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Alpen Aster – pflanzen und pflegen

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Die winterharte Alpen Aster bevorzugt einen sonnigen Standort. Die blühfreudige Staude eignet sich sowohl fürs Beet, als auch für die Kübelbepflanzung.

Alpen Aster
© vaitekune / stock.adobe.com
Alpen-Astern sind schier unverwüstlich. Durch ihre Anpassung an das raue Gebirgsklima trotzen die blühfreudigen Pflanzen Wind und Wetter und erfreuen ab Mai mit ihren violetten Blütenköpfen. Die robuste Mini-Aster kann im Beet mit ihren größeren Verwandten konkurrieren. Besonders gut kommt die Alpen Aster (Aster alpinus) im Steingarten zur Geltung. Weitere geläufige Namen der Alpen Aster sind Alpen-Sternblume, Blaue Gamsblüh, Blaue Gamswurz oder Blaues Bergsternkraut. Wie die farbenfrohen Stauden richtig gepflanzt und gepflegt werden, wird im Folgenden verraten.

Alpen Aster – Herkunft

Nicht nur in den namensgebenden Alpen ist die kleine Aster zu Hause. Auch die Pyrenäen, die Hohe Tatra oder der Balkan gelten als Heimat der Alpen-Aster. Vorkommen sind auch im Iran, in Sibirien oder im Norden Amerikas zu finden. Die robusten Pflanzen wachsen bis in eine Höhenlage von 3.000 Metern. Aufmerksame Wanderer werden die Alpen-Aster nicht selten in Gesellschaft mit Edelweiß entdecken.

Alpen Aster – Besonderheiten

Die Alpen-Aster zählt zu den Korbblütengewächsen. Blaue Gamswurz oder Blaue Gamsblüh sind weitere geläufige Bezeichnungen. In vielen Steingärten ist die kleine Aster heimisch geworden. Wer der Pflanze jedoch in freier Natur begegnet, darf sie nicht abpflücken oder ausgraben, um sie im heimischen Garten einzusetzen. Die Alpen-Aster steht unter Artenschutz und darf daher in freier Wildbahn nicht angerührt werden.

Alpen Aster (Aster alpinus)
Wuchs: aufrecht, horstig, polsterförmig
Wuchshöhe: 5 – 20 cm
Wuchsbreite: 15 – 25 cm
Blütezeit: Mai – Juni
Standort: Sonne
Boden: gut durchlässig, lehmig- sandig, steinreich, trocken bis frisch
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Alpen Aster pflanzen

➔ Den passenden Standort finden

Die Alpen-Aster fühlt sich an einem sonnigen und warmen Standort am wohlsten. Auch an einem halbschattigen Standplatz wird die robuste Pflanze nicht eingehen, aber vermutlich weniger üppig wachsen und kaum Blüten ausbilden.

Der Steingarten ist der ideale Standplatz für die etwa 20 Zentimeter hoch wachsenden Pflanzen. Die Steine nehmen bei Tage die Wärme auf und können diese nach Sonnenuntergang an die Pflanzen abgeben.

» Tipp: Alpen-Astern stellen wenige Ansprüche an ihren Standort und siedeln sich sogar in Mauerritzen an, sofern ausreichend Erde vorhanden ist, um sich einwurzeln zu können.

➔ Das ideale Substrat auswählen

Das Substrat sollte trocken und frisch beschaffen sein. Wichtig ist, für eine gute Bodendurchlässigkeit zu sorgen. Dies kann durch die Aufwertung des Substrats mit Sand oder Kies geschehen und wird besonders bei schweren Lehmböden empfohlen. Die Nährstoffansprüche der Alpen-Aster sind eher gering, sodass die robusten Pflanzen mit herkömmlicher Gartenerde gut zurechtkommen.

➔ Alpen-Aster pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Substrat vorbereiten
  3. Pflanzabstand beachten
  4. Pflanzloch ausheben
  1. Pflanze einsetzen
  2. Pflanzloch schließen
  3. Erde gut andrücken
  4. Pflanzen angießen

Die Alpen-Aster kann ganzjährig an frostfreien Tagen gepflanzt werden. Als bester Pflanzzeitpunkt erweisen sich Frühling und Herbst. Für die Gruppenpflanzung ist ein Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern einzuhalten.

Die Kultivierung der Alpen-Aster ist auch auf Balkon oder Terrasse möglich. Der Pflanzkübel sollte mindestens die doppelte Größe des Wurzelballens aufweisen und über genügend Abzugslöcher im Boden verfügen.

Alpen Aster pflegen

➔ Alpen-Aster richtig gießen

Im Vergleich zur in unseren Breiten heimischen Herbstaster zeigt sich die Alpen-Aster weit robuster und verträgt auch längere Trockenheit. Vollständig austrocknen darf der Boden jedoch nicht. Daher ist das Gießen nicht komplett zu vernachlässigen. Gießen Sie die Alpen-Aster mäßig aber regelmäßig. An heißen Sommertagen kann intensiver gegossen werden, damit die empfindlichen Wurzeln reichlich Feuchtigkeit aufnehmen können.

