebt.

➤ Außerdem ist es ratsam, die Rosen auf noch zu nassen Beeten erst dann zu schneiden, wenn der Boden abgetrocknet ist. Dadurch vermeiden Sie, dass mit Betreten des Beetes die Bodenstruktur nachhaltig geschädigt wird.

1. Buschrosen

22 Kletterrosen


Kletterrosen sind besonders beliebt wegen ihrer Blütendichte. Sie erreichen diese Blütenpracht, wenn Sie jeden Seitentrieb der Haupttriebe auf 3 bis 5 Augen einkürzen (siehe Ansicht). Neben dem Schnitt müssen Sie die Zweige der Kletterrose aber auch regelmäßig neu an die Kletterhilfe anordnen. Auch hierbei gibt es einiges zu beachten:

➯ Bogenförmig bis waagerecht anordnen:

Ordnen Sie die Zweige der Kletterrose so an, dass sie bogenförmig bis waagerecht an der Kletterhilfe verlaufen. Dabei sollten die geschnittenen Zweige die Fassade sehr locker ausfüllen. Ordnen Sie sie zu eng an, neigt die Rose zu Krankheiten. Außerdem blüht sie weniger kräftig.

➯ Bodenaustrieb nicht wegschneiden:

Neue Austriebe aus dem Boden dürfen Sie keinesfalls wegschneiden, denn diese tragen wesentlich zur Verjüngung der Kletterrose bei. Alle alten Äste, die weit in die Höhe ragen, führen hingegen zur schleichenden Vergreisung.

➯ Verjüngungsschnitt:

Sollten sich schon über lange Zeit keine jungen Austriebe aus dem Boden mehr zeigen, hilft ein besonderer Verjüngungsschnitt. Hierbei müssen Sie einen Trieb wenige Zentimeter über den Boden abschneiden. Wenn die Pflanze über vitale Wurzeln verfügt, dann startet die Kletterrose am verbliebenen Trieb neu durch.

2. Kletterrosen

33 Strauch- und Hochstammrosen

➯ Strauch- und Kleinstrauchrosen:

Schwache und alte Triebe der Strauchrosen müssen Sie grundsätzlich entfernen. Anschließend müssen Sie nur die letztjährigen Blüten- bzw. Endtriebe kürzen (siehe Bild). Achten Sie dabei allerdings darauf, dass die Triebe mit ihrer Länge und der Blütenlast auch vom Astgerüst der Rose getragen werden können. Die Triebe der Strauchrose sollten leicht überhängen aber sich nicht auf den Boden ablegen.

➯ Auf Hochstamm veredelte Rosen:

Mit dem Schnitt von auf einen Hochstamm veredelte Rosen schaffen Sie zwei Voraussetzungen: Zum einen fördern Sie damit einen reichhaltigen Blütenansatz und zum anderen legen Sie die Grundlage für eine lockere Krone. Hierbei müssen Sie den Schnitt an allen aufrecht wachsenden Hochstammrosen kürzer ansetzen (hier grafisch dargestellt), außerdem müssen Sie beachten, dass die obersten Knospen nach außen zeigen.

➯ Kletter- oder Bodendeckerrosen als Hochstamm:

Die Kletter- und Bodendeckerrosen werden immer mit möglichst langen Trieben belassen. Nur die Seitentriebe sollten mit dem Frühjahrsschnitt eingekürzt werden.

3. Strauch- und Hochstammrosen

44 Nach dem Frühjahrsschnitt gleich den Boden lockern

➯ Verdichtete Erdschollen aufbrechen:

Gleich im Anschluss an den Frühjahrsschnitt ist es wichtig, dass Sie den Boden im Rosenbeet auflockern. Mit einer zweizinkigen Rosengabel (z.B. hier erhältlich) dabei einfach die verdichteten Erdschollen um die Rose etwa 15 Zentimeter tief aufbrechen.

➯ Im Frühjahr düngen:

Danach gilt es das Nährstoffdepot im Erdreich für die Saison aufzufüllen, sprich also Sie müssen die Rosen düngen. Hierfür eignet sich ein organisch-mineralischer Rosendünger mit einer lang andauernden Wirkung, wie beispielsweise der Combo Rosen Langzeit-Dünger (z.B. hier erhältlich). Allein eine Düngergabe von 100 Gramm je Quadratmeter (im März/April) versorgt Ihre Rosen für die nächsten 6 Monate mit allen wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen.

Wenn die Rose dann noch pro Quadratmeter 120 bis 150 Gramm Bodenaktivator bekommt, dann pflegen Sie den Boden zusätzlich und stärken zugleich noch die Rosengesundheit.

4. Nach dem Frühjahrsschnitt gleich den Boden lockern
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