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Rosenakazie – Pflanzen, pflegen & zurückschneiden

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Die Rosenakazie ist mit ihre leuchtend rosfarbenen Blütentrauben ein außergewöhnlicher Blütenstrauch. Hinweise zum Standort und zur Pflege finden Sie hier.

© Carolin Gustavsson – Fotolia.com

Rosenakazie (Robinia hispida), was für verheißungsvoller Name. Sofort werden Gedanken an Rosen wach und an kräftige leuchtend rosafarbene und herausragend duftende Blüten. Ansonsten hat dieses Ziergehölz nichts gemein mit der Königin der Blumen. Und die Bezeichnung Akazie? Auch die stimmt nur halbwegs, lediglich das Aussehen des Strauches ähnelt der Akazie. Eigentlich müsste das reizvolle Ziergewächs „Rosenrobinie“ heißen. Schließlich hat die gemeine Robinie für zahlreiche Neuzüchtungen Pate gestanden. Die Rosenakazie gehört zu neusten Hybriden.

Die Rosenakazie im Portrait

Die Robinia hispida oder Roseakazie ist eine prächtig rosa- bis rotlilablühende Robinie. Wegen ihrer roten Borsten an den orangebraunen Trieben, wird das Ziergehölz auch borstige Robinie oder Borstenrobinie genannt. Die Schmetterlingsblüten entfalten ihre leuchtende Farbpracht nach der Fliederblüte von Mai bis Juni an dicken Blütentrauben. Nach der Blüte schmückt auffällig gefiederte Laub den Strauch über Sommer.

Das außergewöhnliche Blütengehölz ist winterhart und kann eine Wuchshöhe zwischen 1,5 und 3 Metern erreichen.

Standort und Boden der Rosenakazie

❍ Standort:

Sie haben sich für eine Rosenakazie entschieden? Platzieren sie den Zierstrauch am besten auf einen sonnigen Standort. Heller Halbschatten wird von diesem Gewächs auch noch toleriert. Schattiger sollte es allerdings nicht sein, da ansonsten die Blühkraft der Rosenakazie gehemmt wird.

Da die Äste der Robinia hispida sehr bruchanfällig sind, sollte der Standort möglichst windgeschützt sein.

❍ Boden:

An den Boden stellt die Rosenakazie keine großen Ansprüche. Wasserdurchlässig sollte das Erdreich schon sein. Der Blühstrauch mag einen feuchten aber keinen nassen Boden. Die Erde darf zudem nährstoffarm und leicht kalkhaltig sein.

So pflegen Sie die Rosenakazie richtig

Rosenakazie Blüten
© lizaveta25 – Fotolia.com

Gießen:

Die Neupflanzung gießen Sie in den ersten zwei bis drei Jahre mäßig aber regelmäßig. Da die Rosenakazie nur etwa 20 Zentimeter jährlich wächst, wird der Wurzelbereich in den ersten Jahren nur wenig beschatten und die Feuchtigkeit im Boden verdunstet eher. Später wird nur noch bei längeren Trockenperioden gewässert. Achten Sie jedoch darauf, dass keine Staunässe entsteht.

Düngen:

Wenige bis gar keine Ansprüche stellt der Rosenakazie an eine Nährstoffzufuhr. Sie können dem Blütenstrauch etwas Kompost geben und behutsam im Wurzelbereich einarbeiten. Mit dem Kompost werden die Mikroorganismen im Boden aktiviert und das Erdreich somit vorm Verdichten geschützt.

Rückschnitt:

Erst im Sommer oder Herbst wird die Robinia hispida geschnitten und dabei normal ausgelichtet. Konkret heißt das, trockenes oder abgestorbenes Holz wird entfernt. Lassen sie die Astschere im Frühjahr ruhen. Dann steigt im Gehölz der Saft und der Blühstrauch neigt beim Schnitt zum Bluten.

Zusammenfassung:

Die Rosenakazie stammt von der Robinie ab und nicht wie zu vermuten wäre von der Pflanzengattung Acacia. Einen sonnigen und windgeschützten Standort mit einem durchlässigen nährstoffarmen Boden favorisiert der winterharte Blütenstrauch. Gegossen wird das Ziergehölz nur mäßig. Eine Nährstoffgabe ist nicht nötig. Geschnitten wird die Rosenakazie erst im Sommer oder Herbst. Ein Frühjahrsschnitt schädigt den Strauch.


Foto1: © Carolin Gustavsson - Fotolia.com, Foto2: © lizaveta25 - Fotolia.com

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