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Strandflieder pflanzen – Anleitung und Tipps

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Worauf Sie besonders achten müssen, wenn Sie Strandflieder im Freiland oder im Kübel pflanzen möchten, haben wir in diesem Ratgeber zusammengefasst.

Strandflieder pflanzen
© etfoto – Fotolia.com
Sehnsucht nach dem Meer? Dann holen Sie sich doch mit dem Meerlavendel Urlaubsfeeling in den Garten. Der Strandflieder (Limonium), auch Widerstoss genannt, hat mit dem herkömmlichen Flieder wenig gemein und ist eigentlich mit der Grasnelke verwandt. Mit mehr als 300 Arten sind die Bleiwurzgewächse beinahe auf der ganzen Welt heimisch. Der Strandflieder ist eine unkomplizierte Bereicherung Ihres Gartens und wächst auch auf kargen Böden oder in eher zugigen Winkeln. Die Pflanzen erfordern allgemein wenig Pflegeaufwand. Bei der Pflanzung sollten aber dennoch einige Dinge beachtet werden, damit sich der Meerlavendel gut entwickelt und Sie mit seiner hübschen Blüte erfreut.

Strandflieder: Pflanzenbeschreibung

Die meisten Strandflieder-Arten sind mehrjährig. Die Pflanzen besitzen meist breite Blätter und Blattrosetten, welche an Löwenzahn denken lassen. Aus der Rosette ragen die Blütenstände empor. Die Blütezeit liegt zwischen Juli und August. Die kleinen Trichterblüten sitzen dicht beieinander und erheben sich über dem Laub. Strandflieder kommt in den Blütenfarben Violett, Blau, Weiß, Gelb oder Rosa vor. Die Pflanzen bilden lange Pfahlwurzeln aus, welche tief in das Erdreich ragen. Die Wuchshöhe ohne Blütenstände liegt bei etwa 20 bis 30 Zentimetern. Steht der Strandflieder in Blüte, kann er Wuchshöhen von bis zu 70 Zentimetern erreichen.

Verbreitung des Strandflieders

Viele Arten des Strandflieders bevorzugen einen salzigen Boden und wachsen daher bevorzugt in Küstennähe. Mit seinen zahlreichen Arten ist der Strandflieder beinahe weltweit anzutreffen. In Deutschland ist lediglich der Gewöhnliche Strandflieder heimisch. Wer an die Nordsee reist, wird unweit von Friedrichskoog im Watt eines der größten Strandflieder-Vorkommen Deutschlands entdecken können.

Strandflieder pflanzen – passenden Standort finden

Bei der Standortwahl müssen Sie nicht sonderlich viel beachten. Der Strandflieder ist diesbezüglich wenig wählerisch. Auch wenn die Pflanzen oft in Küstengebieten wachsen, holen sie sich ungern nasse Füße. Viel besser kommt der Meerlavendel mit einem trockenen und eher kargen Boden zurecht. Die Pflanzen benötigen keinen besonderen Schutz und trotzen auch stärkeren Winden. Ein sonniger Standort wäre vorteilhaft. Der Strandflieder verträgt auch die volle Sonne. Sie können die Stauden aber auch an einen halbschattigen Standort setzen. Strandflieder sollte mindestens sechs Stunden täglich von der Sonne beschienen werden.

Strandflieder pflanzen – Substrat auswählen

Auch im Hinblick auf die Bodenbeschaffenheit zeigen sich die robusten Pflanzen anspruchslos. Zwei Dinge sollten jedoch Vorrang haben:

  1. Die Pflanzen vertragen keine nassen Böden. Stehen die Pflanzen zu nass, kann dies schnell zum Faulen der Wurzeln führen.
  2. Außerdem ist es wichtig, ein durchlässiges Substrat zu verwenden. Schwere Böden lassen die Feuchtigkeit schlechter abfließen.

Ein weiterer Grund liegt in den Eigenheiten der Pflanze. Diese bilden lange Pfahlwurzeln aus. Diese möchten sich tief in das Erdreich graben, was bei schweren und nassen Böden kaum möglich ist.

➔ Tipp: Weniger ist hier mehr – Strandflieder mag keine nährstoffreichen Böden.

Ist Ihr Boden zu schwer, können Sie ihn durch die Beimischung von Sand und Kies durchlässiger machen. In der Regel fühlt sich der Strandflieder in einem Kiesbeet oder im Steingarten wohl.

