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Wüstenrose pflegen: Standort und Tipps zum Gießen und Düngen

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Die Wüstenrose ist eine exotische Pflanze aus Ostafrika, die immer öfter heimische Fensterbänke erobert. Richtig gepflegt, darf sie im Sommer sogar in den Garten oder auf den Balkon.

Wüstenrose
© alchemist9 – Fotolia.com

Die Wüstenrose ist eine Steppenpflanze, die aufgrund ihrer Herkunft mit Hitze und Trockenheit gut zurecht kommt. Sie ist eigentlich ein Strauch, sieht aber mit dem verdickten Stamm wie ein Baum aus. Bei voller Sonne bildet die Wüstenrose eine faszinierende Blütenpracht. Die Blüten können je nach Sorte gefüllt oder ungefüllt, weiß, rosa, rot oder mehrfarbig sein.

Die Wüstenrose kann in ihrer Heimat über vier Meter hoch werden! Der Stamm erreicht dabei einen großen Umfang von mehr als zwei Metern und nimmt ganz unterschiedliche Formen an. Als Zimmer- und Zierpflanze erinnert sie eher an einen Bonsai. Sie wächst natürlich deutlich langsamer als in Afrika und bleibt klein.

Wüstenrosen, die Sie hier kaufen können, sind oft auf Oleander aufgepfropft. Die Pflege ist dadurch sehr einfach. Nur leider geht deshalb der typische Wuchs des Stamms verloren. Oleander und Wüstenrosen gehören beide zur Familie der Hundsgiftgewächse.

Hier gedeiht die Wüstenrose am besten

Standort:

Die Wüstenrose ist grundsätzlich anspruchslos und pflegeleicht. Wichtig ist ein Standort mit viel Sonne. Im Zimmer steht sie am besten an einem Süd- oder Südwestfenster. Von Mai bis Oktober können Sie die Pflanze aber auch nach draußen stellen. Hier ist ein Sonnenplatz ebenfalls sinnvoll. Beachten Sie nur, dass die Wüstenrose keine Zugluft verträgt.

Sobald die Temperaturen nachts unter 15° C sinken, muss die Pflanze wieder ins Zimmer. Im Winter ist die Wüstenrose in einem möglichst hellen Innenraum mit einer Temperatur um zehn Grad gut aufgehoben. Heizungsluft schadet ihr nicht, es kann aber sein, dass sie dann im nächsten Jahr weniger blüht.

Boden:

Man unterscheidet wurzelechte und aufgepfropfte Wüstenrosen. Die wurzelechte Wüstenrose wächst in einer Mischung aus je 50 Prozent Erde und Sand. Aufgepropfte Pflanzen setzen Sie in normale Blumenerde (Anleitung Wüstenrose pflanzen).

Umtopfen ist bei dem langsamen Wachstum nur sehr selten nötig. Wenn doch: Nach dem Umtopfen nicht angießen! Hier eine Anleitung zum Umtopfen einer Wüstenrose.

So pflegen Sie die Wüstenrose richtig

Gießen:

Die Wüstenrose braucht in der richtigen Dosierung Wasser, das sie im Stamm speichert. Gießen Sie im Sommer häufiger, aber vermeiden Sie unbedingt Staunässe. Zu viel Wasser führt nämlich dazu, dass der Stamm fault.

Die Wüstenrose wirft im Herbst die Blätter ab und stellt das Wachstum ein. Dieser Vorgang heißt bei der typischen Wüstenpflanze Trockenruhe und ist wichtig, damit die Pflanze gut durch die lichtarmen Monate kommt. In den Wintermonaten benötigt die Pflanze deshalb auch nur sehr wenig bis gar kein Wasser.

Im Frühjahr beginnt sie wieder deutlich zu wachsen. Ab März bilden sich dann auch die ersten Blüten. Ab diesem Zeitpunkt gießen Sie nach und nach mehr. Wenn alle Blätter vorhanden sind und die Wüstenrose viele Blüten trägt, halten Sie das Substrat immer leicht feucht. Aber auch hier gilt: Besser zu wenig als zu viel!

Düngen:

Die Pflanze blüht von März bis Oktober ausdauernd und üppig. Geringe Gaben von Kakteendünger unterstützen die Blühfreudigkeit.


Foto1: © alchemist9 - Fotolia.com

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