Sie sind klein und selten zu sehen im Garten. Dennoch sind sie gefährlich, da sie Krankheiten übertragen. Die Rede ist von Ratten. Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Tiere wissen müssen.
Ratten im Garten zu haben, ist für viele Hausbesitzer ein unangenehmes Thema. Denn Ratten werden immer direkt mit Unsauberkeit in Verbindung gebracht, weshalb kaum jemand gerne darüber spricht. Doch sobald angefressene Säcke im Schuppen liegen oder Rattenkot zu finden ist, muss man sich wohl oder übel mit dem Thema auseinandersetzen. Nicht nur, weil Ratten einen materiellen Schaden anrichten können, sondern, weil sie auch gefährlich für unsere Gesundheit sind. Sie müssen also unbedingt schnell handeln, wenn Sie Ratten im Garten entdecken. Denn ein kleiner Befall kann sich rasch zu einem größeren Problem entwickeln und so zu einer Gefahrenquelle im Garten werden.
Inhalte
Wie sehen Ratten aus?

In Deutschland leben hauptsächlich zwei Rattenarten in Menschennähe: dazu zählt die Wanderratte (Rattus norvegicus) und die Hausratte (Rattus rattus), die seltener vorkommt.
🐀 Wanderratte:
Die Wanderratte hat eine Körperlänge von etwa 20 bis 26 cm. Der Schwanz ist etwas kürzer als der Körper und das Fell ist grau bis braun. Der Bauch ist etwas heller. Die Ohren sind eher klein und liegen dicht am Kopf an.
🐀 Hausratte:
Die Hausratte, oft auch Dachratte genannt, hat eine Körperlänge von etwa 16 bis 24 cm und ist schlanker gebaut. Ihr Schwanz ist länger als der Körper und das Fell ist dunkelbraun bis fast schwarz. Sie hat größere Ohren und ist insgesamt etwas zierlicher. In Gärten ist sie eher selten zu finden, da sie trockene und warme Bereiche im oberen Gebäudeteil bevorzugt, wie zum Beispiel Dachböden.
Zwei Dinge haben beide Rattenarten gemeinsam: zum einen die langen, kräftigen Schneidezähne. Sie wachsen ein Leben lang nach. Deshalb müssen Ratten ständig nagen. Zum anderen das Alter. Wander- und Hausratten können in freier Wildbahn 1 bis 2 Jahre alt werden. Doch viele Tiere erreichen dieses Alter gar nicht, da sie Fressfeinden, Krankheiten oder Bekämpfungsmaßnahmen zum Opfer fallen.
Lebensweise von Ratten
▪️Lebensraum:
Ratten sind überwiegend nachtaktiv. Das bedeutet, dass sie sich tagsüber vorwiegend in ihren Nestern aufhalten. Diese befinden sich in Erdbauten, unter Terrassen, in Komposthaufen oder in Schuppen. Also überall dort, wo die Tiere eher ungestört leben können. Besonders beliebt sind geschützte, warme Orte mit Nähe zu Futterquellen.
▪️Vermehrung:
Was zwei Ratten schnell zur Rattenplage machen kann, ist der Fakt, dass ein Weibchen pro Jahr gleich mehrere Würfe zur Welt bringt. Pro Wurf sind 6 bis 12 Jungtiere keine Seltenheit. Das größere Problem daran: die Jungtiere sind schon nach wenigen Monaten selbst geschlechtsreif. Deshalb kann es schnell zu einer wahren Rattenplage im Garten kommen.
▪️Ernährung:
Ratten sind nicht anspruchsvoll. Vor allem, wenn es um die Nahrung geht. Ratten sind nämlich Allesfresser. Sie fressen Obst, Gemüse, Getreide, Küchenabfälle, Tierfutter und sogar kleine Tiere. Komposthaufen, Vogelfutter auf dem Boden oder Futterschalen für Haustiere ziehen sie daher regelrecht an.
Anzeichen für Ratten im Garten

Ratten sind sogenannte Kulturfolger. Das bedeutet, sie leben dort, wo Menschen ihnen quasi ungewollt Nahrung, Wasser und Unterschlupf bieten. Somit ist es ganz egal, wie Ihr Garten aussieht bzw. gepflegt ist. Auch penibel gepflegte Gärten in Wohngebieten bleiben nicht von Ratten verschont. Werden in diesen Vögel gefüttert oder andere Tiere im Freien, sind auch sie nicht vor Ratten geschützt.
