Gartengestaltung

Sonnenschirm Arten: Unterschiede, Vorteile und Nachteile

Wenn die Sonne lacht, muss Sonnenschutz her! Doch welcher Sonnenschirm ist der richtige für Garten, Balkon und Terrasse? Unser Ratgeber klärt auf.

Sonnenschirm Ratgeber
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Wenn die ersten Sonnenstrahlen des Jahres auf der Nase kitzeln, wird es endlich wieder Zeit das schöne Wetter im Freien zu genießen. Steigen die Temperaturen im Sommer jedoch stark an, dann ist man auch mal froh, wenn man sich in den Schatten setzen und von dort aus das herrliche Wetter genießen kann. Doch wer möchte immer nur unter einem schattenspendenden Baum sitzen, wenn Terrasse und Balkon auch zum Verweilen einladen?

Damit die Temperaturen an heißen Sommertagen erträglicher werden, müssen also überall Lösungen her, damit die Haut nicht zu sehr von der Sonne strapaziert wird. Das Tolle: egal ob Garten, Terrasse, Balkon, Poolbereich oder dem privaten Badestrand – es gibt wirklich für alle Bereiche des Grundstückes den perfekten Sonnenschirm. Doch bevor Sie einen Sonnenschirm kaufen, sollten Sie sich genau überlegen, welche Eigenschaften der Sonnenschirm besitzen sollte. Wir möchten Ihnen hier einmal ein paar Sonnenschirm-Modelle vorstellen, die wirklich überall für Schatten sorgen können.

Sonnenschirm-Arten und ihre Eignungsbereiche

❍ Mittelmastschirm:

Mittelmastschirm
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Mittelmastschirme, auch Stockschirme genannt, sind die Klassiker unter den Sonnenschirmen. Wie der Name es schon vermuten lässt, haben sie den Standfuß in der Mitte. Sie eignen sich vor allem für Gartentische, die in der Mitte ein Schirmloch besitzen. So stört der Schirmständer niemanden und der Gartentisch wird optimal beschattet. Steht der Schirm hingegen frei, kann der Ständer schnell mal zur Stolperfalle werden. Also ein klarer Minuspunkt. Ein Pluspunkt ist hingegen, dass Mittelmastschirme je nach Modell noch über eine Funktion zum Neigen des Schirmdachs verfügen. So können Sie den Schirm entsprechend der Sonne ausrichten.

❍ Ampelschirm / Freiarmschirm:

Ampelschirm / Freiarmschirm
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Ampelschirme besitzen einen seitlichen Standfuß. Das hat den Vorteil, dass sie sich ohne störenden Mittelmast frei unter der beschatteten Fläche bewegen können. Das ist vor allem auf einem Balkon oder einer kleinen Terrasse sehr praktisch, da der Schirm sehr flexibel einsetzbar ist und gleichzeitig viel Platz für eine ganze Sitzgruppe bietet. Im Unterschied zum Mittelmastschirm kann der Ampelschirm in einer Ecke positioniert werden. Eben so, dass er Schatten spendet, ohne dass der Schirmständer zur Stolperfalle wird.

❍ Balkonschirm / Halbschirm:

Balkonschirm
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Wer es sich auf dem Balkon gemütlich machen möchte, benötigt auch hier einen ausreichenden Sonnenschutz. Wenn Sie aufgrund des Mietvertrages keine Markise anbringen dürfen, dann ist ein Balkonschirm die optimale Alternative. Denn Balkonschirme sind meist kleiner als normale Sonnenschirme und haben eine spezielle Form, wodurch sie sich perfekt in kleinere Ecken und schmalere Balkonräume einpassen. Beliebt sind z.B. Modelle mit Halbkreis (auch Halbschirm genannt) und rechteckige Schirme. Es gibt aber auch ovale Modelle.

❍ Wandschirm:

Wandschirm
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Für den Balkon auch sehr gut geeignet, ist ein so genannter Wandschirm. Bei diesem Modell wird der Mast an der Wand fixiert. Der Schirm selbst kann dann meist durch Verschieben des Griffes nach vorne und hinten geneigt werden. So steht kein Schirmständer im Weg herum.

