Buschbohnen pflanzen lohnt sich nicht nur im Garten. Das pflegeleichte Gemüse wächst auch im Kübel und bringt frische Bohnen auf Terrasse oder Balkon.
Buschbohnen (Phaseolus vulgaris var. nanus) gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler und wachsen im Gegensatz zu Stangenbohnen kompakt und ohne Rankhilfe. Genau das macht sie so beliebt für Beet, Hochbeet und Kübel. Und schon wenige Wochen nach der Aussaat bilden sich die ersten zarten Hülsen, die je nach Sorte grün, gelb oder violett aussehen. Frisch geerntet schmecken Buschbohnen mild, leicht nussig und angenehm aromatisch. Roh gehören sie jedoch nicht auf den Teller, denn erst durch das Kochen werden sie bekömmlich.
Inhalte
Kurzer Steckbrief
| Buschbohnen (Phaseolus vulgaris var. nanus) | |
|---|---|
| Weitere Namen: | Gartenbohne, Grüne Bohne, Schnittbohne |
| Wuchshöhe: | je nach Sorte 30 – 60 cm |
| Wuchsbreite: | 30 – 40 cm |
| Wurzelsystem: | Tiefwurzler |
| Standort: | Sonnig |
| Boden: | tiefgründig, durchlässig, humos |
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Buschbohnen pflanzen
Das Pflanzen und die Pflege der Buschbohne sind gar nicht schwer und daher auch für Gartenanfänger geeignet.

Pflanzzeit
Buschbohnen werden ab Mitte Mai direkt ins Beet gesät, sobald keine Nachtfröste mehr drohen. Der Boden sollte jedoch gut erwärmt sein, da die Samen in kalter, nasser Erde schlecht keimen. Für eine längere Ernte lässt sich die Aussaat bis Anfang Juli wiederholen.
💡 Tipp zur Vorkultur:
Buschbohnen lassen sich ab Ende April im Haus oder Gewächshaus vorziehen. Nach den Eisheiligen kommen die Jungpflanzen dann ins Beet. So umgehen sie die empfindliche Keimphase im Freiland und die Bohnen sind weniger anfällig für Schäden durch die Bohnenfliege.
Standort
Der beste Standort für Buschbohnen ist warm, sonnig und windgeschützt. Die Pflanzen stammen aus wärmeren Regionen und keimen nur zuverlässig, wenn der Boden ausreichend erwärmt ist. Ein Platz in voller Sonne fördert ein kräftiges Wachstum und eine reiche Hülsenbildung.
Boden
Der Boden sollte locker, humos und gut durchlässig sein. Staunässe bekommt Buschbohnen nicht, da die Wurzeln in nasser Erde schnell faulen. Schwere Böden werden vor der Aussaat am besten mit etwas reifem Kompost und Sand aufgelockert. Frischer Mist oder stark stickstoffbetonter Dünger ist dagegen nicht nötig, denn Buschbohnen gehören zu den Hülsenfrüchtlern und können mithilfe von Knöllchenbakterien selbst Stickstoff im Boden binden.
Unterschied Buschbohnen und Stangenbohnen
Wer genau hinschaut, erkennt den Unterschied bereits am Namen. Buschbohnen benötigen zum Wachsen kein „Gerüst“. Es sind niedrig, in Buschform wachsende Pflanzen, wogegen die Stangenbohne eine Rankhilfe benötigt.
Pflanzanleitung Aussaat
Bei der Aussaat von Buschbohnen ist die Fruchtfolge zu beachten. Diese sollten nicht direkt nach anderen Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen oder Lupinen angebaut werden. Besser sind Beete, auf denen im Vorjahr Blattgemüse, Wurzelgemüse oder Fruchtgemüse stand.
Schritt 1: Beet vorbereiten
Lockern Sie den Boden gründlich und entfernen Sie Unkraut, Steine und grobe Erdklumpen. Buschbohnen keimen am besten in feiner, lockerer Erde. Schwere Böden werden vor der Aussaat mit etwas reifem Kompost verbessert.
