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Trauermücken an Zitronengras bekämpfen – Mit diesen Methoden klappt’s!

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Das Zitronengras ist eine recht robuste Pflanze, die sich leicht kultivieren lässt, wenn Sie dem Anspruch an Licht und Wärme gerecht werden. Trauermücken können dem Zitronengras jedoch schwer zusetzen.

Trauermücken an Zitronengras bekämpfen
© VRD – Fotolia.com

Die Trauermücke bleibt uns nicht verborgen. Wer beim Gießen genau hinschaut, sieht die kleinen Insekten auffliegen. Ausgewachsene Tiere sind harmlos. Ein Problem stellen dagegen die Larven der Trauermücke dar. Schon eine kleine Verletzung an den Halmen reicht aus und die Schädlinge können eindringen. Auch die Wurzel kann befallen werden. Deshalb müssen Sie beim Gießen besonders aufpassen. Die Trauermücke legt ihre Eier nämlich bevorzugt in feuchtes Substrat. Deshalb sollten Sie immer mäßig gießen. Es bietet sich auch an, Kübelpflanzen von unten zu bewässern.

Die Larven der Trauermücke können das Zitronengras generell auf verschiedene Art und Weise schädigen. So können die Trauermücken für Fraßschäden an den Blättern und Wachstumsschäden durch einen Befall der Wurzeln sowie auch für eine verkrüppelte Wuchsform sorgen.

Wie sehen Trauermücken aus und wie erkennt man einen Befall?

Die Trauermücke kommt weltweit vor. Dabei werden auch extreme Lebensräume nicht gemieden. So wurden die Insekten in der Antarktis ebenso nachgewiesen, wie in Hochgebirgsregionen über 4.000 Metern Seehöhe. Einige Arten leben in Höhlen, wieder andere Trauermücken in der heißen Wüstensonne, indem sie sich im Sand eingraben. Hauptsächlich lebt die Trauermücke jedoch in wirtlicheren Regionen, nämlich in Wäldern, auf Weiden oder auch im heimischen Garten, wo sie sich in den Pflanzen und im Laub Verstecke sucht. Selbst im Blumentopf auf dem Fensterbrett sind die Trauermücken lebensfähig. Deshalb müssen Sie das Zitronengras besonders während des Winterstandes häufiger kontrollieren.

Die Trauermücke gehört der Familie der Zweiflügler an und zählt, wie etwa 1.800 weitere Arten, zur Unterordnung der Mücken. Allein in Europa gibt es zirka 600 Mückenarten. Die Bezeichnung Trauermücke lässt sich auf den dunklen Körper und die dunklen Flügel zurückführen. Die Mücken sind etwa fünf Millimeter groß und besitzen einen schlanken Körper. Die Larven, welche die eigentliche Bedrohung für das Zitronengras sind, besitzen eine helle bis gräuliche Färbung und verfügen über eine komplett ausgebildete Kopfkapsel.

Die Trauermücken sind übrigens gut an ihrem leicht tänzelnden Flug zu erkennen. Die Mücken selbst sterben nach wenigen Tagen und besitzen lediglich die Aufgabe der Paarung und Fortpflanzung. Die Larven können Pilze, Rinde oder Laub verzehren. Ihre Exkremente dienen wiederum Mikroorganismen als Nahrung.

So lassen sich Trauermücken bekämpfen

Der Handel bietet gegen Trauermücken einige Pflanzenschutzmittel an. Bei Deltamethrin, Magnesiumphosphid oder Pirimiphos-methyl handelt es sich jedoch um Umweltgifte, die für den Einsatz in Gärten nicht zugelassen sind. Das Einatmen der Stoffe kann alleine schon zu Allergien und Reizungen von Augen und Schleimhäuten führen. Beim Kontakt mit Wasser kann es sogar zu Explosionen kommen. Diese Substanzen sind also eine echte Gefahr für Kinder, Haustiere und alle lebenden Organismen. Verzichten Sie deshalb auf die Chemiekeule. Trauermücken lassen sich auch mit natürlichen Hilfsmitteln wirkungsvoll bekämpfen.

