Gartenpflege Boden & Kompost

Welche Erde für Rosen? Tipps zu den Bodenansprüchen!

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Eignet sich jeder Boden als Rosenstandort? Gewisse Voraussetzungen müssen gegeben sein. Andernfalls hilft eine Bodenverbesserung, die wir Ihnen hier vorstellen.

Prächtiger Edelrosenstrauch
Rosen gedeihen besonders gut auf einem nährstoffreichen und luftdurchlässigen Boden.

Wie schnell und prächtig sich eine Rose im Garten entwickelt, das hängt maßgeblich von der Bodenbeschaffenheit ab. Dabei sehen sich Hobbygärtner nicht selten vor ein Problem gestellt. Die einen haben einen Sandboden in ihrem Garten, die anderen einen schweren oder sauren Boden. Welcher ist für den Rosenanbau besser geeignet, und wie können Sie einen weniger geeigneten Boden als Standort für Ihre Rosen verbessern? Wir wollen Ihnen auf diese Fragen hier einige Antworten geben.

Sandböden sind keine idealen Rosenstandorte

Sandige Böden trocknen schnell aus und können schlecht Nährstoffe speichern. Daher sind sie als Standort für Rosen nicht gerade ideal. Auf Rosen in Ihren Garten müssen Sie deshalb aber nicht verzichten. Immerhin können Sie diesen Boden mit geringem Aufwand für die Rosenpflanzung verbessern. Und so geht das:

Bentonit besteht aus verschiedenen Tonmineralien. Er erhöht die Speicherfähigkeit von Wasser und lebensnotwendiger Nährstoffe.

  1. Heben Sie die Pflanzloch mindestens 70 Zentimeter im Kubik aus.
  2. Nun arbeiten Sie in Ihren Aushub Kompost und Bentonit ein (hier im Sortiment).
  3. Danach pflanzen Sie die Rose. Denken Sie jedoch daran: die Veredelungsstelle muss sich anschließend 5 Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche befinden.

Schwere Böden sind wenig luftdurchlässig

Schwere Böden verfügen über einen guten Nährstoffhaushalt. Außerdem binden sie das Wasser gut. Somit bieten Sie hervorragende Voraussetzungen für den Rosenanbau. Dennoch gibt es einen Wermutstropfen: es mangelt mit der Durchlüftung des Bodens. Aber auch dafür gibt es Abhilfe.

  1. Sie heben ein Pflanzloch, ebenfalls 70 Zentimeter im Kubik, aus.
  2. Anschließend arbeiten Sie in den Aushub groben Sand, Kies oder Splitt ein.
  3. Bevor sie die oberen 40 Zentimeter ihres Pflanzloches befüllen, vermischen Sie den Aushub bis zu 30 Prozent mit reifen Kompost. Achten Sie auf die Veredelungsstelle, die muss sich schließlich 5 Zentimeter unter der Bodenoberfläche befinden.

Stark saure Böden sind für Rosen nicht geeignet

Rosen gedeihen am besten auf einen neutralen bis schwach saurem Boden mit einem ph-Wert von 6 bis 7. ein hoher Lehmgehalt ist ebenfalls ein gutes Zeichen. Saure Böden, deren pH-Wert unter 6 liegt können Sie mit etwas Kalk neutralisieren. Dafür bietet der Gartenfachhandel Kalk in unterschiedlichen Formen an, wie beispielsweise Algenkalk, Kalkmergel, Muschelkalk und andere mehr. Achten Sie bei der Kalkgabe immer auf die Dosierungshinweise. Dabei sollten Sie berücksichtigen:

  • Branntkalk ist für die Verbesserung des Bodens für Rosenstandorte ungeeignet. Er wirkt zu scharf.
  • Sollten Sie Ihren Boden zu viel Kalk geben, können Ihre Rosenblätter Chlorose bekommen. Die Blätter werden dann gelb aus Eisenmangel. Denn Kalk hält im Boden das Eisen zurück. Diese Element steht dann den Wurzeln nicht mehr zur Verfügung.
  • In diesem Fall ist es ratsam, eine Bodenprobe zu entnehmen und von einem Labor untersuchen zu lassen.

Pflanzen Sie keine „Rosen auf Rosen“

„Keine Rosen auf Rosen“, das heißt: Wo immer Sie Rosen auf einen Standort pflanzen, auf dem zuvor schon Rosen standen, erleidet die Königin der Blumen eine unheilbare Wachstumsdepression, die zum Absterben der Pflanze führen kann. Diese Phänomen wird als „Bodenmüdigkeit“ bezeichnet. Was können Sie dagegen tun?

Was ist Bodenmüdigkeit?
Es wird vermutet, dass spezielle Ausscheidungen der Rosenwurzeln die Bodenmüdigkeit verursachen, die in Wechselwirkung mit Bodenbakterien und Nematoden stehen. Diese Erscheinung ist auch unter der Bezeichnung „Nachbaukrankheit“ bekannt.

  • Sie müssen an der Stelle, wo schon einmal Rosen standen, den Boden großzügig austauschen. Dafür heben sie eine Grube 70 Zentimeter im Kubik aus und füllen diese mit frischer Erde.
  • Außerdem kann auf den Stellen, auf denen vorher verwandte Rosengewächse wie Apfel, Birne oder Erdbeeren standen, möglicherweise auch Bodenmüdigkeit auftreten. Deshalb ist zu empfehlen auch auf diesen Stellen einen Bodenaustausch durchzuführen.

Foto1: © dvoevnore - Fotolia.com

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