Champignons einzufrieren ist eine tolle Möglichkeit, um Vorräte anzulegen und Lebensmittelreste sinnvoll zu nutzen. Erfahren Sie hier, wie Sie beim Einfrieren richtig vorgehen.
Champignons gehören zu den beliebtesten Speisepilzen in deutschen Küchen. Ob in der Rahmsoße, im Omelett, auf einer Pizza oder als Beilage, Champignons passen einfach perfekt zu unzähligen Gerichten. Doch auch, wenn sie noch so gut schmecken, so sorgen sie dennoch immer mal wieder für Kopfzerbrechen. Frische Champignons sind nämlich empfindlich. Schon nach wenigen Tagen im Kühlschrank werden sie dunkel oder entwickeln einen unangenehmen Geruch. Die Speisepilze sollten daher am besten zügig verarbeitet werden. Sollte Ihnen das mal nicht gelingen, können Sie die Champignons auch einfrieren. Das ist eine tolle Methode, um Reste zu verwerten und Vorräte anzulegen. Wie Sie dabei richtig vorgehen, erkläre ich Ihnen nachfolgend etwas genauer.
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🍄🟫 Warum ist es sinnvoll, Champignons einzufrieren?
Champignons bestehen zu knapp 90 % aus Wasser. Deshalb sind sie schön saftig, verderben aber leider auch schnell. Wenn Sie viele Champignons gekauft haben, zum Beispiel im Angebot oder auf dem Wochenmarkt, müssen Sie sich also zügig entscheiden: schnell aufbrauchen oder wegwerfen.
Wenn Sie Champignons einfrieren, bleiben sie viel länger haltbar. Statt nur ein paar Tage können Sie sie mehrere Monate verwenden. So sparen Sie nicht nur Geld, auf diese Weise landen auch weniger Lebensmittel im Müll. Außerdem haben Sie immer Pilze parat, wenn es beim Kochen mal schnell gehen muss. Sie können die tiefgefrorenen Champignons direkt in die heiße Pfanne oder in einen Topf geben. Auftauen ist nicht nötig.
🔪 Anleitung zum Einfrieren von Champignons

- Bevor Sie die Champignons einfrieren, sollten Sie die Pilze sorgfältig prüfen. Verwenden Sie ausschließlich frische und feste Champignons zum Einfrieren. Dunkle oder sogar schleimige Stellen oder ein muffiger Geruch deuten darauf hin, dass die Pilze nicht mehr zum Verzehr geeignet sind.
- Reinigen Sie die Champignons möglichst trocken, denn unter fließendem Wasser saugen sie sich schnell voll, und das wiederum kann ihre Konsistenz negativ beeinflussen. Verwenden Sie lieber einen Pinsel oder ein sauberes Küchentuch, um Erde und andere Rückstände vorsichtig zu entfernen. Bei stärkeren Verschmutzungen können Sie natürlich ein wenig Wasser verwenden, dann sollten Sie die Pilze danach jedoch gründlich abtrocknen.
- Nun die Stielenden leicht abschneiden. Größere Pilze können Sie je nach Verwendungszweck auch halbieren oder in Scheiben schneiden. Kleine Champignons lassen sich auch im Ganzen einfrieren.
💡 Kleiner Tipp: die Stielenden nicht wegwerfen! Diese können Sie für das sogenannte Regrowing verwenden und so ganz einfach selbst Champignons anbauen. - Legen Sie die Champignons nun auf ein sauberes Küchentuch und tupfen Sie sie vollständig trocken. Je weniger Feuchtigkeit an den Pilzen haftet, desto besser ist die Qualität nach dem Einfrieren. Durch Feuchtigkeit werden die Pilze schneller matschig.
- Verteilen Sie die Pilze nun locker auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech. Achten Sie darauf, dass sie sich nicht berühren, denn nur so kann jede Scheibe einzeln durchfrieren. Auf diese Weise können Sie später genau die Menge aus dem Beutel nehmen, die Sie gerade brauchen, ohne alles auf einmal auftauen zu müssen.
- Schieben Sie das Blech bei mindestens minus 18 °C für etwa zwei bis drei Stunden in das Gefrierfach.
- Erst, wenn sie richtig durchgefroren sind, füllen Sie sie in Gefrierbeutel oder luftdichte Behälter um. Wichtig: Drücken Sie möglichst viel Luft aus den Beuteln heraus, bevor Sie sie verschließen, denn wenig Luft im Beutel schützt vor Gefrierbrand.
Autoren-Kommentar von M. Liebeskind
💡 Mein Tipp:
Auch wenn es von außen klar erkennbar ist, was sich im Gefrierbeutel befindet, sollten Sie die Verpackung mit Inhalt und Datum beschriften. So wissen Sie genau, welche Portion zuerst verbraucht werden sollte.
👍🏻 Tipps für bessere Ergebnisse
➡️ Champignons können Sie roh einfrieren oder aber auch vorab kurz blanchieren bzw. anbraten. Ein Vorteil ist, dass durch das kurze Erhitzen in der Pfanne ohne Fett ein Teil des Wassers entweicht. Die Pilze schrumpfen zwar leicht, behalten beim späteren Garen aber ihre festere Struktur.
➡️ Würzen Sie die Champignons vor dem Einfrieren nicht mit Salz. Salz entzieht zusätzlich Wasser und verändert die Textur. Würzen Sie besser erst bei der späteren Zubereitung.
➡️ Frieren Sie die Pilze in kleinen Portionen ein. So können Sie immer genau die Menge entnehmen, die Sie benötigen, ohne den Rest erneut antauen zu lassen.
➡️ Frieren Sie einmal aufgetaute Champignons nicht erneut ein. Die Qualität leidet deutlich darunter.
🥘 Verwendung nach dem Einfrieren

Lassen Sie Champignons nach dem Einfrieren nicht einfach bei Zimmertemperatur liegen, bis sie aufgetaut sind. Dabei tritt viel Wasser aus und die Pilze werden schnell weich. Geben Sie sie lieber noch gefroren direkt in eine heiße Pfanne oder in kochendes Wasser. So bleiben sie fester und schmecken besser.
Für warme Gerichte wie Suppen, Ragouts, Kartoffelgratin oder andere Aufläufe sind eingefrorene Champignons sehr gut geeignet. Für rohe Salate oder als kalte Vorspeise passen sie dagegen weniger gut, weil sich ihre Konsistenz durch das Gefrieren verändert hat.
🗓️ Wie lange sind eingefrorene Champignons haltbar?
Bei -18 °C bleiben Champignons etwa sechs bis zwölf Monate haltbar. Je länger die Champignons lagern, desto schwächer wird der Geschmack und auch die Textur wird weicher.
Achten Sie auf eine gleichbleibende Temperatur im Gefrierfach und öffnen Sie es nicht zu oft, denn Temperaturschwankungen können Gefrierbrand begünstigen. Dieser ist erkennbar an trockenen, hellen Stellen, die zwar nicht gesundheitsschädlich sind, aber den Geschmack und die Konsistenz beeinträchtigen.







