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Wüstenrose umtopfen – So gedeiht sie auch im neuen Topf gut

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Wüstenrosen wachsen zwar nur langsam, dennoch müssen sie auch mal umgetopft werden. Doch wann, wie und wie oft? Das alles erfahren Sie hier.

Wüstenrosen müssen nicht oft umgetopft werden
Wüstenrosen müssen nicht oft umgetopft werden
Früher oder später wird es selbst für die langsam wachsende Wüstenrose (Adenium obesum) zu eng im Kübel und Sie müssen das prachtvolle Gewächs umtopfen.

Aber wie oft ist der pflanzliche Wohnungswechsel sinnvoll? Wann ist die beste Zeit dafür? Und wie funktioniert das Umtopfen ganz konkret? Das sind alles einfach zu beantwortende Fragen.

Wie oft umtopfen?

Das gemächliche Wachstum der Wüstenrose macht jährliches Umtopfen überflüssig. Warten Sie, bis der Boden mehr oder weniger vollständig durchwurzelt ist. Das neue Gefäß sollte dann um ein Viertel größer sein als der bisher verwendete Kübel. Nach dem Umtopfen können Sie im Durchschnitt drei Jahre warten, bis der nächste pflanzliche Wohnungswechsel fällig ist.

Wann umtopfen?

Topfen Sie Ihre Wüstenrose im Frühjahr vor Beginn des Austriebs um. Stellen Sie außerdem sicher, dass die Pflanze genügend Wasser gespeichert hat. Der Grund: Falls es beim Umtopfen zu Verletzungen der Wurzeln kommt, sollte die Wüstenrose danach etwa eine Woche nicht gegossen werden. Sie erkennen den gefüllten Wasserspeicher an der Konsistenz der Caudex (verdickte Wurzelbasis). Fühlt sich die Caudex straff und fest an, ist sie prall gefüllt und das bedeutet: Grünes Licht zum Umtopfen.

Wie umtopfen?

❶ Umfassen Sie die Wüstenrose an der Caudex und ziehen Sie die Pflanze senkrecht aus dem Kübel. Das kann ein wenig Kraft erfordern, wenn die Wurzeln bereits starken Druck auf die Wände des Pflanzgefäßes ausüben.

❷ Nun schütteln und reiben Sie das haftende Substrat von den Wurzeln ab und prüfen, ob faulende Stellen vorhanden sind. Diese entfernen Sie mit einem scharfen, zuvor desinfizierten Messer.

❸ Geben Sie als Nächstes eine drei Zentimeter starke Drainage-Schicht in den Kübel. Sie können dafür Bims, Tonscherben, Lavagranulat oder Vulkanglas wie Perlit verwenden.

❹ Überschüssiges Material mischen Sie unter gewöhnliche Gartenerde und haben damit gleich das richtige Substrat für die Wüstenrose parat.

❺ Füllen Sie jetzt ein wenig von diesem Gemisch in den Kübel und stellen Sie die Wüstenrose darauf. Die Wurzeln sollten nicht über den Rand des Gefäßes herausragen, sondern etwas tiefer sitzen. Verteilen Sie das Substrat um den Wurzelballen und die Arbeit ist getan.

Wie Sie eine komplett neue Wüstenrose pflanzen, erfahren Sie in unserem Beitrag Wüstenrose pflanzen: Optimale Bedingungen für die exotische Pflanze im Überblick.

Tipp:
Wenn Sie weißes Perlit oder weißen Kies übrig haben, geben Sie diesen Rest als dekorative Schicht auf das Substrat. Der farbliche Kontrast mit den rosafarbenen Blüten der Wüstenrose wird Sie begeistern.


Foto1: © seksan44 - Fotolia.com

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