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Kräuter haltbar machen – 5 Möglichkeiten vorgestellt

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Frische Kräuter stehen uns nur eine begrenzte Zeit im Jahr zur Verfügung, weshalb Sie Ihre Kräuter haltbar machen sollten. Hier 5 Möglichkeiten, wie Sie das machen können.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten frische Gartenkräuter auch für die Wintermonate haltbar zu machen. Dazu müssen Sie die meisten Gartenkräuter kurz vor den ersten Frösten komplett abernten, damit sie im kommenden Frühjahr sofort wieder frisch austreiben können.

Wichtig:

Sie sollten die Kräuter für die Konservierung möglichst immer vormittags, unmittelbar nach Abtrocknung des morgendlichen Taus, ernten bzw. abschneiden. Dies hat den Vorteil, dass sich die Pflanze selbst über den Tag hindurch noch regenerieren kann und ihr die im Herbst oft in den Nächten vorherrschende Kälte nur wenig anhaben wird.

Haben Sie alle Kräuter abgeerntet, dann können Sie die nachfolgenden Möglichkeiten für das Haltbarmachen der Kräuter ausprobieren.

Kräuter haltbar machen – 5 Möglichkeiten vorgestellt

Möglichkeit 1 – Einfrieren:

Einfrieren sollten Sie alle Kräutersorten mit weichen Blättern, wie beispielsweise Petersilie, Schnittlauch, Dill, etc. Diese frisch ernten, waschen, mit Küchenkrepppapier ein wenig trocken tupfen und kleinhacken.

» Tipp:

Minze sollten Sie zum Einfrieren allerdings nicht kleinhacken, denn dann verliert sie ihr Aroma. Minzblätter deshalb an den Zweigen belassen und diese im Ganzen in Gefrierbeutel einfrieren.

Die jeweilige Kräuter-Portionsgröße können Sie natürlich ganz individuell festlegen. Ideal sind jedoch Eiswürfelportionen, die einzeln entnommen werden können. Geben Sie die frisch gehackten Kräuter dazu möglichst lose in eine Eiswürfelschale und füllen Sie diese abschließend mit etwas Wasser auf. Schale ins Gefrierfach geben und die Kräuter gut durchfrieren lassen.

Möglichkeit 2 – Trocknen:

Ein Trocknen von Kräutern empfiehlt sich immer dann, wenn es sich um Kräutersorten handelt, die später in Speisen mitgekocht werden sollen, wie z.B. Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran usw., oder aber ihre Verwendung in einem Salatdressing finden. Lediglich Borretsch eignet sich nicht zum Trocknen. Dieses Kraut sollten Sie lieber einfrieren.

Zum Trocknen müssen Sie die Kräuter möglichst langstielig ernten, abwaschen und vorsichtig mit einem Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend können Sie die Kräuterstängel bündeln und mit einem Küchenzwirn an den Enden zusammenbinden.

Die Kräuterbündel sollten Sie dann immer kopfüber in einem warmen, möglichst dunklen Raum aufbewahren, bis sie nach ca. 2 Wochen vollständig durchgetrocknet sind. Nach dieser Trocknungszeit können Sie die Bündel abnehmen und in einem lichtundurchlässigen, geschlossenen Gefäß über den Winter aufbewahren.

» Tipp:

Getrocknete Kräuter sollten niemals sofort zerkleinert werden, weil sie dabei ihr Aroma meist vollständig verlieren. Ein Zerkleinern erfolgt immer erst beim Kochen!

Möglichkeit 3 – Einlegen:

Selbstverständlich können Sie die Kräuter auch in hochwertigem Essig oder gutem Speiseöl einlegen. Hierbei müssen Sie aber unterscheiden, ob die Kräuter haltbar gemacht werden, oder ob Essig und Öl eine Kräuterwürze erhalten sollen.

Für das Haltbarmachen von Kräutern in Essig oder Öl sollten Sie getrocknete Kräuter – siehe Vorgang Trocknen – verwenden. Diese in ein verschließbares Glasgefäß gegeben und nur mit so viel Öl aufgießen, dass sie knapp bedeckt sind. Die jeweils dabei verwendete Speiseölart verändert individuell ein wenig den jeweils typischen Kräutergeschmack. 

Wenn Sie das Glasgefäß hingegen komplett mit Öl auffüllen und für einige Tage/Wochen an ein sonniges Fenster stellen, dann erhalten Sie ein hervorragendes Kräuter-Öl zum Braten und Verfeinern von Salaten. Den gleichen Effekt erzielen Sie aber auch mit dem Einlegen der Kräuter in Essig. Die Gläser müssen Sie dann jedoch an einem kühlen Ort aufbewahren, damit die Kräuteraromen im Essig gut durchziehen können.

Möglichkeit 4 – Pesto herstellen:

Einige Kräuter, wie unter anderem auch Basilikum, lassen sich nur schlecht trocknen oder einfrieren (werden braun). Diese können Sie über die Wintermonate aber prima in Form von Pesto haltbar machen. Dazu einfach wie folgt vorgehen:

Basilikum waschen, trocken tupfen und die Blätter abzupfen. Anschließend Pinienkerne in der Pfanne anrösten, Knoblauchzehen zerhacken (je nach Geschmack) und Parmesankäse würfeln. Alles zusammen mit Meersalz in einen Mörser geben, ordentlich zerstoßen und die Masse anschließend in ein kleines Glas geben. Nun noch alles mit Öl auffüllen, bis eine cremige Paste entsteht.

Möglichkeit 5 – Kräutersalz herstellen:

Eine weitere Variante des Kräuterkonservierens stellt die Herstellung von Kräutersalz dar. Wobei auch hier wiederum zwei Möglichkeiten bestehen, die Kräuter haltbar zu machen.

Sie können z.B. die frischen Kräuter waschen, kurz abtupfen, fein zerhacken und in wieder verschließbare Gläser füllen. Nun Salz dazugeben (7 Teile Kräuter, ein Teil Salz). Die Mischung bzw. die jeweilige Kräutersorte müssen Sie anschließen aufgrund ihrer Feuchte kühl aufbewahren.

Sie können aber auch Kräuter zerreiben bzw. zerhacken, mit reichlich Salz vermischen (Mischverhältnis 7 Teile Salz, 1 Teil Kräuter) und portionsweise abfüllen – z.B. in kleinere, lichtundurchlässige Kartons oder auch in Papiertütchen.

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