Schritt 2: Saatrillen ziehen
Ziehen Sie etwa 2 bis 3 cm tiefe Saatrillen. Zwischen den Reihen bleiben rund 40 cm Abstand, damit die Pflanzen später genügend Licht und Luft bekommen.
Schritt 3: Bohnen auslegen
Legen Sie die Samen mit etwa 8 bis 10 cm Abstand in die Reihe.
💡 Tipp: Alternativ eignet sich die Horstsaat
Bei der Horstsaat wachsen mehrere Buschbohnen als kleine Gruppe zusammen. Legen Sie dafür 4 bis 6 Bohnen in ein Pflanzloch. Zur nächsten Bohnengruppe bleiben dann etwa 40 cm Pflanzabstand.
Schritt 4: Mit Erde bedecken und angießen
Bedecken Sie die Samen locker mit Erde und drücken Sie diese leicht an. Danach wird gründlich angegossen. Die Erde sollte in den nächsten Tagen gleichmäßig feucht bleiben, aber nicht nass sein.
Schritt 5: Jungpflanzen anhäufeln
Sind die Buschbohnen etwa 10 bis 15 cm hoch, wird etwas Erde an die Stängel gehäuft. Das gibt den Pflanzen mehr Halt und unterstützt eine kräftige Entwicklung.
💡 Tipp: Buschbohnen im Kübel anbauen
Buschbohnen lassen sich auch auf Balkon und Terrasse anbauen. Der Kübel sollte mindestens 30 cm tief sein, Abzugslöcher besitzen und an einem warmen, sonnigen Platz stehen. In einen Topf mit etwa 30 cm Durchmesser können Sie 4–6 Samen aussäen, mit etwas Abstand zueinander. Da die Erde im Topf schneller austrocknet, brauchen Buschbohnen im Kübel besonders während Blüte und Hülsenbildung regelmäßige Wasser.
Buschbohnen pflegen

Gießen
Buschbohnen brauchen eine gleichmäßige Wasserversorgung, besonders nach der Aussaat und während sich Blüten und Hülsen bilden. Direkt nach dem Säen wird das Beet vorsichtig angegossen. Danach sollte die Erde leicht feucht bleiben, bis die Samen keimen. Zu nass darf der Boden aber nicht werden, denn in kalter, nasser Erde faulen Bohnen schnell. Sind die Pflanzen gut angewachsen, reicht es meist, bei trockener Witterung gründlich zu gießen.
Düngen
Da an den Wurzeln von Buschbohnen Knöllchenbakterien leben, die Stickstoff aus der Luft binden, benötigen die Pflanzen keinen zusätzlichen Dünger.
Rückschnitt
Ein Rückschnitt ist bei Buschbohnen nicht nötig. Nach der letzten Ernte werden die Pflanzen bodennah abgeschnitten. Da Bohnen zu den Leguminosen gehören, bleiben die Wurzeln am besten im Boden, denn an ihnen sitzen die Knöllchenbakterien, die Stickstoff gebunden haben. Beim Verrotten geben sie einen Teil davon wieder an den Boden ab.
Überwintern
Buschbohnen werden nicht überwintert. Die Pflanzen sind einjährig und sterben spätestens mit den ersten Frösten ab.
Buschbohnen ernten
Buschbohnen sind je nach Sorte etwa 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat erntereif. Die Hülsen werden geerntet, solange sie noch jung, zart und gleichmäßig grün, gelb oder violett gefärbt sind. Ein guter Hinweis ist der Biegetest: Lässt sich die Bohne glatt durchbrechen und wirkt die Bruchstelle saftig, ist sie genau richtig. Sind die Samen im Inneren schon deutlich sichtbar, werden die Hülsen fester und verlieren an Zartheit.
Ernten Sie Buschbohnen am besten regelmäßig, alle zwei bis drei Tage. So bildet die Pflanze immer wieder neue Bohnen nach. Zum Pflücken wird die Hülse vorsichtig mit den Fingern abgedreht oder mit einer Schere abgeschnitten. Reißen Sie nicht stark an der Pflanze, da die Triebe leicht abbrechen.
