Sie wollen lange etwas von Ihren Rosenpräsenten haben? Dann konservieren Sie diese doch einfach mit Glyzerin. Wie das gemacht wird, erfahren Sie hier.

Mit einem Strauß frischer Rosen schenkt jeder Blumenfreund Freude, egal ob zum Geburtstag, zum Hochzeitstag oder einem anderen Anlass. Leider hält die Freude nur eine gewisse Zeit, denn das blühende Präsent hat eben nur eine begrenzte Lebensdauer. Und so wird die Rose wehmutsvoll entsorgt, wenn sie dann verblüht ist.

Wer allerdings mit seinem Rosenpräsent über längere Zeit an ein besonderes Ereignis erinnert werden möchte, der konserviert seinen Strauß einfach. Bis zu drei Jahre lang können Sie sich dann am Strauß erfreuen. Dafür müssen Sie sich nur an die nachfolgende Anleitung halten und ein paar Ratschläge befolgen.

So können Sie Rosen konservieren

Rosen konservieren
Rosen haltbar machen: So gehts! | © S.H.exclusiv – Fotolia.com

❶ Erst einmal brauchen Sie Glyzerin aus der Apotheke. Die meisten Glyzerin-Produkte haben eine Reinheit von 99,5 %.

❷ Nun mischen Sie 1 Teil Glyzerin mit 2 Teilen warmem Leitungswasser. Dabei müssen Sie die Lösung gut umrühren. Die Glyzerin-Wasser-Mischung sollte möglichst für die erste Vasenfüllung und als Gießwasser zum Nachfüllen der verbrauchten Flüssigkeit für die nächsten zwei Wochen ausreichen.

❸ Schneiden Sie jetzt die Stiele der Rosen und des Beiwerks vor der Behandlung schräg an. So vergrößern Sie die Schnittfläche, und die Pflanzen können die Glyzerin-Wasser-Mischung besser aufnehmen.

❹ Nun stellen Sie den Rosenstrauß in die mit dem Gemisch gefüllte Vase. Das Glyzerin ersetzt dann das Wasser im Flüssigkeitssystem der Pflanze. Das überflüssige Wasser der Rose verdunstet. In den Pflanzen bleibt das Glyzerin dann als Konservierungsmittel erhalten.

❺ Wenn an den Blütenspitzen keine Glyzerintröpfchen mehr austreten, dann ist die Konservierung abgeschlossen. Jetzt müssen Sie nur noch die Flüssigkeit aus der Vase entfernen.

So gehen Sie mit den konservierten Rosen richtig um

Achten Sie nun darauf, dass die Rosen nicht mehr mit Wasser in Berührung kommen. Stellen Sie den Rosenstrauß deshalb am besten in eine mit trockenem Sand gefüllte Vase. Bringen Sie Ihre konservierten Pflanzen auch nicht ins Freie. Diese vertragen nämlich keine hohe Luftfeuchtigkeit und direktes Sonnenlicht.

Tipp: Mit einem Staubtuch oder feinhaarigem Pinsel sollten Sie die Rosen gelegentlich abstauben. So können Sie sich an dem ständigen Blühen Ihres Straußes erfreuen.

Vorteile der Konservierung

Die mit Glyzerin haltbar gemachten Rosen sind sehr temperaturverträglich. Temperaturen von wenigen Plusgraden bis zu 50 Grad Celsius sind kein Problem. Zugluftgefährdete Plätze und unzureichendes Tageslicht sind zudem auch keine Gefahr für die konservierten Rosen. Das ist also eine viel bessere Methode, als Blumen zu trocknen.

Konrad von Gartentipps.com

Meine große Leidenschaft gilt nicht nur dem Gärtnern, ich bin ein sehr großer Liebhaber der Rose. Mit meinem bereits jahrzehntelangen Wissen unterstütze ich in meiner Heimatstadt die "Rosenfreunde Wittstock" als Gründungsmitglied (Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.).

4 Kommentare

  1. Frage zu : ❺ Wenn an den Blütenspitzen kleine Glyzerintröpfchen mehr austreten, dann ist die Konservierung abgeschlossen. Jetzt müssen Sie nur noch die Flüssigkeit aus der Vase entfernen.
    Meinten Sie – keine Glyzerintröpfchen mehr austreten – oder kleine Glyzerintröpfchen austreten – ??
    Danke für die Info und ich hoffe sehr, dass Sie meine Frage beantworten.
    LG

        • Kathrin von Gartentipps
          Kathrin Gehring on

          Hallo Frau Mau,
          die meisten Glyzerin-Produkte haben eine Reinheit von 99,5 %, und das ist perfekt für die Konservierung von Rosen! Diese hohe Reinheit bedeutet lediglich, dass das Glyzerin frei von Verunreinigungen ist. Durch die Mischung von 1 Teil Glyzerin mit 2 Teilen warmem Wasser wird die Konzentration optimal verdünnt.
          Viel Freude beim Konservieren Ihrer Rosen!
          Kathrin vom Gartentipps-Team

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