Gartengestaltung Gartenteich & Schwimmteich

Vorüberlegungen zum Teichbau – Planung, Umsetzung und wichtige Kostenfaktoren

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Einen Teich im Garten zu integrieren, ist an sich kein Hexenwerk. Schwieriger ist es hingegen ihn richtig zu planen. Hierbei gibt es schließlich einiges zu beachten.

Überlegen Sie sich genau, was Sie wollen
Überlegen Sie sich genau, was Sie wollen

Ein Teich ist wirklich mehr wie nur ein optisches Highlight im Garten. Je nach Teichart können Sie darin zum Beispiel auch schwimmen oder Tiere einsetzen. Beides ist natürlich eine feine Sache. Nur leider überstürzen viele ihre Entscheidung für einen Gartenteich. Da werden sich keine richtigen Gedanken über die Ausstattung oder die Kosten gemacht und schon werden die Augen ganz groß, wenn beispielsweise die Fische aufgrund eines fehlenden Filtersystems im Teich sterben oder die Rechnung für den Teichbau viel höher als erwartet ausfällt.

Wenn Sie also einen Teich in Ihrem Garten integrieren möchten, dann dürfen Sie das auf keinen Fall überstürzen. Machen Sie sich vorher unbedingt einige wichtige Gedanken. Die richtige Größe und Tiefe auszuwählen, ist dabei natürlich nicht alles. Es gehören noch weitaus mehr Punkte dazu, über die Sie sich Gedanken machen müssen. Diese Beziehen sich auf die Planung, Umsetzung und Kostenkalkulation.

Wichtige Punkte bei der Planung

Bauart und Größe des Gartenteichs:

Wie teuer ein Gartenteich wird, hängt grundsätzlich von den individuellen Wünschen ab. Kleinere Objekte kosten in der Regel ein paar Hundert Euro, bei größeren Teichen können die Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich liegen. Grundsätzlich hängt die Teichgröße dabei in erster Linie von den Gegebenheiten vor Ort ab. Um die Größe zu ermitteln, müssen Sie vorher jedoch erst einmal klären, wofür Sie den Teich nutzen möchten. Soll es ein naturnaher Teich sein, der als Biotop für Tiere und Pflanzen dienen soll, oder soll der Teich zum Schwimmen genutzt werden?

Standort des Teiches:

Abhängig von der Größe Ihres Gartens müssen Sie den Standort des Teiches auswählen. Wenn Sie den Gartenteich von der Terrasse oder vom Wohnzimmer aus stets im Blick haben möchten, dann legen Sie das Gewässer in der Nähe der Wohnung bzw. des Hauses an. Wenn es ein naturnaher Teich werden soll, der viele Tiere anlockt, dann bauen Sie diesen besser in etwas weiterer Entfernung. Ist der Garten etwas abschüssig, ist es ratsam, den Teich möglichst an der tiefsten Stelle anzulegen, da dies natürlicher wirkt.

Des Weiteren ist das richtige Verhältnis von Sonne und Schatten wichtig: Einerseits benötigen Wasserpflanzen eine bestimmte Menge an Licht, andererseits fördert zu viel Sonnenlicht das Algenwachstum. Zur Orientierung: Fünf Stunden direkte Sonneneinstrahlung sind ausreichend. Der Gartenteich sollte so angelegt sein, dass dieser in der Mittagszeit im Schatten eines größeren Baumes oder Bauwerks liegt. Zu nah dürfen Bäume mit flachem Wurzelwerk, wie z.B. Birken, aber nicht in Gewässernähe wachsen, da die Wurzeln die Teichfolie durchstoßen können.

Mindesttiefe einhalten:

Ein Teich sollte nicht zu klein angelegt sein, wenn Fische oder andere Lebewesen dauerhaft darin leben sollen. Größere Teiche unterliegen schließlich geringeren Temperaturschwankungen, was grundsätzlich besser für das ökologische Gleichgewicht ist. Wichtig ist zudem auch, dass Sie beim Anlegen eines naturnahen Teiches auf eine Mindesttiefe achten, damit die tierischen Bewohner ohne Probleme den Winter überstehen. Als Richtwert können Sie sich an eine Mindesttiefe von 80 cm halten. Dies sollte hierzulande ausreichen, damit das Gewässer nicht komplett durchfriert. Einen Teich ohne Fische können Sie natürlich kleiner anlegen.

Filtersystem einbauen:

Wenn Sie Fische in dem Gewässer haben möchten, müssen Sie sich aber auch bewusst sein, dass ihre Ausscheidungen das natürliche Klärsystem überfordern, zudem fressen sie die natürliche Kläranlage. Der Einbau eines Filtersystems für die Aufrechterhaltung der Wasserqualität ist in diesem Fall also unbedingt erforderlich, damit das Ökosystem Teich gesund bleibt.

