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Zwergpfeffer durch Kopfstecklinge vermehren – Schritt für Schritt erklärt

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Den Zwergpfeffer gibt es in vielen unterschiedlichen Formen, Farben und Größen. Eines haben alle Sorten jedoch gemeinsam: sie lassen sich prima über Kopfstecklinge vermehren.

Es gibt 1500 bis 1700 Arten
Es gibt 1500 bis 1700 Arten
Beim Zwergpfeffer handelt es sich um ein Pfeffergewächs, das ursprünglich aus den Tropen stammt und fleischige Blätter sowie lange, dünnen Blütenähren hat. Es gibt reichlich Auswahl bei Blattfarben und -formen. Da weiß man meist gar nicht, welche Pflanze man auswählen soll. Wer zum Beispiel gar nicht genug vom Zwergpfeffer bekommen kann, der kann die Pflanzen durch Kopfstecklinge vermehren. Schon nach vier bis maximal zehn Wochen können Sie sich dann über eine neue Generation der hübschen Pflanzen freuen. Folgen Sie einfach unserer Anleitung und die Vermehrung gelingt Ihnen perfekt.

Was braucht man für die Vermehrung?

  • mindestens eine, besser mehrere adulte Zwergpfeffer
  • ein sauberes, scharfes Messer
  • Desinfektionsspray
  • Torf, Sand
  • Anzuchttöpfe
  • Frischhaltebeutel (durchsichtig)
  • einige Haushaltsgummis

So vermehren Sie den Zwergpfeffer durch Kopfstecklinge

❶ Kopfstecklinge gewinnen und vorbereiten:

Verwenden Sie für die Vermehrung nur Triebe von gesunden, kräftigen Zwergpfeffern. Schneiden Sie zehn Zentimeter lange Triebe mit einem scharfen, am besten vorher desinfizierten Messer direkt unterhalb eines Blattknotens ab. Ein Wundverschluss ist nicht notwendig. Die Schnittstellen verheilen an den adulten Pflanzen problemlos von selbst. Entfernen Sie nun alle Blätter von den unteren Hälften der Triebe.

❷ Substrat mischen und in Töpfe füllen:

In lockerer, nährstoffarmer Erde wachsen die Stecklinge optimal an. Geben Sie je einen Anteil Sand zu einem Anteil Torf. Durchmischen Sie die Substrate, bis ein relativ homogenes Gemenge entsteht. Größere, feste Torfbrocken können Sie zerkleinern oder aussieben. Füllen Sie die Mischung anschließend in saubere Anzuchttöpfe.

❸ Kopfstecklinge einsetzen:

Nun setzen Sie kleine Gruppen von je fünf bis acht Stecklingen in das Torf-Sand-Gemisch und drücken das Substrat vorsichtig mit den Fingern an. Achten Sie dabei darauf, dass die Blätter an den herausschauenden Hälften der Stecklinge das Substrat nicht berühren.

❹ Stecklinge angießen und mit Frischhaltebeutel bedecken:

Gießen Sie die Stecklinge jetzt an. Es genügt, wenn Sie das Substrat ein wenig befeuchten. Anschließend stülpen Sie einen durchsichtigen Frischhaltebeutel über den Anzuchttopf und fixieren den Beutel mit einem gewöhnlichen Haushaltsgummi. Der Beutel sollte nicht gegen die Blätter drücken.

❺ Stecklinge richtig pflegen:

Die kommenden Wochen sollten die Stecklinge an einem hellen, aber nicht vollsonnigen Standort verbringen. Temperaturen zwischen 18 °C und 20 °C sind für die Ausbildung von Wurzeln am besten. Entfernen Sie den Frischhaltebeutel einmal pro Tag für eine Stunde, um den Stecklingen Frischluft zukommen zu lassen.

❻ Stecklinge umtopfen:

Sobald sich genügend Wurzeln gebildet haben, wird die neue Generation der Zwergpfeffer mit dem Austrieb von Blättern beginnen. Das ist der richtige Zeitpunkt, um die Pflanzen umzutopfen. Wählen Sie als Substrat handelsübliche Blumenerde, gerne angereichert mit mineralischen Bestandteilen, um den Wasserabfluss zu erleichtern. Nach dem Umtopfen behandeln bzw. pflegen Sie die Pflanzen wie Ihre erwachsenen Zwergpfeffer. Nähere Informationen dazu erhalten Sie in unserem Beitrag Zwergpfeffer pflegen – Wichtige Hinweise zu Standort, Erde, Gießen und Düngen.


Foto1: © joloei - Fotolia.com

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