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Strandflieder pflegen – Tipps zum Gießen, Düngen & Überwintern

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Strandflieder ist anspruchslos und pflegeleicht. Und dennoch können falsche Pflegemaßnahmen dafür sorgen, dass die Pflanze eingeht. Was es also zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Strandflieder pflegen
© Angela Rohde – Fotolia.com

Strandflieder hilft Ihnen, so manches Problem im Garten zu lösen. Die Pflanzen gedeihen auch dort, wo es Ihnen vielleicht vorab nicht gelang, eine Zierpflanze erfolgreich zu kultivieren, weil der Boden einfach zu mager und der Standort zu zugig und dunkel waren. Doch eigentlich sind die hübschen Blühpflanzen viel mehr als ein willkommener Lückenfüller – nämlich eine Zierde für jeden Garten.

Mit seinen zarten Blütenrispen kann der Strandflieder auch im Kübel oder Balkonkasten auf der Terrasse überzeugen. Die robusten Pflanzen benötigen wenig Pflegeaufwand, können jedoch empfindlich reagieren, wenn Ihren bescheidenen Ansprüchen nicht nachgekommen wird. Beachten Sie nachfolgende Pflegehinweise, wird sich der Strandflieder auch in Ihrem Garten wohlfühlen und üppig wachsen.

Strandflieder: Wichtige Pflegehinweise

❖ Gießen:

Auch wenn der Strandflieder bevorzugt in Küstennähe wächst, holt sich die Pflanze ungern nasse Füße. Ein trockener Standort wird in jedem Fall besser vertragen, als ein schwerer, feuchter Boden, der zu Staunässe neigt.

» Tipp: Jungpflanzen müssen regelmäßig bewässert werden.

Ältere Pflanzen kommen in der Regel mit dem Aufkommen an Regenwasser zurecht und müssen nur während extremer Trockenperioden im Hochsommer zusätzlich gegossen werden. Grund hierfür sind die langen Pfahlwurzeln, die es möglich machen, Feuchtigkeit auch aus den tieferen Bodenschichten aufzunehmen.

Die Pflanze zeigt Ihren Wasserbedarf durch hängende Blätter an. Beim Gießen sollte bedacht werden, die Pflanze nicht in der prallen Mittagshitze zu bewässern. Die Blätter könnten dadurch verbrennen. Weiterhin verdunstet das meiste Wasser, bevor es in die Erde eindringen konnte.

» Tipp: Nutzen Sie zur Bewässerung des Strandflieders bevorzugt die frühen Morgenstunden.

Geben Sie das Wasser möglichst nicht über die Blätter, sondern ausschließlich direkt an die Wurzeln. Sie können die kalkliebende Pflanze mit Leitungswasser gießen. Wer vorwiegend mit Regenwasser gießt, sollte dem Nährstoffbedarf der Pflanze hin und wieder mit einer Gabe Algenkalk nachkommen.

Vorsicht bei Kübelpflanzen:
Kübelpflanzen besitzen einen erhöhten Nährstoffbedarf. Auch im Kübel werden Pfahlwurzeln ausgebildet, allerdings ist weniger Substrat verfügbar. Kübelpflanzen müssen daher regelmäßig bewässert werden. Dabei darf die Erde leicht antrocknen. Die Fingerprobe hilft Ihnen dabei, festzustellen, ob Wassergaben notwendig sind.

» Tipp: Entfernen Sie das Wasser regelmäßig aus dem Untersetzer oder Übertopf, damit es nicht zum Auftreten von Staunässe kommt.

In Kürze:

  • junge Pflanzen regelmäßig gießen
  • Ältere Pflanzen versorgen sich über die Pfahlwurzeln mit Feuchtigkeit.
  • Zum Gießen kann Leitungswasser verwendet werden.
  • Pflanzen im Kübel regelmäßig gießen.
  • Boden darf dabei leicht antrocknen
  • Staunässe vermeiden

❖ Düngen:

Der Meerlavendel kommt auch mit kargen Böden sehr gut zurecht. Ein Überangebot an Nährstoffen kann der Pflanze sogar schaden. Allein auf ein kalkreiches Substrat ist zu achten. Geben Sie im Frühling einen Langzeitdünger, wie zum Beispiel Blaukorn oder alternativ ein organisches Material in den Boden, ist die Pflanze über den Sommer gut mit Nährstoffen versorgt. Kompost, Hornspäne oder Hornmehl können gegeben werden, um Wuchs und Blüte zu fördern.