➔ Alpen-Aster richtig düngen

Alpen-Astern müssen nicht regelmäßig gedüngt werden. Ob überhaupt gedüngt werden muss, ist abhängig vom gewählten Standplatz und den dort vorherrschenden Bodenverhältnissen.

Normaler Gartenboden ist in der Regel ausreichend. Fällt bei der Neuanlage eines Beetes auf, dass die Erde kaum Nährstoffe enthält, können Kompost oder Hornmehl in geringer Konzentration untergemischt werden. Damit erhalten die Pflanzen einen organischen Langzeitdünger und weitere Düngergaben sind nicht notwendig.

➔ Alpen-Aster schneiden

Damit die Alpen-Sternblume buschig und kompakt wächst, muss regelmäßig zur Schere gegriffen werden. Im Frühling und im späten Herbst erfolgt ein kräftiger Rückschnitt.

» Tipp: Verwelkte Blüten werden regelmäßig entfernt. Dadurch wird die Pflanze zur Nachblüte angeregt.

Etwa alle drei Jahre ist es an der Zeit, die Alpen-Aster zu teilen. Dabei gewinnt der Hobbygärtner nicht nur eine neue Pflanze, sondern sorgt auch dafür, dass die Alpen-Aster nicht vergreist. Wird dies versäumt, nehmen die alten Triebe überhand und die Pflanze wirkt mittig alt und vertrocknet. Die Pflanzen können im Frühling oder Herbst komplett ausgegraben werden. Anschließend wird das Wurzelwerk auf Schadstellen hin kontrolliert und mit einem scharfen Spaten geteilt. Die neu gewonnenen Pflanzen werden sofort wieder in die Erde gebracht. Vor der Pflanzung werden die Pflanzlöcher gut gewässert.

Alpen-Aster vermehren

Die eben beschriebene Teilung ist eine gängige Methode der Vermehrung von Pflanzen. Darüber hinaus können neue Pflanzen aus Samen gewonnen werden. Bei gefüllt blühenden Alpen-Astern wird die Teilung der Aussaat meist vorgezogen. Samen können ab Mitte Mai direkt im Freiland ausgesät oder bereits ab März im Zimmer vorgezogen werden.

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Krankheiten und Schädlinge an der Alpen-Aster erkennen

Gelegentlich kommt es bei der Alpen-Aster zu einem Befall mit Schaumzikaden oder Blattälchen. Der Echte Mehltau oder die Verticillium-Welke sind häufige Krankheitsbilder, welche Hobbygärtner möglichst früh erkennen sollten.

Echter Mehltau ist gut an dem weißlichen Belag, der sich auf den Oberseiten der Blätter sammelt zu erkennen. Der Film lässt sich von den Pflanzen abstreifen. Wird dies versäumt, werden die Blätter braun und vertrocknen.

Der Pilzbefall lässt sich mit einer Lösung aus Wasser und Milch im Verhältnis 1:8 beseitigen. Gefährdete Pflanzen können auch vorbeugend einmal wöchentlich damit behandelt werden.

Die Verticillium-Welke wird ebenfalls durch Pilze verursacht. Eine Infektion bleibt meist zunächst unbemerkt, da sie über die Wurzeln erfolgt. Die Blätter vergilben mit der Zeit und erwecken den Eindruck, vertrocknet zu sein. Die Sporen verbreiten sich über die Wasserleitungsbahnen der Pflanze. Damit wird die Versorgung mit Feuchtigkeit gestört, was zu dem beschriebenen Schadbild führt.

Um die Pflanze zu retten, ist diese umzupflanzen und das Substrat komplett auszutauschen. Um die Krankheit nicht zu begünstigen, ist auf eine vermehrte Düngung mit Stickstoff zu verzichten.

Alpen-Aster überwintern

Die Alpen-Aster gilt allgemein als winterhart. Damit die Pflanzen auch vor Kahlfrösten gut geschützt sind, kann eine Abdeckung mit Laub oder Reisig helfen. Kübelpflanzen sollten im Haus überwintern. Wer keine Möglichkeit dazu besitzt, umhüllt das Pflanzgefäß mit Gartenvlies und stellt den Pflanztopf auf eine Unterlage aus Styropor oder Holz.

Hübsche Sorten im Überblick

Alpen-Astern sind in verschiedenen Sorten erhältlich. Eine Gruppenpflanzung sorgt für Belebung des Steingartens.

Alpen Aster SorteMerkmale
AbendscheinBlütenfarbe: rosa
gefüllte Blüten
AlbusWuchshöhe: etwa 30 cm
Blütenfarbe: weiß
blühfreudig
Dunkle SchöneBlütenfarbe: dunkles Violett
blühfreudig
Happy EndBlütenfarbe: rosa
Foto1: Üppig blühende Alpen-Aster

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