Doch wie erkennt man nun, ob Ratten den Garten besiedelt haben? In der Regel ist es so, dass viele Gartenbesitzer die Ratten erst bemerken, wenn der Befall schon fortgeschritten ist. Es ist daher wichtige, dass Sie auf die folgenden Hinweise achten:
➜ Rattenkot:
Rattenkot ist ein deutliches Warnsignal. Die Kotstücke sind dunkelbraun bis schwarz, etwa 1 bis 2 cm lang und spindelförmig, also leicht gebogen. Frischer Kot glänzt zudem leicht und ist weich. Älterer Kot hingegen wird hart und matt. Auch gut zu wissen: Liegt regelmäßig Kot an denselben Stellen, nutzen die Tiere diese Wege häufig.
➜ Laufwege und Trampelpfade:
Ratten sind Gewohnheitstiere. Sie nutzen nämlich immer dieselben Routen. Auf diese Weise entstehen im hohen Gras schmale Pfade. Laufen Sie an Wänden oder Mauern entlang, hinterlassen sie dabei oft dunkelbraune, schmierige Spuren. Das liegt am Körperfett der Ratten. Zusammen mit Schmutz- und Staubablagerungen entstehen die sogenannten Schmierspuren, die häufig zu den Futter- bzw. Nistplätzen der Ratten führen.
➜ Erdlöcher:
Nicht nur Wühlmäuse, sondern auch Ratten leben in der Erde. Hier graben sie Gänge mit mehreren Ein- und Ausgängen. In der Regel haben diese Öffnungen einen Durchmesser von 5 bis 10 cm. Befindet sich frische Erde vor dem Loch, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die Ratten aktiv sind.
➜ Nagespuren:
Sind Müllsäcke angefressen, Holzlatten beschädigt oder Kunststoffrohre angenagt, ist das ein deutlicher Hinweis, dass hier Ratten am Werk sind. Aber auch angeknabberte Obst- und Gemüsereste im Beet sprechen für Ratten.
➜ Geräusche:
Ratten sind natürlich auch zu hören. Vor allem in der Dämmerung oder nachts können Sie Rascheln, Scharren oder Quieken aus Hecken, unter Terrassen oder im Schuppen hören.
➜ Geruch:
Ein weiterer Hinweis auf Ratten, der weniger im Garten, sondern eher im Bereich von Terrassen, Schuppen oder Gartenhäusern auffällt, ist ein intensiver, unangenehmer Geruch. Dieser entsteht durch Rattenurin, der viele an Ammoniak erinnert. In Kombination mit Kot, Nagespuren oder Erdlöchern ist das ein deutliches Warnzeichen für einen Rattenbefall.
Welchen Schaden richten Ratten im Garten an?
Ratten sind keine harmlosen Besucher. Sie richten nicht nur Schäden in Gärten und an Ihrem Hab und Gut an, Ratten sind auch schädlich für unsere Gesundheit. Im Garten zerstören sie Beete, fressen Obst und Gemüse und sie unterhöhlen Wege oder Terrassen. Das Problem hierbei ist, das dadurch Fundamente instabil werden. Außerdem nagen Ratten nur zu gerne Kabel an, was im schlimmsten Fall zu Kurzschlüssen oder sogar einen Brand führen kann.
Hinzu kommt, dass Ratten Krankheiten übertragen. Unter anderem können sie Erreger wie Leptospiren oder Salmonellen verbreiten. Vor allem Kot, Urin oder kontaminiertes Wasser stellen ein Risiko dar.
Bekämpfung von Ratten im Garten
Wenn Sie Ratten dauerhaft loswerden möchten, müssen Sie ihnen vor allem drei Dinge entziehen: Nahrung, Wasser und Unterschlupf. Denn ohne diese Grundlagen verlieren Gärten für Ratten schnell an Attraktivität.
➜ Nahrung entziehen:
Am wichtigsten ist, den Tieren das Futter zu entziehen. Daher sollten Sie Mülltonnen immer schließen und auch Bioabfälle in einer geschlossenen Tonne entsorgen. So halten Sie auch Waschbären fern. Unvorteilhaft ist auch ein offenen Komposthaufen mit Essensresten, da er Ratten und auch Füchse magisch anzieht. Besser ist ein geschlossener Komposter.
Was viele auch nicht wissen: auch Vogelfutter kann Ratten anlocken. Deshalb sollten Sie es am besten ausschließlich in Futterspendern anbieten. So fällt möglichst wenig Futter auf den Boden.
Füttern Sie Ihre Haustiere wie Hund, Katze oder Kaninchen im Freien, ist es wichtig, dass Sie Futterreste täglich entfernen. Lassen Sie das Tierfutter auf keinen Fall über Nacht im Freien stehen.
