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Zwergpfeffer: Krankheiten & Schädlinge erkennen und bekämpfen

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Zwergpfeffer sind zwar relativ robust, aber nicht resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Außerdem können der Pflanze auch Pflegefehler zu schaffen machen.

Zwergpfeffer sind relativ widerstandsfähig
Zwergpfeffer sind relativ widerstandsfähig

Alle Zwergpfefferarten sind relativ widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Die robusten Pflanzen registrieren aber Pflegefehler und zeigen das mit verfärbten oder abfallenden Blättern oder Wurzelfäule. Im Winter kann es bei zu warmer und trockener Heizungsluft zudem zu einem Befall mit Spinnmilben und Roten Spinnen kommen. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und Sorgfalt bekommen Sie aber alles wieder in den Griff. Falsche Pflege lässt sich korrigieren und die Schädlinge mit erprobten Mitteln vertreiben.

Pflegefehler erkennen und vermeiden

Wenn die Peperomia schnell viele oder sogar alle Blätter verliert, kann das verschiedene Ursachen haben. Infrage kommen:

❍ zu viel oder zu wenig Licht:

Der Zwergpfeffer benötigt einen hellen und sonnigen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung ist aber nicht günstig. Stellen Sie die Pflanze also an einen besser geeigneten Platz.

❍ zu viel oder zu wenig Wasser:

Gießen Sie zudem nur einmal wöchentlich und sorgen Sie für einen guten Abfluss. Die Blätter mögen zudem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Gelegentliches Einsprühen mit Wasser tut ihnen besonders gut.

Wenn der Zwergpfeffer zu viel Wasser erhält und sich dauerhaft Staunässe bildet, tritt Wurzelfäule auf. Sie erkennen die Krankheit daran, dass die Peperomia muffig riecht und schwächlich aussieht. Wechseln Sie die Erde und entfernen Sie beim Umtopfen faulig aussehende Wurzelteile. Vor dem Einsetzen müssen die Wurzeln gut trocknen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze dann wieder.

❍ Nährstoffmangel:

Der Zwergpfeffer braucht generell nur wenig Nährstoffe. In der Wachstumsphase vom Frühjahr bis zum Herbst sollten Sie ihn einmal pro Monat mit einem flüssigen Volldünger versorgen. Damit beheben Sie einen eventuellen Nährstoffmangel.

❍ Blattverfärbungen:

Zu schwarz verfärbten Blättern kommt es, wenn Sie ein Blattglanzspray verwenden. An den Blattoberseiten befinden sich kleine Spaltöffnungen, die das Spray verklebt. Daraufhin verfärben sich die Blätter schwarz und sterben ab. Hellere Blattverfärbungen sind hingegen meist ein Anzeichen für einen Schädlingsbefall.

Damit es gar nicht erst zu irgendwelchen Problemen mit der Peperomia kommt, hier einige wichtige Hinweise, wie Sie den Zwergpfeffer richtig pflegen.

Spinnmilben und Rote Spinnen erkennen und bekämpfen

Die Schädlinge breiten sich häufig bei warmer und sehr trockener Heizungsluft aus. Sie erkennen den Spinnmilbenbefall an hauchzarten, weißen Gespinsten in den Blattachsen und an den Blatträndern. Vertrocknete und verfärbte Blätter treten ebenfalls auf.

Rote Spinnen überziehen die ganzen Blätter mit einem feinen Gespinst. Die Blätter verfärben sich gelb, braun oder kupferfarben. Auf den Blättern sehen Sie außerdem kleine Flecken, die weiß oder gelblich sein können.

➜ Das hilft gegen die Schädlinge:

Duschen Sie die befallene Pflanze gründlich ab. Auch an den Blattunterseiten. Dann stecken Sie den Zwergpfeffer noch nass in eine Plastiktüte und verschließen die Tüte luftdicht. Die Pflanze sollte dann mehrere Tage an einem warmen Ort in dieser Verpackung bleiben. Die darin entstehende Luftfeuchtigkeit erzeugt eine Art Saunaeffekt, wodurch die meisten Schädlinge absterben.

Zur Vorbeugung sprühen Sie die Peperomia jede Woche mit kalkarmem, lauwarmem Wasser ein. Damit erzeugen Sie eine höhere Luftfeuchtigkeit, die abschreckend auf die Parasiten wirkt.


Foto1: © leoleobobeo - pixabay

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