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Rote Bete fermentieren – So einfach geht’s!

Das Fermentieren von Roter Bete ist mit den richtigen Rezepten ganz einfach. Hierbei können Sie verschiedene Varianten ausprobieren.

Rote Bete fermentieren
© Pixel-Shot / stock.adobe.com

Rote Bete schmeckt gut, ist aber auch bekannt für die färbenden Eigenschaften seines Saftes. Fermentieren lässt sie sich glücklicherweise sehr einfach und das auch noch auf unterschiedliche Weise. Besonders vorteilhaft ist das in der Roten Bete enthaltene Betain, das stimmungsaufhellend ist.

Rote Bete zum Fermentieren waschen und schälen?

Für gewöhnlich wird Gemüse vor der Verarbeitung immer gewaschen. Wenn Sie Rote Bete einlegen wollen, entscheiden Sie am besten anhand des Verschmutzungsgrades. Zunächst ist es daher sinnvoll, die Rote Bete etwas abzubürsten und zu prüfen, ob das Gemüse nun sauber genug ist.

Abwaschen ist nur empfehlenswert, wenn das Gemüse so verschmutzt ist, dass man praktisch die anhaftende Erde mitisst. Außerdem ist es sinnvoll beim Kauf darauf zu achten, dass es sich um Bio-Gemüse handelt. Auf diese Weise vermeidet man, dass das Gemüse mit diversen Pestiziden belastet ist.

Gleiches gilt beim Schälen. Die Schale der Roten Bete ist für gewöhnlich sehr hart. Trotzdem sollte man sie vor dem Fermentieren nicht zwingend schälen, da sich die wichtigen Inhaltsstoffe des Gemüses direkt unterhalb der Schale befinden.

Rote Bete fermentieren – Grundrezept

Um Rote Bete zu fermentieren ist immer eines wichtig: Salz! Es regt die Milchsäurebakterien dazu an, den Gärungsprozess in Gang zu setzen. Verwendet wird immer etwa ein Prozent Salz, bezogen auf die Menge an Gemüse, die man einlegen möchte. Bei 250 Gramm Roter Bete entspricht dies zweieinhalb Gramm Salz.

Außerdem wird für das Fermentieren ein Schraub- oder Bügelglas benötigt, in dem man die Rote Bete unterbringen kann:

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Anschließend gehen Sie dann wie folgt vor:

❶ Rote Bete in Würfel oder Scheiben schneiden.

❷ In einer Schale mit dem Salz vermischen und für zehn Minuten ruhen lassen.

❸ Zwischendurch wird die Rote Bete immer mal wieder sanft angedrückt, damit Saft austritt.

❹ Die Mischung wird nun in das Glas gegeben und mit Wasser aufgefüllt, bis die Rote Bete bedeckt ist.

❺ Wichtig ist, dass sich die komplette Rote Beete unter Wasser befindet.

❻ Um zu gewährleisten, dass keines der Stücke nach oben schwimmt, kann man ein Kohlblatt obenauf legen und mit sauberen Steinen beschweren.

❼ Als Alternative bietet sich ein mit Wasser gefülltes, kleineres Glas an, mit dem die rote Bete beschwert wird.

❾ Das Glas lässt man nun für zwei Tage bei Zimmertemperatur gären, um den Fermentierungsprozess in Gang zu setzen.

❾ Bilden sich Blasen in der Flüssigkeit, ist das Vorhaben geglückt.

❿ Das Glas kann nun für mehrere Wochen an einen dunklen Ort gestellt werden, der etwas kühler ist.

Tipp: Nach Ablauf der Zeit und Anbruch des Glases sollte die restliche Rote Bete im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie hält sich dort mehrere Wochen.

Fermentierte Rote Bete mit Knoblauch

Für dieses Rezept geht man ähnlich vor wie bei dem Grundrezept, legt aber gleichzeitig noch etwas Knoblauch mit ins Glas. Für dieses Rezept wird benötigt:

  • 4 Knollen Rote Bete
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 TL Salz
  • ca. 100 ml Wasser

Das Rezept wird nun wie folgt umgesetzt:

Schritt Erläuterung
Schritt 1 Rote Bete in Scheiben oder Würfel schneiden
Schritt 2 in einer Schüssel mit dem Salz vermischen und zwischenzeitlich immer wieder drücken
Schritt 3 Knoblauch schälen und grob zerteilen
Schritt 4 Mischung ins Glas geben und etwas andrücken, damit noch mehr Saft austritt
Schritt 5 neben dem gesammelten Saft etwas Wasser hinzugeben, damit sämtliches Gemüse von Flüssigkeit bedeckt ist
Schritt 6 Glas verschließen und für eine Woche bei Zimmertemperatur gären lassen
Schritt 7 Rote Bete an einen kühleren, dunklen Ort stellen

Zwischenzeitlich ist es sinnvoll, die Rote Bete auf den Geschmack zu überprüfen. Ist sie fertig, wird sie in den Kühlschrank verbracht, wo sie für mehrere Wochen aufbewahrt werden kann.

Weitere Gewürze für Variationen für das fermentieren von Rote Bete

Rote Bete lässt sich natürlich nicht nur mit Wasser und Salz einlegen. Neben dem Knoblauch gibt es noch eine weitere Variante, in der ein Stückchen Sellerie oder ein paar Apfelschnitze eingesetzt werden.

Als weitere Gewürze eignen sich Pfeffer- und Senfkörner, Zwiebeln und sogar gepresster Orangensaft als Flüssigkeitsersatz. Idealerweise wird Letzterer frisch gepresst und zuvor mit etwas Wasser vermischt. Hierbei ist zu bemerken, dass je höher der Saftgehalt ist, desto intensiver wird auch der Geschmack.

Warum wird die fermentierte Rote Bete schleimig?

Beim Fermentieren von Roter Bete entwickelt das Gemüse häufig eine leichte Schleimschicht am Gemüse, die man jedoch problemlos mitessen kann. Hierbei handelt es sich um die Saccharose in der Roten Bete, die von den Milchsäurebakterien umgewandelt wurde.

Das sogenannte Dextran entwickelt eine schleimige Konsistenz, ist aber völlig unbedenklich. Möchte man diese Entwicklung vermeiden, sollte die Rote Bete in größere Stücke oder Scheiben geschnitten werden. Dieser Prozess entsteht nämlich ausschließlich dann, wenn das Gemüse zu stark zerkleinert wurde.

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