Wenn Sie einen richtig schicken Hingucker im Garten haben möchten, dann sollten Sie Zierlauch pflanzen. Hier 5 Tipps, die Sie dabei beachten sollten.

Zierlauch im Garten – ein schöner Hingucker

Wenn die absolut imposant wirkenden Blumenkugeln, die sich wuchtig auf ihren dünnen Stängeln platzieren, alljährlich in den Gartenanlagen zum Erblühen kommen, können wir uns kaum an ihnen sattsehen. Weshalb der Zierlauch (Allium) schon seit vielen Jahren zu den beliebtesten Pflanzen in unseren Gärten zählt.

Wenn auch Sie sich diese wunderschöne Pflanze in den Garten holen wollen, dann sollten Sie sich am besten an die nachfolgenden Tipps halten. Diese erklären Ihnen, was Sie beim Anpflanzen von Zierlauch und der nachfolgenden Pflege dessen beachten müssen.

Welche Zierlauch-Sorten gibt es?

Vorab möchten wir aber erst einmal klären, welche Sorten des Zierlauchs es so gibt. Die Grundform des Zierlauchs blüht in einem leuchtenden Lilaton, was sie ein wenig magisch erscheinen lässt. Inzwischen werden aber auch Zierlauch-Sorten in Rosa und Weiß angeboten. Neueste Züchtungen erfreuen ihre Betrachter jüngst auch mit unterschiedlich geformten Blumenkugeln sowie in den weiteren Blütenfarben Blau, Gelb und Pink.

Sorten im Überblick

  • Nickender Lauch (Allium cernuum)
  • Riesen Lauch (Allium giganteum)
  • Schuberts Lauch (Allium schubertii)
  • Kugellauch (Allium sphaerocephalon)
  • Sternkugel Lauch (Allium christophii)
  • Bulgarischer Honiglauch (Nectaroscordum siculum ssp. bulgaricum)
  • Goldlauch (Allium moly)
  • Schwarzer Lauch (Allium nigrum)
  • Blauzungen Lauch (Allium karataviense)
  • Blaulauch (Allium caeruleum)
  • Schwarzpurpurner Lauch (Allium atropurpureum)

💡 Übrigens
Zur Gattung der Zierlauche gehören noch der bekannte Schnittlauch, der Bärlauch, Frühlingszwiebeln und der Knoblauch! Beim Schnittlauch handelt es sich sogar um eine kleinere Variante des Zierlauchs. Denn dieser bildet nämlich auch kleine, buschige Blüten. Sie können also als Lückenfüller auch Schnittlauch zwischen Blumen pflanzen.

Zierlauch pflanzen – 5 wichtige Tipps

Zierlauch pflanzen Welche Sorten gibt es?
Zierlauch ist ein echter Hingucker | © Christian Müller / stock.adobe.com

Tipp 1: Standort, Pflanzzeit, Boden und Pflanztiefe

Die meisten Zierlauch-Arten bevorzugen einen sonnigen Standort und einen lockeren, humosen sowie gut durchlässigen Boden. Gepflanzt werden die Zwiebeln im Herbst, idealerweise von September bis November, solange der Boden noch frostfrei ist. Bei schweren Böden hilft eine Schicht Sand oder feiner Kies im Pflanzloch, damit Wasser gut ablaufen kann.

Die Pflanztiefe richtet sich nach der Größe der Zwiebel: Als Faustregel gilt, die Zwiebel etwa zwei- bis dreimal so tief zu setzen, wie sie hoch ist. Große Zierlauch-Zwiebeln kommen dadurch etwa 20 bis 25 cm tief in die Erde, kleinere Sorten entsprechend flacher. Je nach Sorte reichen zwischen den Zwiebeln etwa 10 bis 30 cm Pflanzabstand. Vor dem Einpflanzen sollten die Zwiebeln fest, trocken und frei von Schimmel oder fauligen Stellen sein.

Tipp 2: Sand als Drainage einfüllen

Geben Sie, bevor Sie die Blumenzwiebeln setzen, bei schweren oder lehmigen Böden zunächst etwa 3 bis 5 cm groben Sand in das Pflanzloch. Diese Drainageschicht sorgt dafür, dass Regenwasser besser abläuft und die Zierlauch-Zwiebeln im Winter nicht zu nass liegen. So sinkt die Gefahr, dass die Zwiebeln faulen.

Tipp 3: Zierlauch im Kübel pflanzen

Zierlauch eignet sich auch für Balkon und Terrasse. Der Kübel sollte sonnig stehen, Abzugslöcher besitzen und eine Drainageschicht aus Blähton, Kies oder grobem Sand erhalten. So läuft überschüssiges Wasser besser ab und die Zwiebeln faulen nicht. Für kleinere Gefäße eignen sich kompakte Arten wie Blauzungenlauch und Goldlauch.

Tipp 4: Zierlauch im Frühjahr düngen

Damit Zierlauch kräftig austreibt und zuverlässig blüht, erhält er im Frühjahr während des Austriebs eine leichte Düngergabe. Gut geeignet sind etwas reifer Kompost, Hornspäne oder ein organischer Volldünger.

Auf normalem Gartenboden reicht eine Gabe aus. In nährstoffarmen Böden oder im Kübel kann eine zweite leichte Düngung vor der Blüte sinnvoll sein. Nach der Blüte wird nicht mehr gedüngt, damit die Zwiebel in Ruhe ausreifen kann.

Tipp 5: Samenstände bis zum Frühjahr stehen lassen

Nach der Blüte müssen die trockenen Blütenstände des Zierlauchs nicht abgeschnitten werden. Sie dürfen bis zum Frühjahr stehen bleiben, denn sie bringen auch nach der Blüte Struktur ins Beet und können Vögeln sowie Insekten nützen.

Wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist, schneiden Sie die verblühten Stängel ab, sobald sich die Samenstände gebildet haben, oder bevor die Samen ausfallen. Das Laub bleibt dagegen stehen, bis es vollständig vergilbt und eingezogen ist. So sammelt die Zwiebel Kraft für den Austrieb im nächsten Jahr.

Meine Erfahrung: Zierlauch pflanzen

Zierlauch passt besonders gut in sonnige Gartenbeete, wenn mehr Struktur und Höhe gefragt sind. Seine Blütenkugeln setzen schöne Akzente zwischen Stauden und wirken auch nach der Blüte noch dekorativ. Gleichzeitig bieten sie Bienen und anderen Insekten Nahrung.

Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, Zierlauch mit geeigneten Pflanzpartnern ins Beet zu setzen. Denn das Laub vieler Sorten wird nach der Blüte schnell gelb, vertrocknet und sieht dann nicht mehr besonders schön aus. Zwischen Frauenmantel, Storchschnabel, Katzenminze, Salbei oder lockeren Ziergräsern fällt das jedoch kaum auf. Die Begleitpflanzen verdecken die gelben Blätter und halten das Beet auch dann noch attraktiv, wenn der Zierlauch seine Hauptblüte bereits hinter sich hat.

Ringo von Gartentipps.com

Ringo ist Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

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