Strandflieder pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Pflanzloch ausheben
  3. Substrat vorbereiten
  4. Pflanze wässern
  1. Drainage legen
  2. Pflanze einsetzen
  3. Substrat auffüllen
  4. Pflanze gut angießen

Erwerben Sie eine vorgezogene Jungpflanze, kann diese ab Mitte Mai ins Freiland gesetzt werden. Wählen Sie, entsprechend unserer Empfehlungen, einen Standort aus und beginnen Sie, das Pflanzloch auszuheben.

➔ Tipp: Halten Sie einen Pflanzabstand von einer halben angestrebten Wuchsbreite ein.

Das Pflanzloch sollte in etwa die doppelte Größe des Wurzelballens aufweisen. Heben Sie das Pflanzloch auch tief genug aus, damit Sie die Möglichkeit bekommen, das Substrat entsprechend aufzulockern. So wird der Strandflieder gut anwachsen, weil er seine Pfahlwurzeln tief in das Erdreich ausstrecken kann. Erscheint Ihnen das Substrat zu schwer, lockern Sie es mit Kies auf. Nährstoffreiche Böden sollten mit Sand versetzt werden. Während Sie den Boden vorbereiten, sollte der Standflieder gewässert werden, damit sich die Wurzel vor der Pflanzung mit Wasser vollsaugen kann.

➔ Tipp: Pflanzen Sie den Strandflieder an warmen und sonnigen Tagen, bzw. erst dann, wenn die Sonne das Erdreich ausreichend erwärmt hat.

Bevor Sie die Pflanze in die Erde bringen, sollte im Pflanzloch eine Drainage aus Splitt oder Kies ausgelegt werden. Dies schützt effektiv vor Staunässe. Nachdem Sie den Strandflieder eingepflanzt haben, gießen Sie die Pflanze reichlich an.

➔ Tipp: Bis der Strandflieder gut angewachsen ist, wird er reichlich bewässert.

Strandflieder pflanzen – Tipps und Ratschläge im Überblick

PflegemaßnahmeErläuterung
Standort findenDer Strandflieder fühlt sich an einem trockenen und eher kargen Standort wohl.

Am besten gedeihen die Pflanzen an einem sonnigen Standplatz.

Mindestens sechs Stunden täglich sollte die Pflanze in jedem Fall Sonne abbekommen.
Substrat vorbereitenDer Boden sollte vor der Pflanzung gut aufgelockert werden.

Nur in einen tiefgründigen Boden kann die Pfahlwurzel vordringen und die Pflanze mit Nährstoffen versorgen.

Durch die Beimischung von Sand oder Kies wird das Substrat durchlässiger.
Pflanzung vornhemenDas Pflanzloch sollte mindestens in doppelter Breite des Wurzelballens ausgehoben werden.

Achten Sie auch auf ausreichend Pflanzabstand.

Vor der Pflanzung ist der Wurzelballen des Strandflieders zu wässern.

Eine Drainage im Boden beugt Staunässe vor.

Nach der Pflanzung benötigt der Strandflieder ausreichend Feuchtigkeit.
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Strandflieder im Kübel pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Pflanzgefäß auswählen
  2. Drainage in den Gefäßboden einbringen
  3. Substrat vorbereiten
  4. Pflanzgefäß ein Drittel mit Substrat füllen
  5. Pflanze einsetzen
  1. übriges Substrat auffüllen
  2. Pflanze andrücken
  3. Gießrand anlegen
  4. Pflanze ausreichend wässern

Das Pflanzgefäß sollte nicht nur einen ausreichenden Durchmesser haben, sondern auch entsprechend tief sein, denn auch im Kübel möchte der Strandflieder seine Pfahlwurzeln ausbilden. Wichtig ist weiterhin, dass das Pflanzgefäß über ausreichend Abzugslöcher verfügt. In Pflanzkübeln kommt es besonders schnell zu Staunässe. Verwenden Sie daher auch keine Unterteller o.ä., denn dort staut sich das Wasser und die Wurzeln werden angegriffen. Vor der Pflanzung wird eine Drainage aus Kies, Sand oder Lavagestein in den Gefäßboden eingebracht. Darüber legen Sie ein durchlässiges Stück Vlies. Nun kann das Substrat zu einem Drittel eingefüllt werden.

➔ Tipp: Sie können herkömmliche Blumenerde verwenden. Das Substrat ist meist vorgedüngt. Durch die Beimischung von Sand wird der Boden durchlässiger und die Nährstoffe sind weniger konzentriert.

Nachdem Sie die Pflanze eingesetzt haben, drücken Sie das Substrat gut an und wässern den Strandflieder ausreichend. Ein Gießrand sorgt dabei dafür, dass das Wasser nicht überschwappt.


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