Rosen im Herbst schneiden – Einige Rosenexperten raten davon ab, andere sprechen sich dafür aus. Was Sie bedenkenlos wegschneiden können und was Sie tunlichst lassen sollten, dazu hier mehr.

Rosen im Herbst schneiden
Hagebutten bilden im Herbst wunderschöne Farbakzente | © Анастасия Стягайло / stock.adobe.com

Wenn im Spätherbst die Tage immer kürzer werden und die Rosenbeete allmählich winterfest gemacht werden, dann beschäftigt viele Hobbygärtner die Frage: „Darf ich meine Rosen im Herbst schneiden?“. Einige Rosenexperten vertreten die Auffassung, die Rosenschere im Herbst unbedingt ruhen zu lassen. Andere hingegen bejahen die Frage, allerdings mit dem Hinweis, verhalten beim Herbstschnitt heranzugehen.

„Für und Wider“ liegen also in der Waage. Was Sie dennoch bedenkenlos beim Herbstschnitt wegschneiden können, und was Sie tunlichst lassen sollten, darüber wollen wir Sie in den nächsten zwei Abschnitten aufklären. Eines vorweg: Wer im Herbst zu stark an der Rose „schnippelt“, riskiert erhebliche Schäden im kommenden Jahr.

Was kann bedenkenlos der Rosenschere zum Opfer fallen?

Verblühte Rosen können im Herbst bedenkenlos abschneiden
| © Gina Sanders – Fotolia.com

Mit dem Rosenschnitt im Spätherbst soll verhindert werden, dass mögliche Erreger von Pflanzenkrankheiten über den Winter hinweg im Rosenbeet verharren. Denn abgestorbenes Pflanzenmaterial ist die Brutstätte für Pilze, Fäulnis und Infektionen.

➢ Im Spätherbst, wenn die ersten frostigen Nächte einbrechen, erfolgt der Herbstschnitt. Zu dieser Zeit haben die Rosen ihr Wachstum weitestgehend eingestellt. Die Blütenmumien werden nun von den Trieben entfernt. Dabei können Sie die Triebspitzen, auf denen die Blüten sitzen, etwas zurückschneiden. Damit putzen Sie die Rose noch vor dem Winter aus.

➢ An den Strauch- und Kletterrosen dürfen auch noch die besonders langen Seitentriebe ein wenig gekürzt werden. Sie könnten sonst im Winter unter der Schneelast wegbrechen und die Pflanze somit empfindlich schädigen.

Vor dem Schaden klug sein!

Atemberaubende Rosen wachens immer wieder, wenn der Herbstschnitt verhalten erfolgt
| © Africa Studio – Fotolia.com

Bedenken Sie, dass der Hauptschnitt grundsätzlich immer im Frühjahr erfolgt. Das heißt, dass Sie im Herbst lediglich etwas Ordnung auf Ihrem Rosenbeet schaffen. Ein kräftiger Rückschnitt kann verheerende Schäden an den Rosen verursachen. So kann auch ein sorgloser Rückschnitt das endgültige „Aus“ für die prunkvolle Pflanze bedeuten.

➢ An frostfreien Tagen treibt die Rosen auch im Winter. Dabei erwachen die obersten Triebaugen, die zarte Rosentriebe nachschieben. Sobald der Frost wieder einsetzt, erfrieren diese. Wenn Sie Ihre Rose also im Herbst zu stark zurückgeschnitten haben, dann verbleiben im Frühjahr kaum austriebsfähige Augen.

➢ Offene Wunden, die durch den Herbstschnitt an den Rosentrieben entstehen, können nicht mehr richtig verheilen. Folglich dringt der Frost ungehindert ins Mark der Pflanze ein und ein großer Teil der bereits gekürzten Triebe stirbt ab.

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Konrad von Gartentipps.com

Meine große Leidenschaft gilt nicht nur dem Gärtnern, ich bin ein sehr großer Liebhaber der Rose. Mit meinem bereits jahrzehntelangen Wissen unterstütze ich in meiner Heimatstadt die "Rosenfreunde Wittstock" als Gründungsmitglied (Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.).

2 Kommentare

    • Ringo von Gartentipps.com
      Ringo von Gartentipps.com on

      Du musst sie leider irgendwo frostfrei unterbringen. Und Licht benötigt sie auch weiterhin. Ich weiß, dass es nicht so einfach ist einen geeigneten Platz zu finden. Bei uns steht die Dipladenia in der Garage.

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