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Adonisröschen pflegen – So gießen, düngen, schneiden und überwintern Sie es richtig

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Adonisröschen zu pflanzen ist eigentlich ein wahres Kinderspiel. Nur bei der anschließenden Pflege gibt es einiges zu beachten.

Adonisröschen pflegen
© Starover Sibiriak – Fotolia.com

Noch vor wenigen Jahren war es keine Seltenheit, dem Adonisröschen in Europa auch in freier Natur zu begegnen. In unseren Breiten ist dies heute jedoch kaum noch der Fall. Viele natürliche Standorte der Pflanze mussten der modernen Bebauung weichen. Dabei besitzen die Pflanzen eine lange Geschichte und wurden bereits in der Antike als Heilpflanzen genutzt.

Die Pflanzen im heimischen Garten zu kultivieren, wird Sie sicherlich vor einige Herausforderungen stellen. Dafür werden Sie aber auch mit einem attraktiven Blickfang und einer reichen Blüte belohnt. Doch nicht nur das richtige Anpflanzen ist wichtig, damit das Adonisröschen prächtig gedeiht. Es kommt vor allem auch auf die richtige Pflege an. Nachfolgend die wichtigsten Pflegehinweise im Überblick.

Adonisröschen richtig gießen

Eine Besonderheit der Pflanze sind die weitverzweigten Pfahlwurzeln. Damit trotzt die Pflanze auch kargen Standortbedingungen. Die Wurzeln können bis zu 80 Zentimeter in die Tiefe reichen und machen die Versorgung mit Wasser auch während längerer Trockenperioden möglich. Wie sich vielleicht bereits erahnen lässt, überstehen Adonisröschen im Beet somit auch längere Trockenphasen und müssen nicht zwingend regelmäßig bewässert werden. Eine Ausnahme bilden junge Pflanzen und Pflanzen, die frisch gepflanzt wurden. Im ersten Standjahr müssen Sie diese regelmäßig bewässern. Die besten Gießzeiten sind der frühe Morgen und die frühen Abendstunden.

Das Gießwasser sollte möglichst schnell abfließen können. Daher bietet es sich an, einen Gießrand anzulegen. Zudem sollten Sie den Boden ausreichend auflockern. Ratsam ist auch das Einbringen von Tonscherben oder Kies. Dies beugt der Entstehung von Staunässe vor. Auch in der kalten Jahreszeit sollten Sie den Boden bei Jungpflanzen regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls an frostfreien Tagen wässern. Das Substrat sollte nämlich niemals komplett austrocknen.

Tipp:
Adonisröschen können Sie mit Leitungswasser gießen, denn kalkhaltiges Wasser schadet ihnen nicht. Eine Ausnahme bildet das Amur-Adonisröschen, welches keinen Kalk mag und mit Regenwasser gegossen werden sollte. Lesetipp: Regenwasser auffangen und als Gießwasser nutzen – 3 Möglichkeiten vorgestellt.

Adonisröschen richtig düngen

Für die Frühblüher unter den Adonisröschen ist die Düngung bereits bei der Pflanzung wichtig. Vermischen Sie das Substrat mit Kompost und Hornspäne, stehen der Pflanze ausreichend Nährstoffe zur Verfügung. Fallen die Temperaturen unter zehn Grad, kann das Adonisröschen organischen Dünger nicht mehr verwerten. Das Sommer-Adonisröschen wird im Frühling gedüngt. Im Spätsommer können Düngergaben die Pflanzen fit für den Winter machen.

Müssen Adonisröschen zurückgeschnitten werden?

Einen Rückschnitt im herkömmlichen Sinne müssen Sie beim Adonisröschen nicht vornehmen. Dennoch sollten Sie die Pflanze regelmäßig kontrollieren. Verwelkte Blätter und abgestorbene Triebe sollten Sie zeitnah entfernen und bodentief zurückschneiden. Entfernen Sie zudem regelmäßig welke Blütenstände, fördert dies die Ausbildung neuer Knospen. Sind die Adonisröschen verblüht, ziehen sich die Pflanzen in sich zurück. Aus den Blättern und Trieben werden die Nährstoffressourcen ausgeschöpft und für die nächste Blütezeit aufgespart.

