Wer Bärlauch mag, wird Goldlauch lieben. Denn er ist nicht nur geschmacklich ein Highlight, sondern auch optisch. Wie er angepflanzt wird, erkläre ich hier.

Wenn es darum geht, Ihrem Garten Lebendigkeit zu verleihen, können nur wenige Pflanzen mit der Schönheit des Goldlauchs mithalten. Diese Pflanze ist mit ihren leuchtend gelben Blüten und ihrer pflegeleichten Natur nämlich zu einem wahren Favoriten unter Gartenliebhabern geworden. Was diese Pflanze so besonders macht und wie Sie sie in Ihrem Garten erfolgreich kultivieren, erkläre ich Ihnen nachfolgend im Detail.

Herkunft

Goldlauch, bekannt als Allium moly, ist in Südeuropa heimisch, besonders in den Pyrenäenwäldern und Spanien. Deshalb wird er auch gerne Pyrenäen-Goldlauch genannt. Er hat zudem eine reiche Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Denn früher wurde der Goldlauch nicht nur wegen seiner Schönheit, sondern auch für seine kulinarischen und medizinischen Eigenschaften geschätzt.

Aussehen und Wuchs

Goldlauch
Die Blüten sind sogar essbar – © wiw / stock.adobe.com

Goldlauch ist eine Zwiebelpflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse, die etwa 30 Zentimeter hoch wird. Das auffälligste Merkmal dieser Pflanze sind die strahlend gelben Blüten, die von Juni bis Juli erscheinen und einen Durchmesser von etwa acht Zentimetern haben. Sie bilden einen schönen Kontrast zum dunkelgrünen Laub, das aus schmalen, glänzenden Blättern besteht. Im Gegensatz zu anderen verwandten Arten bilden sich die etwa 15 sternförmigen Blüten in Clustern auf schlanken, grünen Stielen und nicht in Form von kugeligen Blütendolden. Nach der Blütezeit zieht der Goldlauch seine Blätter komplett ein. Bis zum kommenden Frühjahr befindet er sich dann in einer Ruhezeit.

Das Besondere: Sowohl die Blüten als auch die Blätter des Goldlauchs sind essbar. Die Blätter besitzen einen feinen Lauchgeschmack, während die Blüten ein süßliches Aroma haben. Die Blätter können Sie z.B. wie Bärlauch ernten und verwenden.

Übrigens:
Die goldgelben Blüten ziehen nicht nur die Blicke auf sich, sondern auch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge sowie zahlreiche andere Insekten an. Mit dieser Pflanze können Sie also die Artenvielfalt in Ihrem Garten fördern.

Steckbrief zum Goldlauch

Goldlauch (Allium moly)
Blütenfarbe:gelb
Blütezeit:Juni bis Juli
Wuchstyp:aufrecht
Wuchshöhe:bis 30 cm
Standort:sonnig bis halbschattig
Boden:sandig bis lehmig, humusreich, trocken bis mäßig feucht
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Der ideale Standort

Der ideale Standort für den Goldlauch ist ein sonniger bis halbschattiger Platz. Zu viel Sonne bekommt der Pflanze nicht, denn diese kann die Blattspitzen verbrennen. Der Goldlauch bevorzugt zudem ein warmes Klima und viel Licht, um seine volle Blütenpracht zu entfalten.

Der passende Boden

Goldlauch gedeiht nahezu auf allen Böden. Er ist deshalb sowohl im Blumenbeet gut aufgehoben als auch die richtige Pflanze für den Steingarten. Am besten gedeiht das Zwiebelgewächs jedoch in einem humosen und trockenen Boden. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass keine Staunässe entsteht, denn diese könnte die Zwiebeln faulen lassen.

Tipp:
Schwere Böden können Sie mit etwas Sand auflockern und somit durchlässiger machen.

Goldlauch pflanzen

Goldlauch
Goldlauch gedeiht nahezu auf allen Böden – © ziopoldaccio / stock.adobe.com

Möchten Sie sich den Goldlauch in den Garten holen, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

Generell bietet es sich an, den Goldlauch in Gruppen mit 10 bis 15 Pflanzen zu pflanzen. Sie können ihn aber auch im Kübel pflanzen und sich den goldgelben Hingucker so auf den Balkon oder die Terrasse holen. Wichtig ist nur, dass Sie den Goldlauch in einen ausreichend großen Topf pflanzen.

Pflege des Goldlauchs

Bewässerung:

Goldlauch benötigt eine mäßige Bewässerung. Während der Wachstums- und Blütezeit sollten Sie den Boden gleichmäßig feucht halten. Er sollte jedoch nicht zu nass sein. Prinzipiell gilt: Gießen Sie seltener, aber dafür gründlich und durchdringend. Das sorgt dafür, dass die Pflanzenwurzeln in tiefere Bodenschichten vordringen und der Goldlauch so Trockenperioden besser übersteht.

Düngung:

Düngen Sie den Goldlauch im Frühjahr mit einem ausgewogenen, langsam freisetzenden Dünger, um das Wachstum und die Blüte zu fördern.

Rückschnitt:

Nach der Blüte ist es wichtig, verblühte Stängel zu entfernen. Dies fördert die Bildung von Samen und sorgt somit für eine erfolgreiche Ausbreitung der Pflanze.

Überwinterung:

Der Goldlauch ist winterhart und benötigt keine besonderen Überwinterungsmaßnahmen. Die Zwiebeln können über den Winter im Boden bleiben. Sie müssen auch keinen Winterschutz in Form von Vlies oder Reisig ausbringen.

Krankheiten und Schädlinge bekämpfen

Der Goldlauch ist relativ unanfällig für Krankheiten. Gelegentlich können jedoch Zwiebel- oder Wurzelfäule bei zu nasser Haltung auftreten. Vorbeugung ist deshalb der beste Schutz. Achten Sie auf eine gute Drainage und vermeiden Sie Staunässe. Bei einem Befall sollten Sie befallenes Pflanzenmaterial entfernen und entsorgen.

Goldlauch vermehren

Goldlauch lässt sich leicht durch Samen vermehren. Hierfür müssen Sie noch nicht einmal etwas unternehmen, denn die Pflanzen werfen die Samen automatisch ab. Lediglich, wenn Sie an einem anderen Ort im Garten Goldlauch pflanzen möchten, sollten Sie die Samen gezielt an Ort und Stelle ausbringen. Beachten Sie dabei, dass der Goldlauch ein Kaltkeimer ist, sprich die Samen einen Kältereiz benötigen.

Alternativ zur Vermehrung über Samen können Sie den Goldlauch auch durch das Abtrennen der Tochterzwiebeln von der Mutterzwiebel vermehren. Die beste Zeit hierfür ist nach der Blütezeit, wenn die Blätter zu welken beginnen. Schon im nächsten Jahr werden Sie sich dann an der Blüte der neuen Pflanzen erfreuen können.

Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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