➜ Lebensraum unattraktiv machen:
Ratten bevorzugen geschützte Verstecke. Im Garten wären das zum Beispiel dichte Hecken, Holzstapel oder Gerümpel im Schuppen. Lagern Sie daher Brennholz am besten etwas erhöht und mit Abstand zur Hauswand. Entfernen Sie zudem regelmäßig Laub- und Schnittgut aus dem Garten. Lesetipp: Gartenabfälle zerkleinern ohne Häcksler – Tipps & wichtige Informationen
Verschließen Sie auch Löcher in Mauern, Fundamenten oder unter Terrassen. Verwenden Sie hierfür zum Beispiel engmaschigen Drahtgitter aus Metall, denn Kunststoffgitter werden häufig durchgenagt. Und auch Lüftungsschächte können Sie mit Metallgittern sichern.
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➜ Lebensraum stören:
Ratten sind scheu und mögen weder Lärm noch sonstige Störungen. Wenn Sie regelmäßig Gartenarbeiten durchführen, sprich Beete umgraben oder Holzstapeln umlagern, sorgen Sie dafür, dass sich die Tiere nicht dauerhaft ansiedeln. Auch Bewegungsmelder können abschreckend wirken, da Ratten die Dunkelheit bevorzugen.
➜ Technische Hilfsmittel:
Im Handel werden Ultraschallgeräte angeboten, die für Menschen kaum hörbare Töne senden, die Ratten vertreiben sollen. Sie sind nicht für den Garten an sich geeignet, weil der Effekt hier verpufft. Sie sind vielmehr für kleine, geschlossene Bereiche wie einen Schuppen oder ein Gartenhaus geeignet.
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- ✅ INNENSCHUTZ: Jedes Gerät deckt 80–140 Quadratmeter ab und schützt Schlafzimmer, Küchen, Wohnzimmer oder Keller. Als Spinnenabwehrgerät, Fliegenabwehr im Innenbereich und Mückenabwehrgerät schützt es gegen Ameisen, Fliegen, Kakerlaken, Mücken und mehr. Verwenden Sie ein Gerät pro Raum.
➜ Lebend- und Schlagfallen:
Der Einsatz von Lebendfallen ist grundsätzlich erlaubt. Auf diese Weise wird die Ratte in einer Box gefangen, ohne sie sofort zu töten. Allerdings müssen Sie die gefangene Tiere tierschutzgerecht behandeln. Sie können sie nicht einfach im nächstgelegenen Park aussetzen. Im schlechtesten Fall würde die Ratte den Weg zurück in Ihren Garten finden. Sie sollten die Ratten am besten mindestens ein bis zwei Kilometer entfernt von Ihrem Garten in einem Waldstück aussetzen. Wichtig dabei: tragen Sie unbedingt Handschuhe! Außerdem: Lebendfallen müssen mindestens alle 12 Stunden kontrolliert werden.
Auch mechanische Schlagfallen sind erlaubt, sofern sie tierschutzgerecht eingesetzt werden. Sie müssen also so konstruiert sein, dass das Tier schnell getötet wird.
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➜ Fachbetrieb beauftragen:
Wenn es vor Ratten in Ihrem Garten wimmelt oder immer wieder neue Ratten auftauchen, sollten Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer mit der Bekämpfung beauftragen. Diese Fachleute wissen genau, welche Mittel erlaubt sind und wie sie richtig eingesetzt werden. Sie halten sich an die gesetzlichen Vorschriften und schauen auch nach, warum die Ratten überhaupt gekommen sind. Anschließend geben sie Tipps, wie Sie Ihren Garten verändern können, dass die Tiere nicht wiederkommen.
Autoren-Kommentar von M. Liebeskind
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Vorsichtsmaßnahmen

- Ratten übertragen Krankheiten. Fassen Sie daher weder Kot noch tote Tiere an und tragen Sie Handschuhe, wenn Sie betroffene Stellen reinigen.
- Wenn Sie eine tote Ratte finden, entsorgen Sie diese mit Handschuhen über den Restmüll und waschen Sie sich anschließend gründlich die Hände.
- Ihre Kinder sollten zudem nicht in Bereichen spielen, in denen Ratten aktiv sind. Schützen Sie obendrein Ihre Haustiere.
- Sollte es mal passieren, dass Sie von einer Ratte gebissen werden, suchen Sie sofort einen Arzt oder eine Notaufnahme auf. Ein Rattenbiss ist nämlich ein medizinischer Notfall. Der Arzt versorgt die Wunde und prüft zudem, ob eine Tetanus-Impfung aufgefrischt werden muss. Außerdem wird in der Regel auch ein Antibiotikum verschrieben, um eine Infektion zu verhindern.







