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Thuja als Hecke pflanzen – Anleitung und Pflege

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Eine Thuja-Hecke zu pflanzen ist ein wahres Kinderspiel. Und auch die Pflege der Hecke ist ganz einfach. Dabei müssen Sie gar nicht viel beachten.

Thuja-Hecke pflanzen
© 7monarda – Fotolia.com

Thuja wird bevorzugt als Hecke gepflanzt. Diese stellt nicht nur optisch eine Bereicherung für jeden Garten dar, sondern erfüllt auch praktische Funktionen. Soll für einen natürlichen Sichtschutz gesorgt werden, sind die Lebensbäume eine ausgezeichnete Wahl. Eine Thuja-Hecke wird recht schnell heranwachsen, stellt auch in der kalten Jahreszeit eine Aufwertung des winterlichen Gartens dar und lässt sich leicht pflegen und schneiden. Die Zypressengewächse bilden dabei unterschiedliche Kronenformen aus. Schmale und kegelförmig wachsende Arten können eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. Wer eine kleinere Hecke wünscht, entscheidet sich für kugelig wachsende Sorten, welche nur etwa drei bis vier Meter hoch wachsen, sehr gut schnittverträglich sind und sich dabei bestens als Anfängerpflanzen eignen.

Wann sollte die Thuja-Hecke gepflanzt werden?

Die Thuja-Hecke kann im Frühling oder im Spätsommer gepflanzt werden. Dabei ist das Frühjahr vorzuziehen, denn die Wurzelbildung wird sich schneller vollziehen, als bei einer Pflanzung vor dem Winter. Mit der Pflanzung können Sie beginnen, sobald der Boden frostfrei ist und sich leicht erwärmt hat. Als ideale Pflanzzeit gelten die Monate April und Mai.

Wie sollte der Pflanzabstand gewählt werden?

Wenn das Ziel in einer besonders dichten Thuja-Hecke besteht, sollten die jungen Pflanzen nicht zu eng stehen. Die Pflanzen wachsen recht schnell und würden sich bei zu engem Stand in ihrer Entwicklung selbst im Wege stehen. Letztlich würden das Wachstum ebenso behindert, wie die Nährstoffaufnahme nicht mehr für jede Pflanze in selbem Maße gewährleistet werden könnte. Damit sich jede Pflanze optimal entwickeln kann, ist ein Pflanzabstand von 40 bis 45 Zentimetern empfehlenswert.

Tipp:
Lassen Sie sich nicht von anfänglichen Lücken zwischen den Jungpflanzen entmutigen. Diese werden sich recht schnell schließen und die Pflanzen werden bei richtiger Pflege zu einer dichten und gesunden Hecke heranwachsen.

Welche Thuja-Arten sind für die Heckenpflanzung geeignet?

Thuja-Art Beschreibung der Art
Thuja BrabantDiese besonders starke Pflanze ist sehr gut für die Heckenpflanzung geeignet. Da die Pflanze mehrstämmig wächst, lässt sich schnell ein zuverlässiger Sichtschutz gewinnen.

Vorteile:
❍ schneller Wuchs
❍ pflegeleicht
❍ blickdicht
❍ kräftig

Nachteile:
❍ verträgt keine Trockenheit
❍ Rückschnitte ins alte Holz sind zu vermeiden
Thuja ExcelsaDie Pflanze wird auch als Riesenlebensbaum bezeichnet, wächst schnell und ist eine beliebte Anfängerpflanze. Die sattgrünen und glänzenden Blätter sind ganzjährig eine Zierde.

Vorteile:
❍ wächst schnell
❍ übersteht auch strenge Fröste
❍ kräftig, attraktives Blattwerk

Nachteile:
❍ verträgt keine längeren Trockenphasen
❍ Rückschnitte ins alte Holz sind zu vermeiden
Thuja SmaragdDie Thuja Smaragd beeindruckt mit ihrer tiefgrünen Laubfärbung und wächst zu einer kompakten Hecke heran. Dies braucht allerdings etwas Zeit.

Vorteile:
❍ kräftig
❍ wächst dicht
❍ attraktive Blätter
❍ einfach zu pflegen

Nachteile:
❍ verträgt keine längere Trockenheit
❍ wächst nur langsam

Der ideale Standort für die Thuja-Hecke

Der Standort der Thuja-Hecke will wohlüberlegt sein, denn aus den anfänglich kleinen Pflanzen wird eine stattliche Hecke, welche sich später nicht mehr problemlos umpflanzen und versetzen lässt. An sonnigen bis halbschattigen Standorten gedeihen die Lebensbäume generell am besten. Ein zu dunkler Standort könnte das Wachstum beeinträchtigen. Können die Pflanzen Regenwasser aufnehmen, fördert dies den Wuchs und die gesunde Entwicklung. Daher sind Standorte unter Bäumen nicht empfehlenswert. Ebenfalls sollten Sie bedenken, dass die Pflanzen empfindlich auf Streusalz reagieren. Die Platzierung an Weg- oder Straßenrändern ist daher weniger zu empfehlen.

Wie sollte der Boden beschaffen sein?

Thujen mögen keine zu trockenen Standorte. Ein frischer Boden, welcher Feuchtigkeit gut speichern kann, ist ideal. Vor der Pflanzung sollten Sie den Boden etwas auflockern. Dabei können Sie Humus, Torf oder Kompost untermischen. So werden die Jungpflanzen mit ausreichend Nährstoffen versorgt und können gut anwachsen. Weniger gut vertragen Thujen sandige und zu saure Böden.