❍ Sonnensegel:

Sonnensegel
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Wer es modern mag, der setzt auf ein so genanntes Sonnensegel. Es hat die Form eines Segeldreiecks und kann an der Hauswand, an Bäumen oder an frei stehenden Edelstahlstangen gespannt werden. So lassen sich nicht nur kleine Balkone vor der Sonne schützen, sondern auch ganze Dachterrassen und sogar große Bereiche im Garten. Sonnensegel sind beispielsweise auch der perfekte Sonnenschutz für den Gartenteich.

Das Tolle: Sonnensegel können sowohl horizontal als auch schräg gespannt werden und somit auch als Sichtschutz genutzt werden.

Achten Sie beim Kauf auf den Lichtschutzfaktor

Wie Sie sicherlich wissen, geht die schädliche UV-Strahlung auch durch Kleidung und Stoffe. Dementsprechend kann man also auch trotz Bekleidung im Schatten einen Sonnenbrand bekommen. Deswegen arbeitet man bei Sonnenschirmen auch mit einem so genannten Lichtschutzfaktor. Hier spricht man von einem UPF-Wert (Ultraviolet Protection Factor), der durch besondere Faser- und Gewebekonstruktionen erreicht wird. An diesen Richtwerten können Sie sich orientieren:

  • UPF 15 bis 24 = mittlerer Schutz
  • UPF 25 bis 50 = hoher Schutz
  • ab UPF 50+ = ausgezeichneter Schutz

Es gilt also: Je höher der UPF-Wert desto besser! Ganz ähnlich wie bei Sonnencreme. Es lohnt sich also in hochwertige Gartenschirme zu investieren, da diese nicht nur Schatten spenden, sondern einen ausgezeichneten Schutz gegen schädliche UV-Strahlung bieten. Günstige Modelle können das oftmals nicht gewährleisten. Achten Sie deshalb darauf, dass der Sonnenschirm Ihrer Wahl das Prüflabel des UV STANDARD 801 besitzt. Denn Textilien mit diesem Prüflabel bieten größtmöglichen und verlässlichen UV-Schutz.

Außerdem gilt: Je dunkler der Stoff, desto höher der UV-Schutz. Dennoch sollten Sie unter einem Sonnenschirm Sonnencreme, Sonnenbrille und entsprechende Bekleidung tragen, um einen Sonnenbrand zu verhindern.

Wichtig: Vermieter immer vorher um Erlaubnis fragen

Wer in einer Wohnung bzw. einem Haus zur Miete wohnt, der sollte sich vor der Installation eines Sonnensegels oder eines Wandschirms unbedingt vorher die Erlaubnis des Vermieters einholen. Denn diese sehen es nicht gerne, wenn Löcher in die Hauswände gebohrt werden. Machen Sie das ohne Erlaubnis, kann es laut der Deutschen Anwaltshotline großen Ärger nach sich ziehen. Also denken Sie immer daran: Fragen kostet nichts. Und sollte Ihr Vermieter Ihnen wirklich die Installation verbieten, dann stehen Ihnen ja noch andere Sonnenschirm-Modelle zur Verfügung. Ein Halbschirm wäre beispielsweise eine Alternative. Sie können aber auch auf eine Klemm-Markise für den Balkon ausweichen. Diese hat den Vorteil, dass sie sich ohne Bohren installieren lässt und nach dem Auszug problemlos ins neue Heim mitgenommen werden kann.

Foto1: Wenn die Sonne lacht, muss ein Sonnenschirm her, Foto2: Mittelmastschirme sind die Klassiker unter den Sonnenschirmen, Foto3: Ampelschirme besitzen einen seitlichen Standfuß, Foto4: Balkonschirme sind meist kleiner als normale Sonnenschirme, Foto5: Bei Wandschirmen wird der Mast an der Wand fixiert, Foto6: Sonnensegel haben die Form eines Segeldreiecks

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