Buschbohnen lagern und haltbar machen
Frisch geerntete Buschbohnen schmecken am besten, wenn sie schnell verarbeitet werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich, luftdicht verpackt, etwa 1 Woche. Waschen Sie die Bohnen erst kurz vor der Zubereitung, damit sie nicht unnötig Feuchtigkeit ziehen.
Für eine längere Lagerung lassen sich Buschbohnen gut einfrieren. Dafür werden die Enden entfernt, die Bohnen gewaschen und etwa 3 Minuten in kochendem Salzwasser blanchiert. Anschließend kurz in Eiswasser abschrecken, gut abtropfen lassen und portionsweise einfrieren. So bleiben Farbe und Biss besser erhalten.
Auch Einkochen ist möglich, sollte aber sorgfältig erfolgen. Grüne Bohnen gehören zu den säurearmen Lebensmitteln. Beim klassischen Einkochen im Wasserbad ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Sicherer ist es, Bohnen nach geprüften Rezepten im Druck-Einkochtopf haltbar zu machen. Alternativ lassen sich Bohnen sauer einlegen, etwa als Essigbohnen.
Krankheiten der Buschbohne
Buschbohnen sind recht unkompliziert und bleiben meist gesund, wenn Standort, Pflanzabstand und Pflege stimmen. Besonders feuchte Blätter, dichter Stand und ein immer gleicher Platz im Beet begünstigen Krankheiten. Deshalb lohnt es sich, Buschbohnen luftig zu setzen, nur von unten zu gießen und nach der Ernte eine Anbaupause einzuhalten. Auf demselben Beet sollten erst nach 3 bis 4 Jahren wieder Bohnen oder andere Hülsenfrüchte stehen.
Zu den häufigeren Krankheiten gehören Bohnenrost, Brennfleckenkrankheit und Fettfleckenkrankheit. Bohnenrost zeigt sich durch rostbraune bis dunkle Pusteln auf den Blättern. Bei der Brennfleckenkrankheit entstehen dunkle, oft eingesunkene Flecken an Blättern, Stängeln oder Hülsen. Die Fettfleckenkrankheit erkennt man eher an eckigen, glasig oder fettig wirkenden Flecken.
Da Buschbohnen später gegessen werden, ist ein vorsichtiger Umgang mit Pflanzenschutzmitteln besonders wichtig. Entfernen Sie befallene Blätter, Hülsen oder ganze Pflanzen frühzeitig und entsorgen Sie diese über den Hausmüll. So bleiben möglichst wenige Erreger im Beet zurück.
Schädlinge an der Buschbohne
Die Schwarze Bohnenlaus sitzt oft dicht gedrängt an jungen Trieben und Blattunterseiten. Hier hilft es, die Läuse mit Wasser abzuspülen und Nützlinge wie Marienkäfer oder Florfliegenlarven zu fördern. Spinnmilben treten eher bei warmer, trockener Witterung auf und hinterlassen helle Sprenkel sowie feine Gespinste an den Blättern.
Besonders ärgerlich ist auch die Bohnenfliege, weil ihre Larven schon keimende Samen und junge Pflänzchen schädigen. Vorbeugend helfen warme Aussaatbedingungen, eine Vorkultur im Topf und ein engmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat. So starten die Buschbohnen kräftiger und sind in der empfindlichen Keimphase besser geschützt.
