Petersilie einzufrieren ist eine der besten Methoden, um das frische Grün über längere Zeit haltbar zu machen. Wie Sie das richtig machen, erkläre ich hier.
Frische Petersilie ist aus der deutschen Küche kaum wegzudenken. Sie verfeinert Suppen, Kartoffeln, Fischgerichte und Salate, und verleiht nahezu jedem Gericht eine frische, grüne Note. Doch wer Petersilie häufig nutzt, kennt das Problem: Nach wenigen Tagen im Kühlschrank verliert sie an Aroma, wird welk und unansehnlich. Hier kommt das Einfrieren als ideale Lösung ins Spiel. Wenn Sie Petersilie einfrieren, können Sie sie über Monate hinweg haltbar machen und das ohne auf Geschmack und Farbe verzichten zu müssen. Doch wie funktioniert das genau und was sollte man beachten, damit Aroma und Nährstoffe bestmöglich erhalten bleiben? Das erkläre ich Ihnen nachfolgend ganz ausführlich.
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Warum ist es sinnvoll, Petersilie einzufrieren?
Das Einfrieren von Petersilie ist nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig. Viele Menschen kaufen frische Bundware im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt, verwenden aber nur einen Teil davon. Der Rest landet oft im Müll. Durch das Einfrieren vermeiden Sie Lebensmittelverschwendung. Außerdem haben Sie so immer frische Kräuter zur Hand. Und das auch im Winter, wenn Petersilie nicht im Garten wächst.
Ein weiterer Vorteil: Beim Einfrieren bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe der Petersilie weitgehend erhalten. Diese Stoffe sorgen nicht nur für den charakteristischen Geschmack, sondern unterstützen auch das Immunsystem und die Verdauung. Während getrocknete Petersilie oft an Intensität verliert, bleibt eingefrorene Petersilie nahezu so aromatisch wie frisch geerntet.
So bereiten Sie die Petersilie optimal auf das Einfrieren vor
Bevor die Petersilie ins Gefrierfach wandert, sollten Sie sie gründlich vorbereiten. Entscheidend sind Frische und Sauberkeit, denn nur makellose Kräuter behalten nach dem Einfrieren ihre Qualität.
- Waschen und Trocknen:
Zuerst sollten Sie die Petersilie unter kaltem Wasser gründlich waschen, um Erde, Staub oder Insektenreste zu entfernen. Anschließend sollten Sie sie sorgfältig trocknen. Am besten mit einer Salatschleuder oder durch vorsichtiges Abtupfen mit Küchenpapier. Restfeuchtigkeit kann beim Einfrieren zu Eiskristallen führen, die die Blätter später matschig machen. - Blätter von den Stängeln zupfen:
Nur die zarten Blätter werden eingefroren, da die Stängel meist faserig sind und nach dem Auftauen an Geschmack verlieren. Also zupfen Sie nun die Blätter von den Stängeln. - Klein hacken (optional):
Wenn Sie die Petersilie später direkt zum Würzen verwenden möchten, können Sie sie bereits vor dem Einfrieren fein hacken. So ist sie nach dem Auftauen sofort einsatzbereit.
3 Methoden zum Einfrieren von Petersilie
🌿 Methode 1 – Petersilie pur einfrieren

Die einfachste und schnellste Variante ist das Einfrieren der Petersilie im Gefrierbeutel oder in einem luftdichten Gefäß. Wichtig ist, dass so wenig Luft wie möglich im Beutel bleibt. Drücken Sie die Luft daher am besten mit der Hand heraus oder nutzen Sie einen Vakuumierer.
💡 Tipp:
Wenn Sie verhindern möchten, dass die gehackte Petersilie zu einem festen Klumpen gefriert, können Sie sie zunächst lose auf einem flachen Tablett oder Teller einfrieren. Nach ein bis zwei Stunden, wenn die Blätter gefroren sind, geben Sie sie in einen Gefrierbeutel. So bleibt sie später leicht portionierbar.
Diese Methode ist ideal, wenn Sie Petersilie regelmäßig in warmen Gerichten verwenden. Die Petersilie können Sie dann direkt tiefgefroren in die Speisen geben, ohne sie vorher aufzutauen.
🌿 Methode 2 – Petersilie in Eiswürfelformen einfrieren

Eine besonders praktische Variante ist das Einfrieren von Kräutern in Eiswürfelformen. Diese Methode eignet sich hervorragend, wenn Sie Petersilie portionsweise für Soßen, Dressings oder Eintöpfe nutzen möchten. Gehe Sie einfach folgendermaßen vor:
- Wie oben beschrieben waschen, trocknen und hacken.
- Die gehackte Petersilie gleichmäßig in die Vertiefungen der Eiswürfelform geben.
- Nun jede Vertiefung mit etwas Flüssigkeit auffüllen. Wasser ist neutral und ideal für Suppen oder Gemüsegerichte. Wenn Sie häufig mit Öl arbeiten, können Sie die Petersilie auch in Oliven- oder Rapsöl einfrieren. Das schützt die Blätter zusätzlich vor Gefrierbrand und konserviert das Aroma besonders gut. Sie können Petersilie aber auch in Brühe einfrieren.
- Die Form kommt nun für mehrere Stunden ins Gefrierfach. Sind die Würfel vollständig gefroren, können Sie sie in einen Gefrierbeutel umfüllen, um Platz zu sparen.
Beim Kochen genügt es dann, einfach einen oder mehrere Würfel in den Topf zu geben. Sie tauen in Sekundenschnelle auf und geben sofort ihr Aroma frei.
🌿 Methode 3 – Ganze Petersilienbündel einfrieren

Wenn Sie viel Platz im Gefrierfach haben oder große Mengen Petersilie einfrieren möchten, können Sie sie auch als ganzes Bündel einfrieren. Dazu die Petersilie waschen, abtrocknen und anschließend locker in Gefrierbeutel legen. Wichtig ist, dass Sie die Petersilie nicht zu fest pressen, damit die empfindlichen Blätter nicht zerdrückt werden.
Diese Methode ist besonders geeignet, wenn Sie später größere Mengen auf einmal verwenden möchten, beispielsweise etwa für Kräuterbutter oder Pestos.
Wie lange ist eingefrorene Petersilie haltbar?
Richtig eingefroren, bleibt Petersilie etwa sechs bis acht Monate lang aromatisch. Danach verliert sie zwar nicht sofort an Qualität, das Aroma kann aber etwas nachlassen. Es empfiehlt sich daher, die eingefrorenen Kräuter regelmäßig zu verbrauchen und bei Bedarf erneut Petersilie einzufrieren.
Autoren-Kommentar von M. Liebeskind
💡 Kleine Headline
Sie können aus Petersilie und anderen Kräutern auch wunderbar Kräuteressig herstellen und so die Kräuter haltbar machen. Sie können aber auch Kräutersalz selber machen.







