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Zitronengurken anbauen – So wird’s gemacht

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Die weiß-fleischigen Zitronengurken zählen noch immer zu den Raritäten im Gartenbeet. Wir verraten Ihnen aber hier, wie Sie Zitronengurken anbauen können.

© TwilightArtPictures - Fotolia.com

Zitronengurken sind etwas ganz Besonderes. Dennoch sind Sie noch nicht in vielen Gärten zu finden und das, obwohl sie mit ihrem frisch-fruchtigen Geschmack jedem Gartensalat eine exotische Note verleihen können.

Interessant wirkt vor allem auch ihre runde Wuchsform, die über eine auffällig zitronengelbe Schale verfügt. Und da die Schale optimal für den Verzehr geeignet ist, lässt sich mit der Zitronengurke zugleich ein wenig Farbe in jedes Salatgericht bringen.

» Tipp:

Leicht süßlich schmeckende Zitronengurken sind aufgrund ihres hohen Wassergehaltes obendrein als optimaler Durstlöscher geeignet und können deshalb – ähnlich wie ein Apfel – auch beim Sport oder bei Ausflügen verzehrt werden.

Zitronengurken anbauen – So wird’s gemacht

Die Zitronengurke können Sie entweder über Samen selbst heranziehen (Keimzeit circa 1,5 Wochen), oder aber als Samentüte oder Pflänzchen im Fachhandel kaufen. Ein vollsonniger, möglichst windgeschützter Standort garantiert dabei einen guten Wuchs der Pflanze und eine ausgezeichnete Reife. Obendrein bevorzugen die Zitronengurken einen nährstoffreichen, möglichst lockeren Boden.

Eigenanzucht:

Bei der Eigenanzucht sollte die Aussaat des Samens ab Mitte März in Töpfchen am Fensterbrett (Zimmertemperatur zwischen circa 15 und 20 Grad) oder ab Mai (nach den Eisheiligen) unmittelbar im Freiland erfolgen. In beiden Fällen müssen Sie das Saatgut (circa 3 Saatkörner) etwa 2 Zentimeter tief in die Erde hineindrücken. Beachten Sie bei der Freilandpflanzung aber unbedingt einen Pflanzabstand von circa 80 Zentimeter.

Kübelpflanze:

Sie können Zitronengurken natürlich aber auch problemlos in Kübel pflanzen und auf dem Balkon (direkt an den windgeschützten Hauswänden) halten. In diesem Fall sollten aber rundum eingesteckte Pflanzstäbe für die Stabilität der Gurkenpflanzen sorgen. Weiterhin gedeihen Zitronengurken auch prächtig in einem Gewächshaus.

» Tipp:

© Swetlana Wall - Fotolia.comZitronengurken müssen Sie – im Kübel gehalten – während des Anwachsens mit Volldünger versorgen. Im Gartenbeet genügt es vollkommen, nur bei Bedarf eventuell nochmals Hornspäne oder Kompost rund um die Pflanzen einzuarbeiten.

Sobald die Pflanzen dann schlangenähnliche Auswüchse ansetzen und ihre Früchte in Bodennähe bilden, sollten Sie ein niedriges Rankgitter einsetzen (Triebe daran leicht hochbinden), damit die Früchte ihre Bodenhaftung verlieren. Sie können aber auch Stroh oder Mulch unter die Pflanze legen. Darauf können die Früchte dann trocken gedeihen.

» Tipp:

Wenn Sie Rindenmulch verwenden, speichert sich im Boden genügend Feuchtigkeit, die wiederum optimal dosiert an die Pflanze abgegeben wird.

Wichtig: Zitronengurken immer richtig gießen

© Miredi - Fotolia.comZitronengurken sollten Sie immer nur bei Bedarf gießen, denn zu viel Feuchtigkeit begünstigt Krankheiten. Staunässe müssen Sie beim Gießen zudem unbedingt vermeiden. Weiterhin sollten Sie Zitronengurken auch niemals von oben gießen, da Gurken eine Blattnässe nur sehr schlecht vertragen.

» Tipp:

An heißen Tagen sollten Sie die Zitronengurken möglichst morgens und/oder abends gießen. Ein Gießen bei direkter Mittagssonne ist nämlich nicht zu empfehlen.

Zitronengurken ernten

© M. Schuppich - Fotolia.comZitronengurken werden in etwa genauso gepflegt, wie herkömmliche Salatgurken. Nach ihrer gelben Blüte bilden sich die zuerst noch grün gefärbten Früchte, die Sie ab circa Ende Juni, Anfang Juli bis in den September hinein ernten können. Die Fruchtreife ist an der zitronengelben Färbung der Schale gut erkennbar.

» Tipp:

Wenn Sie die ersten Früchte schon zeitig ernten, bilden sich vermehrt neue Gurken. Wenn Sie die Ernte zudem in den frühen Morgenstunden durchführen, gewährleistet dies, dass die Gurken bitterfrei bleiben.

Die Zitronengurke erlangt zum Erntezeitpunkt in etwa die Größe einer Zitrone. In feine Scheiben geschnitten (Zitronengurken immer schneiden, jedoch nicht hobeln oder raspeln) können Sie diese dann zur Verzierung von jeglichen Speisen – auch diversen Nachspeisen – verwenden. Die Zitronengurke eignet sich auch als ideale Beilage zu Fischgerichten.

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Foto1: © TwilightArtPictures - Fotolia.com, Foto2: © Swetlana Wall - Fotolia.com, Foto3: © Miredi - Fotolia.com, Foto4: © M. Schuppich - Fotolia.com

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