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Stockrosen: Schädlinge erkennen und bekämpfen

Stockrosen sind recht robust. Dennoch werden sie immer wieder von Schädlingen befallen. Mit einfachen Maßnahmen werden sie sie wieder los.

Stockrosen: Schädlinge
© anna608 / stock.adobe.com
Stockrosen sind bei Gärtnern wirklich sehr beliebt. Und das natürlich nicht grundlos. An einem sonnigen Standort blühen Sie bis in den Herbst hinein. Sie sind sehr pflegeleicht, anspruchslos und weitestgehend unempfindlich. Das bedeutet aber nicht, dass die Stockrose nicht trotzdem von Schädlingen befallen werden kann.

Ist es zu einem Befall gekommen, sollten Sie recht zeitnah reagieren, um die erkrankte Pflanze zu retten. Hierbei stehen Ihnen einige Möglichkeiten und Mittel zur Verfügung. Aber Vorsicht! Erst wenn biologisch-natürliche Mittel keine Wirkung zeigen, sollten Sie zur Chemiekeule greifen.

Welche Schädlinge werden Stockrosen gefährlich?

Stockrosen locken verschiedene Schädlinge an. Für Schnecken, Blattwespen, Spinnenmilben, Raupen und Käfer sind die Blätter eine beliebte Nahrungsquelle. Außerdem können Malven-Erdflöhe und Malven-Spitzmäuschen die Pflanzen angreifen.

Sie erkennen die Fraßschädlinge bei genauer Betrachtung der Blätter. Manchmal zeigen sich auch nur Fraßspuren am Blattwerk. Gezackte Blattränder und kleine Löcher in den Blättern weisen auf einen geringen Befall hin. Bei komplett abgefressenen Blättern ist die Lage ohnehin klar. 

Fraßschädlingen an Stockrosen vorbeugen

Gesunde, starke Pflanzen und ein optimaler Standort sind die beste Vorbeugung. Düngen Sie Ihre Stockrosen mit einem handelsüblichen Blühpflanzendünger im Abstand von zwei bis drei Wochen. Stockrosen lieben die Sonne, also sollte der Standort warm und geschützt sein. Wenn sich der Feuchtigkeitshaushalt im Gleichgewicht befindet, haben Schädlinge ebenfalls geringere Chancen. Die Pflanzen brauchen regelmäßige Wassergaben. Staunässe sollten Sie vermeiden, denn sie schwächt die Abwehrkräfte. 

Schädlinge auf Stockrosen biologisch bekämpfen 

Wenn sich nur wenige Fraßschädlinge auf der Pflanze befinden, sammeln Sie die hungrigen Tierchen einfach ab. Bei einem stärkeren Befall helfen natürliche Mittel.

➜ Brennnesseljauche

Blattläuse und andere Schädlinge bekämpfen Sie erfolgreich mit einer Brennesseljauche – wenn Sie selbst nicht geruchsempfindlich sind, denn die Jauche entwickelt einen unangenehmen Geruch.

» So funktioniert die Herstellung: Geben Sie zerkleinerte Brennesselblätter in einen Eimer mit Regenwasser und lassen Sie das Gemisch einige Tage stehen. Die fertige Jauche wird mit Wasser verdünnt und ist spritzfähig.

» Mein Tipp: Geruchsneutral, aber ebenso wirksam ist eine Lauge aus Kernseife und Wasser. Sprühen Sie am Vormittag, dann ist die Wirkung am besten. 

➜ Erde auflockern

Der Malven-Erdfloh tritt meistens dann auf, wenn die Erde zu trocken ist. In diesem Fall hilft Gießen und Auflockern der Erde. Als Geheimtipp gilt ein Streichholz, das Sie mit dem Schwefelköpfchen in die Erde stecken.

➜ Schnecken bekämpfen

Solange nur wenige unterwegs sind, hilft Einsammeln. Bei einem vermehrten Auftreten ist Schneckenkorn sinnvoll. Dies ist zwar nicht biologisch, dafür aber bei einer Schneckenplage sehr effizient. Sie schützen damit auch alle anderen Pflanzen in Ihrem Garten. 

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Wenn der Schädlingsbefall sehr stark ist, muss ein Insektenvernichtungsmittel her. Falls die Pflanzen nicht mehr zu retten sind, graben Sie die Stockrosen samt Wurzel aus und vernichten sie. Aber nicht auf dem Kompost, da die Schädlinge sich hier ungehindert weiter ausbreiten würden.

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