❍ Gelbsticker gegen Trauermücken einsetzen:

Bei Gelbstickern oder Gelbtafeln ist von Farbtafeln die Rede, die mit Klebstoff versehen sind. Diese Tafeln können aus Papier oder auch aus Kunststoff bestehen. Der Handel bietet unterschiedliche Modelle an. Meist bestehen die verwendeten Kleber aus Polymeren. Einige Erzeugnisse besitzen eine Beschichtung mit Polyisobutylen. Deshalb erscheinen die Gelbsticker auch feucht. Weniger klebrig wirken Gelbtafeln, die mit Schmelzklebstoff versehen sind. Diese Kleber sind gesundheitlich unbedenklich und werden zum Beispiel auch benutzt, um die Etiketten auf Äpfeln oder Orangen zu befestigen. Einige Tafeln können nach Gebrauch auch mit Benzin gesäubert und wieder benutzt werden. Hier noch mehr über Gelbtafeln.

Anwendung:
Sie können die Gelbtafeln sowohl im Zimmer als auch im Freiland zum Einsatz bringen. Gelbsticker für das Freiland sollten möglichst hitzebeständig sein und keine wasserlöslichen Stoffe enthalten. Insekten mögen bekanntlich Farben. Besonders Gelb scheint es ihnen angetan zu haben. Es sind aber auch Sticker in Grün und Blau erhältlich, welche eine ähnliche Anziehung ausüben. Beim Anflug auf die Sticker bleibt die Trauermücke auf den Tafeln haften. Je nach Pflanzengröße können mehrere Sticker zum Einsatz kommen. Sie sollten die Tafeln wöchentlich kontrollieren und gegebenenfalls austauschen.

❍ Hausmittel gegen Trauermücken einsetzen:

Hausmittel Wirkung
QuarzsandGeben Sie auf die oberste Erdschicht Quarzsand, erscheint der Boden abgetrocknet und die Trauermücken werden von der Eiablage auf dem trockenen Untergrund abgehalten. Kleine Kieselsteine können Sie ebenso verwenden wie Vogelsand.
Streichhölzer Stecken Sie einige Streichhölzer mit der Kuppe nach unten um die Pflanze in den Boden, lösen sich die schwefelhaltigen Bestandteile durch das Gieswasser. Die Larven sterben ab und die Trauermücken werden von einer erneuten Eiablage abgehalten.
MuskatnussMuskatnuss enthält mit dem Wirkstoff Myristinsäure ein Mittel, welches in seiner Wirkung mit einem Insektizid vergleichbar ist.
Fleischfressende Pflanzen Stellen Sie fleischfressende Pflanzen (z.B. Venusfliegenfalle) in der Nähe von Zitronengras auf, werden diese Trauermücken bekämpfen helfen. Gegen die Larven sind fleischfressende Pflanzen allerdings machtlos.

❍ Nematoden gegen Trauermücken im Kübel einsetzen:

Eine besonders wirkungsvolle und zudem natürliche Methode, die Trauermücken zu bekämpfen, stellen Nematoden dar. Dabei handelt es sich um mit dem bloßen Auge nicht sichtbare Würmer, die man einfach ins Gießwasser gibt. Sie treffen auf die Erde auf und befallen und töten dann die Larven der Trauermücke. Dafür müssen Sie mehrmals gießen. Es kann dann einige Wochen dauern, bis alle Larven abgetötet sind.

Befall mit Trauermücken vorbeugen – So geht’s

Da die Trauermücke ihre Eier bevorzugt auf einem feuchten Untergrund ablegt, sollten Sie dafür sorgen, dass die Erde nach dem Gießen gut abtrocknen kann. Eine Schicht aus Sand oder Kieselsteinen besitzt ebenfalls diesen Effekt. Stehendes Wasser aus Pflanztöpfen immer entfernen, denn Zitronengras verträgt keine Staunässe.

Beim Kauf von Pflanzenerde sollten Sie zudem auf Qualität achten. Billigprodukte weisen häufig bereits einen Befall mit Trauermücken auf. Befallene Erde sollten Sie umgehend austauschen. Die Erde können Sie auf dem Kompost entsorgen, vorausgesetzt, Sie nutzen den Kompost nicht als natürlichen Dünger für Zimmerpflanzen.

Übrigens:
Wenig erfolgversprechend erscheint die von einigen Pflanzenfreunden favorisierte Methode, von Trauermücken befallene Erde eine gewisse Zeit in die Mikrowelle zu erhitzen, mit dem Ziel, die Larven abzutöten. Der Erde gehen bei diesem Prozess auch wichtige Nährstoffe verloren, was sie letztlich als Pflanzenerde ungeeignet macht.


Foto1: © VRD - Fotolia.com

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