2 Möglichkeiten zur Umsetzung

1. Teich anlegen mit Hilfe von einem Kunststoffbecken:

Gartenteich Teichbecken Die schnellste und einfachste Möglichkeit stellen Gartenteiche aus fertigen Kunststoffbecken dar. Neben dem einfachen Aufbau ist ihre Robustheit ein weiterer Vorteil. Auf der anderen Seite führt die geringe Größe früher oder später zu einer Verschlechterung der Wasserqualität. Dies macht eine kontinuierliche Wartung sowie eine Generalüberholung nach einigen Jahren erforderlich. Letztere umfasst das Austauschen des Wassers sowie das Entfernen des Schlammes.

2. Teich anlegen mit Teichfolie:

Gartenteich Teichfolie Für das Anlegen eines Gartenteichs mit Teichfolie ist etwas mehr handwerkliches Geschick gefragt. Es empfiehlt sich, den Boden in Stufenform auszuheben. Hierbei ist wichtig, dass die Grube von der Bodenmitte bis zum oberen Rand ein Steigungsverhältnis von 1:3 aufweist. Auf dem umgestalteten (modellierten) Untergrund müssen Sie dann eine Schicht aus Sand auftragen, um Unebenheiten auszugleichen. Falls nötig, ist das Anbringen eines Schutzgitters gegen Mäuse und andere Nagetiere ratsam.

Als nächstes müssen Sie ein Teichvlies auf die vorherige Schicht legen, bevor Sie die Teichfolie einsetzen können. Diese möglichst faltenfrei verlegen. Zudem müssen Sie darauf achten, dass der Rand der Folie nach oben zeigt, um zu verhindern, dass Wurzeln in den Teich hineinwachsen können. Das günstige Material ist Kunststoff, die Variante mit Kautschuk hat einen ökologischen Vorteil. Zudem geben Kunststofffolien Stoffe ab, die auch ins Wasser geraten.

Wenn das Fertigbecken installiert beziehungsweise die Teichfolie ausgelegt ist, ist der Bau des Gartenteiches noch nicht abgeschlossen. Es fehlt noch wichtiges technisches Zubehör. Hierzu zählen in erster Linie die Pumpe und der Filter. Welche Art und Größe benötigt werden, hängt wiederum von der Größe und der geplanten Nutzung des Teiches ab.

Wichtige Kostenfaktoren im Überblick

Teichpumpe:

Die Wahl der richtigen Pumpe ist nicht einfach, da sie vielfältige Aufgaben im Teich übernimmt. Zusammen mit dem Filtersystem sorgt eine Pumpe dieser Webseite zufolge für die Aufrechterhaltung des Ökosystems im Gartenteich. Weitere Aufgaben sind die Förderleistung sowie die Wasserbelüftung und die Zirkulation. Eine Pumpe muss deshalb unbedingt eine entsprechende Qualität aufweisen, damit sie möglichst lange läuft und im Idealfall wenig Wartung benötigt.

Ferner ist es wichtig, dass sie nicht zu viel Strom verbraucht. Also überlegen Sie sich ganz genau, was für eine Pumpe Sie sich zulegen. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, etwas mehr Geld zu investieren. Mit einem billigen Pumpenmodell sparen Sie zwar Geld, dafür haben sie häufig aber auch einen höheren Stromverbrauch. Moderne, technisch aktuellere Pumpen, wie sie z.B. bei www.amazon.de angeboten werden, sind also auf Dauer günstiger. Ein gutes Beispiel dafür, wie teuer eine Billigpumpe mit der Zeit werden kann, habe ich auf www.naturagart.de gefunden. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel man drauf zahlen muss, wenn man eigentlich Geld sparen wollte.

Stromkosten:

Aus dem vorhergehenden Punkt ergibt sich schon der nächste wichtige: behalten Sie immer die Stromkosten im Auge. Neben der Kalkulation der Aufwendungen für den Betrieb der Filteranlage und der Pumpe kommen schließlich auch noch Stromkosten für den Betrieb von Lampen zur Teichbeleuchtung hinzu. Wer also nicht umfallen möchte, wenn die Stromrechnung ins Haus geflattert kommt, dem rate ich als Teichbesitzer regelmäßig den Stromtarif zu überprüfen. Am einfachsten bei den üblichen Verdächtigen im Internet, wie Verivox & Co. (www.verivox.de/stromvergleich).

Übrigens:

Planen Sie auch genügend Geld für dekorative Elemente wie z.B. Statuen, Zierpflanzen oder verzierte Steine ein. Obendrein kostet natürlich auch die Instandhaltung einiges an Geld.


Foto1: © toa555 - Fotolia.com, Foto2: © D. Ott - Fotolia.com, Foto3: © jeantrekkeur - Fotolia.com

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