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Schädlinge am Oleander

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Oleander ist eine herrliche Pflanze, die vor allem im Wintergarten eine gute Figur macht. Doch der Oleander ist auch besonders anfällig für Insekten, die der Blume Schaden zufügen.

Oleander Schädlinge Informationen
Oleander ist besonders anfällig gegenüber kleinen Insekten

Sie möchten Ihrem Balkon oder der Terrasse ein mediterranes Ambiente einhauchen? Dann ist der Oleander genau das Richtige für Sie. Er gehört zu den schönsten Pflanzen des Mittelmeerraumes und eignet sich sowohl als Hecke wie auch als Busch oder Bäumchen. Da das sonnenverwöhnte Gewächs viel Wärme und Sonnenstrahlen gewöhnt ist, ist bei der Haltung der Pflanze im heimischen Garten etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Unter anderem müssen Sie immer schauen, ob sich Schädlinge auf der wunderschöne Pflanze breit machen. Der Oleander ist dafür nämlich etwas anfällig.

Diese Schädlinge kommen besonders häufig vor

Spinnmilben:

Spinnmilben stellen das größte Problem dar. Sie scheinen förmlich verliebt in den Oleander zu sein. Die kleinen Tierchen sind durch das Gespinst zu erkennen, das sie auf den Blättern hinterlassen. Vor allem die Unterseiten der Blätter sind davon betroffen. Sie saugen an den Blättern, wodurch eine Blattsprenkelung hervorgerufen wird. Nach einiger Zeit wirkt das gesamte Blatt dann silbrig.

➜ Bekämpfung:

Wenn Sie Spinnmilben wieder los werden möchten, dann erhöhen Sie zunächst einmal die Luftfeuchtigkeit. Hilft das alleine nicht, kommen Sie nicht drumherum ein Schädlingsbekämpfungsmittel einzusetzen. Hier haben sich Präparate auf Rapsölbasis (z.B. Naturen Schädlingsfrei) bewährt. Sie legen sich wie ein Film auf die Pflanze und sorgen dafür, dass die Spinnmilben darunter ersticken. Damit das auch wirklich hilft, ist es ratsam den Oleander etwa dreimal im Jahr mit dem Mittel einzusprühen.

Blattläuse:

Blattläuse machen eigentlich vor keiner Pflanze halt. Auch nicht vor dem Oleander. Dabei ist es auch egal, ob es sich um eine Freiland- oder Zimmerpflanze handelt. Sie treten häufig an den weichen Teilen des Oleanders auf, sprich also an den Blüten und Neutrieben. Bei den härteren Teilen haben die Tierchen keine Chance. Bei den weichen Teilen saugen sie den Pflanzensaft aus und scheiden dann wiederum Honigtau aus. Das Aussaugen an sich, ist gar nicht so schlimm. Der Honigtau aber, denn der klebrige Saft lockt Ameisen an. Noch dazu siedeln sich darauf Rußtaupilze an, die an einem schwarzen Belag zu erkennen sind.

➜ Bekämpfung:

Blattläuse lassen sich eigentlich recht einfach bekämpfen. In der Regel reicht es schon aus, wenn Sie den Oleander einige Male mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen. Blattläuse werden Sie aber auch wieder los, wenn Sie den Oleander mit Brennnesselsud (Anleitung dafür hier) oder Knoblauchsud (Anleitung dafür hier) besprühen.

Schildläuse:

Schildläuse haben einen dunklen Schild, mit dem sie sich vor Menschenaugen fast unsichtbar machen können. Sie sitzen meist an den Triebspitzen und an der Unterseite der Blätter. Auch sie scheiden Honigtau aus, was wiederum Ameisen und Rußtaupilze anlockt.

➜ Bekämpfung:

Schildläuse werden Sie wieder los, wenn Sie die Pflanze mit einer Mischung aus Schmierseife und Wasser einsprühen. Dadurch lösen sich die Plagegeister vom Untergrund ab. Anschließend mit einem scharfen Wasserstrahl den Oleander abspritzen und schon sollte das Problem gelöst sein. Ansonsten helfen auch hier wieder Mittel auf Rapsölbasis.

Wollläuse:

Auch Wollläuse können sich mal auf dem Oleander breit machen. Einen Befall erkennen Sie an den weißen, watteähnlichen Punkten auf der Pflanze. Sie saugen den Pflanzensaft aus und scheiden dann einen weißen Wachsbelag aus, der eben an kleine Wattebäusche erinnert. Diese dienen dem Schädling dann als Schutz.

➜ Bekämpfung:

Als bestes Mittel gegen Wollläuse ist ein Pflanzenschutzmittel geeignet, das Neemöl enthält. Wie z.B. Bayer Bio-Schädlingsfrei Neem (z.B. hier erhältlich). Dieses Mittel verhindert, dass sich die Läuse fortpflanzen. Ebenfalls bewährt hat sich ein Gemisch aus Paraffinöl, Wasser und Spülmittel, das Sie auf die Blätter sprühen müssen. Das Öl legt sich wieder wie ein Film über die Pflanze und sorgt dafür, dass die Plagegeister ersticken.

Thripse:

Was sich vom Namen her sehr niedlich anhört, sind 1 bis 2 Millimeter große Tierchen, die sich vom Zellsaft des Oleanders ernähren und dafür die Oberfläche der Blätter mit ihren Mundwerkzeugen durchbohren. Siedeln sich dann noch Pilze an, hinterlässt dies Sprenkel auf den Blättern. Zudem setzen die Thripse auch viele dunkle Kottropfen ab.

➜ Bekämpfung:

Da Thripse eine warme und trockene Umgebung bevorzugen, ist es ratsam zunächst einmal die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Besprühen Sie also Ihre Pflanzen häufiger am Tag (nicht während der prallen Mittagssonne!) mit Wasser. Um die Winzlinge zu bekämpfen, können Sie aber auch Präparate mit den Wirkstoffen des Neem-Baumes einsetzen (z.B. Bayer Bio-Schädlingsfrei Neem). Wer noch Brennnesselsud oder Knoblauchsud fertig zu stehen hat, kann auch damit gegen die Thripse vorgehen.


Foto1: © sapgreen - Fotolia.com

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