Auch im August gibt es im Garten noch viel zu tun. Welche Arbeiten Sie nicht versäumen sollten, erfahren Sie in unserer kleinen Zusammenfassung.

Der August ist ein wunderbarer Monat, um den eigenen Garten in vollen Zügen genießen zu können. Doch neben Relaxen und Grillen stehen auch noch einige Arbeiten an, die vor Herbstbeginn erledigt werden müssen. Dabei muss es nicht zwangsläufig ums Buddeln oder Pflanzen gehen, auch wenn das zu den Hauptbereichen im Garten gehört.

Gartenkalender: 5 Aufgaben für den Garten im August

1. Blumenzwiebeln im August pflanzen

Wer Blumenzwiebeln im August pflanzen möchte, konzentriert sich am besten auf Arten, die noch im selben Jahr blühen. Klassische Frühjahrsblüher wie Tulpen, Narzissen oder Traubenhyazinthen kommen dagegen überwiegend erst im Herbst in die Erde. Im Spätsommer ist Pflanzzeit für verschiedene Herbstblüher.

💡 Tipp:
Zwiebeln und Knollen nach dem Kauf nicht lange lagern, sondern möglichst bald pflanzen. Die genaue Pflanztiefe richtet sich nach der jeweiligen Art. Bei vielen Zwiebelpflanzen gilt als Faustregel eine Tiefe von etwa dem Zwei- bis Dreifachen der Zwiebelhöhe. Ein durchlässiger Boden schützt vor Staunässe und Fäulnis.

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2. Stecklinge schneiden und Pflanzen vermehren

Storchschnabel
Storchschnabel lässt sich je nach Sorte durch Wurzelausläufer oder Teilung vermehren. | © Paul Maguire / stock.adobe.com

Der August eignet sich gut, um einige Beet- und Kübelpflanzen über Stecklinge zu vermehren. Besonders Pelargonien, umgangssprachlich Geranien genannt, Fuchsien und weitere frostempfindliche Stauden lassen sich im Spätsommer auf diese Weise für die nächste Gartensaison erhalten.

Für die Vermehrung eignen sich gesunde Triebe ohne Blüten. Nach dem Schnitt werden die unteren Blätter entfernt und die Stecklinge in Anzuchtsubstrat gesteckt. Ein heller Platz ohne intensive Mittagssonne sowie gleichmäßig leicht feuchtes Substrat fördern die Bewurzelung. Frostempfindliche Jungpflanzen verbringen den Winter anschließend hell und frostfrei.

💡 Tipp:
Gerade bei Pelargonien lohnt sich die Vermehrung im August. Statt große Mutterpflanzen über den Winter unterzubringen, benötigen die bewurzelten Jungpflanzen deutlich weniger Platz. Pelargonien lassen sich vom Frühjahr bis in den Herbst über Stecklinge vermehren.

3. Hecke schneiden im August

Bei vielen Hecken steht im Spätsommer ein leichter Formschnitt an. Liguster, Hainbuche und regelmäßig geschnittene Nadelgehölzhecken lassen sich jetzt noch einmal in Form bringen. Bei Thuja und anderen Koniferen endet die günstige Schnittzeit spätestens mit dem August. Geschnitten wird nur der junge Zuwachs, denn viele Nadelgehölze treiben aus altem, braunem Holz nicht wieder aus.

Eine leicht trapezförmige Hecke ist günstig, also unten etwas breiter als oben. Dadurch erreicht mehr Licht die unteren Zweige und die Pflanzen verkahlen weniger schnell. Für den Schnitt eignet sich ein trockener, bedeckter Tag ohne starke Hitze.

✂️ Wichtig:
Vom 1. März bis zum 30. September dürfen Hecken nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz nicht abgeschnitten, auf den Stock gesetzt oder beseitigt werden. Erlaubt bleiben schonende Form- und Pflegeschnitte, bei denen lediglich der diesjährige Zuwachs entfernt wird. Vor jedem Schnitt gehört außerdem ein genauer Blick in die Hecke dazu. Befinden sich dort aktive Vogelnester, bleibt dieser Bereich unberührt.

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4. Erdbeeren pflanzen

Erdbeeren pflanzen
Bis etwa Mitte August werden Erdbeeren gepflanzt. | © happy_finch /stock.adobe.com

Wer im nächsten Jahr viele Früchte ernten möchte, legt das neue Beet bereits im Sommer an. Ende Juli bis Anfang August ist eine günstige Pflanzzeit für Erdbeeren. Bis etwa Mitte August gesetzte Jungpflanzen haben noch ausreichend Zeit, kräftige Pflanzen für die kommende Saison zu bilden.

Auch die Fruchtfolge verdient Aufmerksamkeit. Erdbeeren kommen erst nach 4 bis 5 Jahren wieder auf dieselbe Fläche. Damit sinkt das Risiko, dass sich erdbeerspezifische Schadorganismen im Boden anreichern. Ein sonniger Standort und lockerer, humoser Boden bieten gute Voraussetzungen für das neue Erdbeerbeet.

💡 Tipp:
Zwischen den Pflanzen reichen etwa 25 bis 30 cm, zwischen den Reihen rund 40 cm. Das Herz der Erdbeerpflanze bleibt auf Höhe der Bodenoberfläche und wird nicht tief mit Erde bedeckt. Nach der Pflanzung gründlich angießen und während der Anwachsphase bei Trockenheit regelmäßig wässern.

5. Gründüngung auf freien Beeten aussäen

Nach der Ernte von Kartoffeln, Zwiebeln, Salaten oder anderen frühen Kulturen entstehen im August zunehmend freie Flächen im Gemüsegarten. Statt den Boden bis zum Herbst unbedeckt zu lassen, bietet sich jetzt eine Gründüngung an. Sie bedeckt den Boden, liefert organische Pflanzenmasse und schützt die Oberfläche vor Verschlämmung und Erosion.

Für den Gemüsegarten eignet sich etwa Phacelia. Sie ist mit keiner unserer üblichen Gemüsekulturen eng verwandt und lässt sich bis in den August aussäen. Dadurch fügt sie sich unkompliziert in viele Fruchtfolgen ein. Nicht winterharte Gründüngungspflanzen erfrieren mit den ersten stärkeren Frösten und bleiben anschließend als schützende Pflanzenreste auf dem Beet liegen.

💡 Tipp:
Vor der Aussaat die freie Fläche oberflächlich lockern und Unkraut entfernen. Das Saatgut entsprechend der Packungsangabe ausbringen, leicht einarbeiten und bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten.

Ringo von Gartentipps.com

Ringo ist Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

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