Wichtig:
Tragen Sie beim Rückschnitt unbedingt Handschuhe, denn der austretende Pflanzensaft ist giftig und kann allergische Reaktionen hervorrufen. Das gilt übrigens auch, wenn Sie das Adonisröschen pflanzen. Tragen Sie dabei immer Handschuhe.

So werden Adonisröschen richtig überwintert

Ältere Adonisröschen sind den Standortbedingungen angepasst und winterhart. Auch bei Minusgraden im zweistelligen Bereich ist kein zusätzlicher Schutz notwendig. Eine Ausnahme stellen Keimlinge und Jungpflanzen dar. Besonders das Wurzelsystem ist in diesem Fall noch nicht ausreichend ausgeprägt und daher benötigen die Adonisröschen einen Winterschutz aus Laub oder Reisig.

Tipp:
Achten Sie darauf, den Winterschutz im Frühling zeitnah zu entfernen, damit die Pflanze nicht am Austrieb gehindert wird.

Haben Sie die Pflanzen im Kübel ausgesät, sollten Sie diesen mit Gartenvlies umwickeln. Den Boden müssen Sie zudem mit Laub oder Reisig abdecken. An trockenen und frostfreien Tagen sollten die Keimlinge außerdem geringe Wassergaben erhalten.

Schädlinge und Krankheiten am Adonisröschen erkennen und bekämpfen

Keinerlei Gefahr besteht für das Frühlings-Adonisröschen. Die Pflanzen stehen eher in Blüte, als Schädlinge im Beet anzutreffen sind. Bei der Pflanze sind auch keine Krankheiten beobachtet worden, so dass Sie sich einen besonders robusten Pflanzenvertreter ins Beet holen.

Der größte Feind des Adonisröschens sind Schnecken. Nachtaktive Schnecken haben es auf die fein gefiederten Blätter abgesehen und es bedarf nur weniger Nächte, bis vom Adonisröschen nichts mehr übrig ist. Um einem Schneckenbefall vorzubeugen, können Sie einige Maßnahmen ergreifen, welche nun näher beschrieben werden.

Pflanzen gegen Schnecken:

Ein bewährtes Hausmittel ist die Verwendung von Pflanzenextrakten bei Schneckenbefall. So hat sich das Einsprühen mit Lebermooskonzentrat bewährt. Auch Küchenkräuter wie Thymian, Rosmarin oder Salbei mögen die Schnecken nicht. Die Zweige dazu einfach rund um die Pflanze verteilen. Natürlich müssen Sie das in regelmäßigen Abständen wiederholen, da die Kräuter vom Wind davongetragen werden und mit der Zeit auch ihr Aroma verlieren.

Kupferdraht gegen Schnecken:

Kupferdraht ist die preisgünstigste Alternative zu im Handel erhältlichen Schneckenzäunen. Die Verwendung von Kupferdraht bietet sich an, wenn einzelne Pflanzen geschützt werden sollen. Mehrere Lagen Draht dazu einfach zu einer Kordel drehen. Anschließend aus dieser Kordel einen Ring formen und ihn um die Pflanze legen. Von Nacktschnecken wird er in der Regel nicht überquert.

Eierschalen, Sand oder Katzenstreu gegen Schnecken:

Mit den genannten Substanzen lassen sich wirkungsvolle Barrieren gegen Nacktschnecken errichten. Werden Eierschalen zerkleinert, entstehen scharfkantige Splitter, die von den Schnecken gemieden werden. Auch ein um die Pflanze angebrachter Rand aus Sand oder Katzenstreu wird von Schnecken gemieden. Einziges Problem: der Schneckenschutz muss regelmäßig erneuert werden.
nach Regenfall unwirksam


Foto1: © Starover Sibiriak - Fotolia.com

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