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Weidenröschen – bienenfrendliche Staude mit imposanter Blüte

Das Weidenröschen ist nicht nur ein Blickfang im Garten, sondern auch Nutzpflanze und Anziehungspunkt für Bienen und Insekten.

weidenröschen
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Das Weidenröschen (Epilobium) gehört zu den Nachtkerzengewächsen und ist Überbegriff für zahlreiche Gattungen und Arten. Wie viele es genau sind, ist nicht ganz klar. Schätzungen zufolge wird vermutet, dass es sich um rund 200 verschiedene Arten handelt. Die Arten untereinander entwickeln zusätzlich noch einmal Hybride. Für den Garten ist das Weidenröschen vor allem durch seine zarte Schönheit beliebt.

Herkunft und Heimat des Weidenröschens

Die Herkunft der Weidenröschen lässt sich kaum nachverfolgen, dies hat mehrere Gründe. Durch die vielseitigen Arten tauchen die kleinen Pflanzen überall mit einem anderen Aussehen auf. Gleichzeitig erobern sie schon seit Jahrhunderten Wälder und Lichtungen. Zu finden sind Weidenröschen heute auf der ganzen Welt. Auch in Europa sind sie weit verbreitet. Unter anderem findet man die Stauden an Gebüschen, aber auch am Waldrand, sowie an Gewässern oder auf einem felsigen Untergrund. Dabei ist immer zu bedenken, dass die unterschiedlichen Arten auch verschiedene Ansprüche an den Boden und die Umgebung haben. Hinweise zu Standort und Pflege lassen sich daher nur allgemeingültig geben.

Weidenröschen im Garten – der passende Standort

Die Pflanzen sind sehr anpassungsfähig, zeigen jedoch das beste Wachstum an einem Standort, der sonnig bis halbschattig ist. Der Boden sollte Feuchtigkeit gut aufnehmen und speichern können, also am besten sandig bis lehmig sein. Auch bei einem Kiesboden kann sich das Weidenröschen ansiedeln. Weidenröschen sind winterhart, sie halten Temperaturen von über -30°C stand.

Weißblühendes Weidenröschen
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Weißblühendes Weidenröschen (Epilobium angustifolium forma albiflorum)
Wuchs: aufrechte Stängel, bildet Ausläufer
Wuchshöhe: 60 – 150 cm
Wuchsbreite: 50 – 60 cm
Besonderheiten: sehr winterhart, Nahrungsquelle für viele Insekten
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: trocken bis frisch, durchlässig, nährstoffarm, sauer/kalkfrei
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Weidenröschen – das ist beim Pflanzen wichtig

Weidenröschen werden am besten ab März gepflanzt, wenn Sie Samen haben, können diese auch schon im September in den Boden. Bitte bedenken Sie, dass die Stauden wegen ihres krautigen Wuchses Platz brauchen – Pflanzabstand 50 cm. Weitere wichtige Aspekte bei der Pflanzung:

  • Der Boden sollte feucht und kalkarm sein, steinige Untergründe sind auch möglich.
  • Der Standort ist sonnig oder liegt im Halbschatten.
  • Weidenröschen brauchen mäßig viel Feuchtigkeit.
  • Der Boden muss nicht gedüngt werden, im Frühjahr kann das Wachstum durch Kompost angeregt werden.
  • Die Pflanzen sind mehrjährig und vermehren sich gut selbst.

Weidenröschen als Nutzpflanze

Die Weidenröschen haben unterschiedliche Eigenschaften, die sie zu Nutzpflanzen werden lassen. So wurden zum Beispiel die kleinen Haare, die sich an den Samnen befinden, schon vor Jahrhunderten von den Indianern für die Fertigung von Decken genutzt. Auch im Bereich Nahrungsmittel werden Weidenröschen genutzt. Vom Epilobium angustifolium beispielsweise werden die Blätter gerne für Salate verwendet. Dies ist auch einer der Gründe, warum Weidenröschen häufig im Kräutergarten zu finden sind. Außerdem sind Weidenröschen ein Magnet für Bienen. Der Honig, den die Bienen aus den Pollen herstellen, hat eine angenehme Süße und gilt als besonders schmackhaft.

Krankheiten und Schädlinge am Weidenröschen erkennen

Wenn es um Krankheiten und Schädlinge geht, dann sind Weidenröschen relativ anfällig. Gerade Bakterien oder Pilze fühlen sich bei den Pflanzen wohl. Zu erkennen ist ein Befall mit Pilzen an den Flecken, die sich auf den Blättern bilden. Gerade weil es Weidenröschen recht feucht mögen, bieten sie eine optimale Grundlage für die Entwicklung von Pilzen. Um gegen den Befall vorgehen zu können, sollten die Pflanzen regelmäßig belüftet werden. Auch Rostpilze sind häufiger auf Weidenröschen zu finden. Zeigen sich hier die ersten Anzeichen an den Blättern, dann hilft es nur noch diese zu entfernen. Auf diese Weise kann noch verhindert werden, dass die Krankheit auf die anderen Blätter weiter übergeht.

Sorten der Weidenröschen

Mehr als 200 verschiedene Arten der Weidenröschen gibt es inzwischen. Wie viele es genau sind, ist nicht sicher. Da es immer wieder auch Kreuzungen unter den einzelnen Arten gibt, lässt sich vielleicht sogar hier und da noch ein Weidenröschen in einem ganz besonderen Design entdecken. Zu den beliebtesten Varianten, die auch im Garten zum Einsatz kommen, gehören Epilobium angustifolium. Sie sind auch als Wald-Weidenröschen bekannt und haben eine schöne und kräftige pinke Farbe. Die Blüten stehen den gesamten Sommer über und haben eine beeindruckende Intensität und Leuchtkraft.

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