Beliebte Buschbohnen-Sorten
Den Ausdruck „Das interessiert mich nicht die Bohne“ haben auch Sie sicher schon einmal verwendet. Desinteresse und Belanglosigkeit sollen damit zum Ausdruck gebracht werden, so wie es auch schon Minnesänger Walther von der Vogelweide tat. Auch wenn das Sprichwort weiterhin gebräuchlich ist: Die Buschbohne ist heutzutage alles andere als belanglos. Hier nur einige, aber dafür sehr beliebte Sorten und deren Eigenschaften.
| Sorte | Merkmale |
|---|---|
| Adriana (Brechbohne) | • kräftig grüne Bohnen • wird etwa 14 cm lang • Wuchshöhe ca. 50 cm |
| Aramis (Kernbohne) | • zarte grüne Filetbohne • blau-violett-beige gesprenkelter Kern • Wuchshöhe ca. 30 cm |
| Berggold (Brechbohne) | • gelbhülsige Wachsbohne, fadenlos • wird etwa 12 – 14 cm lang • Wuchshöhe ca. 40 cm |
| Borlotto Rosso (Kernbohne) | • spät reifende Trockenkochbohne • wird etwa 11 – 12 cm lang • 5 – 6 Körner pro Hülse |
| Cupidon (Brechbohne) | • grünhülsige Filetbohne • wird etwa 16 – 20 cm lang • Wuchshöhe ca. 30 cm |
| Delinel (Brechbohne) | • Filetbohne mit fadenlosen Hülsen • wird etwa 16 – 18 cm lang • Wuchshöhe ca. 30 cm |
| Filetty (Brechbohne) | • fadenlose Filetbohne • mittelfrühe Reife • wird etwa 12 – 14 cm lang |
| Ferrari (Brechbohne) | • besonders dünne Schoten • wird etwa 12 cm lang • äußerst ertragreiche Sorte |
| Golden Teepee (Brechbohne) | • sehr ertragreiche Wachs-Buschbohne • goldgelbe, knackige Hülsen • wird etwa 14 – 15 cm lang |
| Helios (Brechbohne) | • robuste, gelbe Buschbohne • wird etwa 16 – 18 cm lang • sehr ertragreich |
| Hildora (Brechbohne) | • gelbe Wachsbohne mit mittelfeinen Hülsen • wird etwa 16 – 17 cm lang • mittelfrühe Reife |
| Jutta (Brechbohne) | • sehr ertragreiche grüne Buschbohne • wird etwa 13 – 14 cm lang • Wuchshöhe ca. 45 cm |
| La Victoire (Brechbohne) | • reichtragende Buschbohne • grüne, fadenlose Hülsen • wird etwa 14 cm lang |
| Maxi (Brechbohne) | • frühreifende, grüne Buschbohne • sehr ertragreich • wird etwa 18 – 20 cm lang |
| Nassau (Brechbohne) | • grüne Buschbohne mit flachen Hülsen • wird ca. 16 cm lang • mittelfrühe Sorte, sehr ertragreich |
| Saxa (Brechbohne) | • reichtragende, grüne Buschbohne • schnellwüchsig • unempfindlich gegen nasskalte Witterung |





5 Kommentare
Übersichtlich geschrieben, man findet schnell die Infos die man erwartet, leider sprechen Sie nicht vom Reihenabstand
Hallo Renate, steht doch direkt im ersten Schritt. Ca. 25 – 30 cm. Das gilt für den Abstand in der Reihe wie auch für den Abstand der einzelnen Reihen zueinander.
Meine Buschbohnen werden schon das zweite Jahr angefressen, was kann das sein?
Voriges Jahr habe ich die Bohnen nachgesteckt und mit Vlies zugedeckt. Dann sind sie geworden. Dieses Jahr wollen sie einfach nicht gedeihen (auch mit Vliesabdeckung)
Was kann ich noch machen?
Moin in einem HOCHBEET kann nichts geschehen !!!! Habe schon seit 3 jahen 2 Hochbeete ,den ganzen Sommer schöne Salate ,Möhren, alle Kräuter. Im augenblick sind Buschbohnen,
habe das aber leider etwas zuspät am 20. 7.2019 gesetzt sie sind aber schon sehr schön .Vielleich noch zwei Wochen dann werde ich sie ernten.
alles gute von Hannelore Friedrich aus dem Hohen Norden Ladelund
Hallo, mich würde mal interessieren ob es sinnvoll ist die ersten Blüten abzumachen um den wuchs zu verbessern. Meine Zuckerschoten sind ca 30cm groß und bekommen jetzt schon fruchtansätzen.