Kübelpflanzen sollten in 4wöchigen Abständen mit einem handelsüblichen Flüssigdünger, wie z.B. diesen hier versorgt werden. Die letzte Düngergabe sollte im Spätsommer erfolgen, damit die Pflanze vor dem Winter noch ausreichend ausreifen kann und die jungen Triebe nicht erfrieren.

In Kürze:

  • geringer Nährstoffbedarf
  • auf ausreichend Kalk im Boden achten
  • im Frühling Langzeitdünger verabreichen
  • Kompost oder Hornspäne fördern den Wuchs
  • ab September Düngung einstellen

❖ Rückschnitt:

Der Strandflieder wächst in Form einer Blattrosette, der keine regelmäßigen Schnittmaßnahmen benötigt. Die verblühten Blütenstände sind regelmäßig zu entfernen. Im Herbst schneiden Sie die Pflanze bodennah zurück. Im Frühling erfolgt dann der frische Austrieb.

» Tipp: Möchten Sie den Strandflieder als Trockenblume verwenden, werden die Blütenstände im Sommer abgeschnitten und getrocknet.

❖ Krankheiten und Schädlinge

Der Strandflieder ist eine sehr robuste Pflanze, die kaum kränkelt oder von Schädlingen befallen wird. Dies kann sich jedoch schnell ändern, wenn es zu Pflegefehlern kommt. Häufig ist hierbei zu beobachten, dass es Hobbygärtner anscheinend zu gut mit dem Meerlavendel meinen und die Pflanze durch zu häufiges Gießen und Düngen schwächen.

Einen zu dichten und zu nassen Boden vertragen die Pflanzen nicht. Sind die Wurzeln fortwährender Nässe ausgeliefert, beginnen sie zu faulen. Der Wurzelbereich wird durch die Pilzkrankheit Phytophtora derart geschädigt, dass die Pflanzen innerhalb weniger Tage absterben.

» Tipp: Für eine von Wurzelfäule befallene Pflanze gibt es keine Rettung. Damit sich der Pilz nicht im Garten weiter ausbreiten kann, entfernen Sie die Pflanze aus dem Boden und entsorgen diese.

Das von Pilzen befallene Pflanzenmaterial gehört nicht auf den Kompost. Hier könnte sich die Krankheit ungehindert ausbreiten. Verbrennen Sie betroffene Pflanzen oder entsorgen sie über den Hausmüll.

Durch richtige Pflege bleibt Ihr Strandflieder gesund und kann ein Lebensalter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Achten sie daher auf:

  • mindestens sechs Stunden Sonneneinstrahlung täglich
  • einen trockenen, sandigen und eher kargen Boden
  • kalkhaltiges Substrat
  • Vermeidung von Staunässe

❖ Überwintern:

Die robusten Pflanzen halten Frösten von bis zu – 28 Grad mühelos stand. Die Wurzel zieht im Herbst aus den Blättern die restlichen Nährstoffe. Das Laub verwelkt und kann abgeschnitten werden. Gegen Kälte sind die Pflanzen beinahe immun. Die Feuchtigkeit kann jedoch auch im Winter zum Problem werden. Damit nicht zu viel Nässe in den Boden eindringen kann, bietet es sich an, den Wurzelbereich mit einer Schicht aus Lauberde oder Stroh abzudecken.

Im Kübel kommt es darauf an, zu verhindern, dass der Pflanzkübel komplett durchfriert und die Wurzeln absterben. Platzieren Sie den Pflanzkübel daher auf einer Unterlage aus Holz oder Styropor und umwickeln den Kübel mit Gartenvlies oder Jute. Auch der Wurzelballen ist durch Laub oder Stroh zu schützen.

» Tipp: An frostfreien Tagen kann der Strandflieder leicht angegossen werden.

Im Frühling ist der Winterschutz zeitnah zu entfernen, damit sich darunter kein Schimmel bildet, die die Pflanze angreift.


Foto1: © Angela Rohde - Fotolia.com

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