Oleander ist eine schöne Wintergartenpflanze. Es gibt jedoch verschiedene Schädlinge am Oleander, die ihm teilweise stark zusetzen können.
Möchten Sie Ihrem Balkon oder der Terrasse ein mediterranes Ambiente einhauchen? Dann ist Oleander (Nerium oleander) genau das Richtige für Sie. Er gehört zu den schönsten Pflanzen des Mittelmeerraumes und eignet sich sowohl für eine blühende Hecke, als kompakter Strauch oder kleines Bäumchen. Der sonnenliebende Oleander ist an warme Temperaturen und viel Licht gewöhnt, weshalb er im heimischen Garten etwas Pflege und ein gutes Auge für Details erfordert. Achten Sie vor allem auf Schädlinge, da der Oleander hierfür etwas anfällig ist.
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Wie erkenne Schädlinge am Oleander?

Wer einen Schädlingsbefall am Oleander frühzeitig erkennt, kann ihn meist retten. Anzeichen für einen Befall können klebrige Blätter, Verfärbungen der Blätter oder sogar Verkrümmungen an den Trieben sein. Bei einem genauen Blick auf die Blätter und Stängel des Oleanders lassen sich meist schon die kleinen Schädlinge oder ihre typischen Spuren finden. Wenn etwa Ameisen auf der Pflanze unterwegs sind, könnte das schon ein Hinweis auf Blattläuse sein. Doch dazu jetzt mehr …
Diese Schädlinge kommen besonders häufig vor
» Spinnmilben am Oleander

Spinnmilben (Tetranychidae) stellen das größte Problem dar. Sie scheinen förmlich verliebt in den Oleander zu sein. Die kleinen Tierchen sind durch das Gespinst zu erkennen, das sie auf den Blättern hinterlassen. Vor allem die Unterseiten der Blätter sind davon betroffen. Sie saugen an den Blättern, wodurch eine Blattsprenkelung hervorgerufen wird. Nach einiger Zeit wirkt das gesamte Blatt silbrig und der Oleander verliert Blätter.
➜ Spinnmilben bekämpfen
Wenn Sie Spinnmilben wieder loswerden möchten, dann erhöhen Sie zunächst einmal die Luftfeuchtigkeit. Hilft das alleine nicht, kommen Sie nicht drumherum ein Schädlingsbekämpfungsmittel einzusetzen. Hier haben sich Präparate auf Rapsölbasis (z.B. Naturen Schädlingsfrei von Substral) bewährt. Sie legen sich wie ein Film auf die Pflanze und sorgen dafür, dass die Spinnmilben darunter ersticken. Damit das auch wirklich hilft, ist es ratsam den Oleander etwa dreimal im Jahr mit dem Mittel einzusprühen.
» Blattläuse am Oleander

Blattläuse (Aphidoidea) machen eigentlich vor keiner Pflanze halt, auch nicht vor dem Oleander. Dabei ist es auch egal, ob es sich um eine Freilandpflanze oder Zimmerpflanze handelt. Blattläuse treten häufig an den weichen Teilen des Oleanders auf, sprich also an den Blüten und Neutrieben. Bei den härteren Teilen haben die Tierchen keine Chance. Die weichen Teile stechen die Läuse mit ihrem Saugrüssel an, saugen dann den Pflanzensaft aus und scheiden dann wiederum Honigtau aus. Das Aussaugen an sich ist gar nicht so schlimm – der Honigtau dafür umso mehr. Denn der klebrige Saft lockt Ameisen an. Noch dazu siedeln sich darauf Rußtaupilze an, die an einem schwarzen Belag zu erkennen sind.
Interessant! Ein spezifischer Schädling ist die Oleanderblattlaus (Aphis nerii). Die gelbe Blattlaus befällt jedoch nicht ausschließlich Oleander, sondern auch andere Pflanzen aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), wie zum Beispiel Seidenpflanzen (Asclepias).
➜ Blattläuse bekämpfen
Blattläuse lassen sich eigentlich recht einfach bekämpfen. In der Regel reicht es schon aus, wenn Sie den Oleander einige Male mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen. Blattläuse werden Sie aber auch wieder los, wenn Sie den Oleander mit Brennnesselsud oder Knoblauchsud besprühen.
» Schildläuse am Oleander

Schildläuse (Coccoidea) haben einen dunklen Schild, mit dem sie sich vor Menschenaugen fast unsichtbar machen können. Sie sitzen meist an den Triebspitzen sowie Unterseiten der Blätter. Auch sie scheiden Honigtau aus, was wiederum Ameisen und Rußtaupilze anlockt.
➜ Schildläuse bekämpfen
Schildläuse werden Sie wieder los, wenn Sie die Pflanze mit einer Mischung aus Schmierseife und Wasser einsprühen. Dadurch lösen sich die Plagegeister vom Untergrund ab. Nach einer gewissen Einwirkzeit spritzen Sie den Oleander mit einem scharfen Wasserstrahl ab und schon sollte das Problem gelöst sein. Ansonsten helfen auch hier wieder Mittel auf Rapsölbasis.
» Wollläuse am Oleander

Auch Wollläuse oder Schmierläuse (Pseudococcidae) können sich mal auf dem Oleander breit machen. Einen Befall erkennen Sie an den weißen, watteähnlichen Punkten auf der Pflanze. Sie saugen den Pflanzensaft aus und scheiden dann einen weißen Wachsbelag aus, der eben an kleine Wattebäusche erinnert. Diese dienen dem Schädling dann als Schutz.
Schon gewusst? Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, gehören zu den Schildläusen und unterscheiden sich durch ihre Behaarung von anderen Schildlausarten.
➜ Wollläuse bekämpfen
Als bestes Mittel gegen Wollläuse ist ein Pflanzenschutzmittel geeignet, zum Beispiel Neemöl aus 100 % natürlichen Wirkstoffen (z.B. hier erhältlich). Dieses Mittel verhindert, dass sich die Läuse fortpflanzen. Ebenfalls bewährt hat sich ein Gemisch aus Paraffinöl, Wasser und Spülmittel, das Sie auf die Blätter sprühen. Das Öl legt sich wie ein Film über die Pflanze und sorgt dafür, dass die Plagegeister ersticken.
» Thripse (Gewitterfliegen) am Oleander

Was sich vom Namen her sehr niedlich anhört, sind 1 bis 2 Millimeter große Tierchen, die sich vom Zellsaft des Oleanders ernähren und dafür die Oberfläche der Blätter mit ihren Mundwerkzeugen durchbohren. Siedeln sich dann noch Pilze an, hinterlässt dies Sprenkel auf den Blättern. Zudem setzen die Thripse auch viele dunkle Kottropfen ab.
➜ Thripse bekämpfen
Da Thripse eine warme und trockene Umgebung bevorzugen, ist es ratsam zunächst einmal die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Besprühen Sie also Ihre Pflanzen häufiger am Tag (nicht während der prallen Mittagssonne!) mit Wasser. Um die Winzlinge zu bekämpfen, können Sie aber auch Präparate mit den Wirkstoffen des Neem-Baumes einsetzen. Wer noch Brennnesselsud oder Knoblauchsud fertig zu stehen hat, kann auch damit gegen die Thripse vorgehen.
Welche Schädlinge am Oleander haben Sie schon geplagt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!