Thuja-Hecke pflanzen – Schritt für Schritt Anleitung

  1. Standort auswählen.
  2. Fläche ausmessen.
  3. Anzahl der Pflanzen festlegen.
  4. Pflanzgraben ausheben (in doppelter Breite des Wurzelballens).
  5. Untergrund lockern und von Wurzeln, Steinen und anderen Einlagerungen befreien.
  6. Kompost in die Erde einarbeiten.
  7. Wurzelballen wässern, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  8. Wurzelballen leicht auflockern.
  9. Pflanzen vorsichtig und gerade einpflanzen.
  10. Pflanzgraben mit Erde auffüllen.
  11. Boden vorsichtig festtreten.
  12. Pflanzen gut angießen.
  13. In weniger geschützten Lagen Windschutz anbringen.

Thuja-Hecke gießen und düngen

Junge Pflanzen sollten stets mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden. Ältere Pflanzen benötigen weniger Wasser. Die notwendige Feuchtigkeit können freistehende Thuja-Hecken dann über das Regenwasser aufnehmen. An trockenen, heißen Sommern sollten gelegentliche Wassergaben aber nicht ausbleiben. Geben Sie auf den Boden Rindenmulch, kann die Feuchtigkeit besser gespeichert werden und die Thuja-Hecke ist auch an heißen Tagen in der Regel mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt.

Mischen Sie dem Boden bereits bei der Pflanzung Kompost unter, ist für eine Langzeitdüngung gesorgt. Darüber hinaus können Sie die Pflanzen einmal im Jahr mit einem speziellen Dünger für Heckenpflanzen versorgen. Achten Sie dabei auf einen hohen Gehalt an Magnesium und Stickstoff. Ab August sollte keine Düngung mehr erfolgen, damit sich die Pflanzen auf die Winterruhe vorbereiten können.

Thuja-Hecke schneiden – Was ist dabei zu beachten?

Wenn auch die Thuja-Hecke möglichst schnell heranwachsen und vor neugierigen Blicken schützen soll, so dürfen Sie den Schnitt der Lebensbäume dennoch nicht vernachlässigen. Thujen sind dabei sehr gut schnittverträglich.

Wann sollte ein Pflegeschnitt erfolgen?

Thuja-Hecken können im zeitigen Frühjahr geschnitten werden, dann haben sich noch keine neuen Triebe gebildet. Im Frühling kann auch ein kräftiger Rückschnitt an größeren Hecken erfolgen. Auch im Frühsommer können Lebensbäume geschnitten werden. Dabei können Sie sich die Wachstumspause der Pflanzen im Juni zu Nutze machen. Die entstehenden Wunden können sich gleichmäßig verschließen, da die Pflanze zu diesem Zeitpunkt weniger schnell wächst.

Das beste Schnittergebnis lässt sich an Tagen, an denen der Himmel bewölkt bleibt, erzielen. Fokussieren Sie sich auf die jungen Triebe. Zu tief angesetzte Schnitte lassen Löcher entstehen. Diese stören das harmonische Gesamtbild der Hecke und es dauert geraume Zeit, bis ein natürlicher und geschlossener Wuchs wieder hergestellt ist.

Beachten Sie:
Thuja-Hecken bieten nicht nur einen attraktiven Sichtschutz, sie sind auch beliebte Verstecke für Vögel. Bevor Sie die Schere ansetzen, sollten Sie kontrollieren, ob sich bewohnte Vogelnester in dem dichten Geäst befinden. Ist dies der Fall, vertagen Sie das Schneiden der Hecke, bis die Jungvögel flügge geworden sind.

Wichtig: Schnittstellen bei Hitze schützen

Thuja-Hecken gelten als robust und widerstandsfähig. Dies gilt jedoch nicht für die frischen Schnittstellen. Diese sind besonders angreifbar und können zum Beispiel bei starker Hitzeeinwirkung verbrennen und die Pflanze angreifbar für Schädlinge und Pilzbefall machen. An sonnigen Tagen sollte deshalb, wenn möglich, kein Heckenschnitt erfolgen. Lässt sich dies nicht vermeiden, können folgende Maßnahmen hilfreich sein:

  • elektrische Heckenscheren sorgen für einen schnellen, präzisen Schnitt
  • Schnittstellen mit Gartenvlies abdecken
  • bei starker Sonneneinwirkung Vlies über Nacht auf der Pflanze belassen

Thuja-Hecke richtig überwintern

Durch das immergrüne Laub ist die Hecke aus Lebensbäumen auch in der kalten Jahreszeit durchaus attraktiv. Sind die Jungpflanzen zu einer stattlichen Hecke herangewachsen, erweisen sie sich als robust und winterhart. Dabei sind Sorten im Handel erhältlich, die bis zu -35 Grad winterhart sind und damit auch strengsten Frösten Stand halten. Auch die mit einer Winterhärte von bis zu -25 Grad angebotenen Pflanzen dürften die Winter in unseren Breiten unbeschadet überstehen. Achten Sie aber immer darauf, dass die Pflanzen auch in trockenen Wintern ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind.

Halten Sie die Thujen als mobile Hecke, sprich also in einem oder mehreren Pflanzgefäßen, dann müssen Sie diese Gefäße im Winter gut schützen. Genaueres dazu erfahren Sie in unserem Beitrag Thuja überwintern – Tipps zur Überwinterung im Freiland und im Kübel.

Übrigens:
Werden die Blätter im Winter bräunlich, handelt es sich um einen natürlichen Vorgang, welcher der Anpassung an die kalte Jahreszeit dient, es besteht kein Grund zur Sorge. Werden die Thujen hingegen braun und sterben ab, dann kann das an der so genannten Miniermotte liegen. Dazu mehr in unserem Beitrag Thuja wird braun – Miniermotte ist Schuld.


Foto1: © 7monarda - Fotolia.com

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