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Weigelie – pflegeleichter Zierstrauch für den Garten

Mit Weigelien holen Sie sich pflegeleichte, blühfreudige Ziersträucher in den Garten. Was Sie zur Pflege wissen müssen, lesen Sie hier.

Weigelie
Blütenflor einer Weigelie. © Martina / stock.adobe.com

Blühende Sträucher werden in Parks und Gärten schnell zum Hingucker. Umso besser, wenn es sich um eine genügsame und pflegeleichte Weigelie (Weigela) handelt. Weigelien zählen zu den Geißblattgewächsen und haben sich weltweit als Ziersträucher etabliert. Ist der Flieder verblüht, setzt die Weigelie den Blütenreigen fort. Aufgrund der zahlreichen Sorten variieren die Blütenfarben von weiß über gelb bis rot, hell-und dunkelrosa.

Häufig überraschen die Pflanzen sogar mit einer Zweitblüte im Spätsommer.

Kurze Übersicht

Weigelie (Weigela)
Wuchsgeschwindigkeit: 10 – 40 cm im Jahr
Wuchshöhe: 100 – 300 cm
Wuchsbreite: 130 – 300 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: normaler Gartenboden, fruchtbar, durchlässig
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Standort

Wenn Sie sich an den zahlreichen Blüten der Weigelie erfreuen möchten und auf eine spätsommerliche Nachblüte hoffen, ist ein sonniger Standort Voraussetzung. Bereits im Halbschatten angepflanzt, reagieren die Pflanzen oft blühfaul und wachsen eher kümmerlich.

Die Weigelie macht in Einzelstellung eine gute Figur, kann aber auch in Gesellschaft mit Rhododendron, Azaleen oder Hartriegel überzeugen.

Tipp: Sehr gut lässt sich die Weigelie in eine Blütenhecke aus Falschem Jasmin und Tamarisken eingruppieren.

Boden

Wichtig für die Blütenbildung ist auch ein nährstoffreicher Boden, der zudem gut durchlässig und nicht zu trocken sein sollte. Besitzen Sie ein lehmhaltiges Substrat und der Boden neigt zur Verdichtung, mischen Sie etwas Sand unter die Erde.

Weigelie pflanzen

Die idealen Zeitpunkte für die Pflanzung sind der Frühling und der Herbst.

Die Pflanzung Schritt für Schritt:

  • Standort bestimmen
  • Wurzelballen wässern
  • Pflanzabstände beachten
  • Boden auflockern, säubern, ggf. mit Sand mischen
  • Pflanzloch ausheben, in doppelter Größe des Wurzelballens
  • Weigelie einsetzen
  • Substrat auffüllen
  • Erde gut andrücken
  • Weigelie angießen
Tipp: Weigelien wachsen jährlich zwischen 30 und 50 Zentimeter. Beachten Sie einen ausreichenden Pflanzabstand.

Weigelie gießen

Unmittelbar nach der Pflanzung wird regelmäßig gegossen. Erwachsene Pflanzen benötigen nur bei anhaltender Trockenheit eine Bewässerung. Achten Sie darauf, die Pflanze nicht zu stark zu gießen, denn Staunässe wird nicht vertragen. Vor einer erneuten Wassergabe sollte das Substrat auf der Oberfläche angetrocknet sein.

Weigelie düngen

Versorgen Sie die Weigelie im zeitigen Frühjahr mit Dünger. Eine Portion Kompost, der in den Boden eingearbeitet wird, regt die Knospenbildung an. Alternativ können Sie auch einen handelsüblichen Blühpflanzendünger verwenden.

Eine Mulchschicht im Frühling kann die Pflanze vor zu starker Austrocknung schützen.

Weigelie schneiden

Damit Sie im August nicht vergeblich auf eine Zweitblüte hoffen, sollten Sie die Triebe unmittelbar nach der ersten Blüte stutzen. Dies schützt gleichzeitig vor dem Vergreisen der Pflanze.

Die Pflanze ist gut schnittverträglich. Damit den jungen Trieben mehr Raum gegeben wird, sollten Sie einen Auslichtungsschnitt durchführen. Schneiden Sie dafür verholzte Äste komplett zurück.

Wurden die Sträucher über einen längeren Zeitraum nicht geschnitten und sind unansehnlich geworden, kann die komplette Staude auf etwa 20 Zentimeter zurückgeschnitten werden. Auf die Blüten werden Sie dann allerdings eine Saison lang verzichten müssen. Die Weigelie blüht nicht an jungen Trieben.

Weigelie vermehren

Die Weigelie kann problemlos durch Stecklinge vermehrt werden. Im Sommer können die Stecklinge geschnitten werden. Entscheiden Sie sich hierbei für kräftige Triebe, die eine Länge von 15 bis 20 Zentimetern besitzen sollten.

Damit der Steckling im Boden nicht zu faulen beginnt, entfernen Sie die unteren Blätter und belassen nur ein bis zwei Blattpaare am Trieb. Der Steckling wird in Anzuchterde im Pflanztopf bewurzelt.

Stecklinge sollten regelmäßig gegossen werden und im Haus überwintern, damit der Kübel nicht durch friert. Im kommenden Frühjahr dürften die Jungpflanzen gut angewurzelt sein und können nach den Eisheiligen an ihren endgültigen Standort im Freiland umziehen.

Weigelie im Winter

Die robusten Pflanzen kommen gut über den Winter und sind nicht auf einen extra Winterschutz angewiesen.

Wird die Weigelie im Kübel kultiviert, besteht auch bei ausgewachsenen Pflanzen die Gefahr der Erfrierung. Wenn das Pflanzgefäß durch friert, können keine Nährstoffe aus dem Boden mehr aufgenommen werden. Versehen Sie den Pflanzkübel daher mit einer Lage Laub oder Reisig. Eine Unterlage aus Holz oder Styropor schützt das Pflanzgefäß vor dem Eindringen von Bodenfrost. Alternativ überwintern Sie die Kübelpflanze hell und frostfrei im Haus.

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