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Teppich-Aster ‚Snowflurry‘ – Pflanzen, pflegen und schneiden

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Die Teppich-Aster ist eine kräftig blühende und sehr beliebte Staudenpflanze. Noch dazu ist sie pflegeleicht und recht anspruchslos.

Teppich Aster Snowflurry - Pflanzen, pflegen und schneiden
#102887320 | © prajit48 – Fotolia.com

Bei der Teppich-Aster ‚Snowflurry‘ (Aster pansus ‚Snowflurry‘) handelt es sich um eine hübsche Staudenpflanze, die mit ihren charakteristischen Blüten an kleine Schneeflocken erinnert – und das schon im Herbst. Von dieser Optik leitet sich auch die englische Bezeichnung als Schneeflocke ab. Diese Aster-Art ist zudem die einzige der Astern, die von einem bodendeckenden Wuchs gekennzeichnet ist. Immer und immer wieder bilden sich neue Triebe der Teppich-Aster aus, die dafür sorgen, dass sich die Pflanze wie ein Fächer verbreitet. Im Laufe der Zeit bildet sich somit ein dichter Bestand, der einem Teppich ähnelt, was auch diesen Namen der Pflanze erklärt.

Auch wenn die weiße Pflanze hierzulande nicht heimisch ist, macht sie sich doch in einem Steingarten sehr gut. Die Teppich-Aster blüht allerdings nur im September und Oktober, wobei sie eine Wuchshöhe von zehn bis 25 Zentimetern kaum überschreitet. Aufgrund der Tatsache, dass die Teppich-Aster nicht vor September blüht, wird sie überdies auch als Septemberkraut bezeichnet. Im Volksmund ist die Staudenpflanze darüber hinaus ebenso als Herbstaster bekannt. Dennoch ist diese Astern-Sorte hierzulande bisher nicht sonderlich weit verbreitet.

Das charmante Aussehen der Teppich-Aster

Die Teppich-Aster verfügt über zahllose Sternblüten von feinstrahliger Natur. Vor allem im Herbst ist der dichte Blütenbestand ein wahres Fest für die Sinne. Die niedlichen weißen Körbchenblüten sind von einer gelben Mitte und winzigen Größe gekennzeichnet. Im Vergleich zu den linealischen Laubblättern in einem dunklen, satten Grün, bilden die Blüten der Teppich-Aster somit einen gelungenen Kontrast. Am oberen Ende sind die Stängel der Pflanze recht stark verzweigt. Im Garten kommen die Teppich-Astern vor allem dann besonders gut zur Geltung, wenn sie wie folgt angepflanzt werden:

  • herunterwachsend auf Mauern
  • herabhängend auf Treppenabsätzen
  • in Steinbeeten
  • als Kübelpflanze
  • in Trögen oder Kästen als Zierpflanze

oder auch:

  • auf einer Bienenweide
  • auf einer Schmetterlingsweide
  • auf einer Insektenweide

Im Übrigen verträgt sich die Teppich-Aster mit vielen Pflanzpartner sehr gut, die zum Beispiel auch aus der Familie der Astern stammen können. Daher lässt sich die Teppich-Aster im eigenen Garten unter anderem wie folgt für ein buntes Farbspektakel kombinieren:

  • mit hohen Aster-Sorten, die leuchtend blau blühen
  • mit Federgras
  • mit violetten Verbenen
  • mit Indianergras
  • gemeinsam mit der Bläulichen Wolfsmilch
  • mit dem Großen Fettblatt

Grundlegende Informationen zur Pflanzengattung der Astern

Als bodenkriechende Pflanze stellt die Teppich-Aster eine echte Ausnahme in der Familie der Astern dar. Dennoch hat sie auch viele Eigenschaften mit anderen Astern-Arten gemein. Diese Pflanzengattung gehört zur Korbblütler-Familie, von denen rund um die Erde gut 180 verschiedene Arten bekannt sind. Vor allem in Eurasien sind Astern weit verbreitet. Viele Astern-Arten kommen in Gärten und Parks als Zierpflanzen zum Einsatz.

Die meisten Astern sind, genau wie die Teppich-Aster auch, mehrjährig. Es gibt jedoch auch ein- sowie zweijährige Pflanzen dieser Gattung. Bezüglich ihrer Wuchshöhen unterscheiden sich die Pflanzen stark. Diese können sich auf gerade einmal drei Zentimeter bis zu drei Meter belaufen. Auch bei den Blatträndern ist eine Variation von gezähnt bis glatt zu beobachten. Folgendes Farbspektrum deckt diese Pflanzenfamilie ab:

  • weiß
  • rosa
  • blau
  • lila
  • rot

Die Gattung als solche wurde bereits im Jahr 1753 dokumentiert. Dies geht auf die Kappe von Carl von Linné. Der Gattungsname „Aster“ leitet sich dabei aus dem Lateinischen von „astrum“ ab, was so viel wie Gestirn oder Stern bedeutet und somit auf die Blütenform der meisten Astern hinweist. Jeder Astern-Sorte ist zudem unter ihrem eigenen lateinischen Namen bekannt, der für die Teppich- oder Snowflurry-Aster zum Beispiel „Aster pansus“ lautet.

Diese Standorte bevorzugt die Teppich-Aster

Sowohl auf Stein- und Freiflächen sowie am Gehölzrand kann die Teppich-Aster angepflanzt werden. Neben einem vollsonnigen Standort ist der Aster vor allem ein trockner, aber ausreichend durchlässiger und nährstoffarmer Boden sehr wichtig. Auf Freiflächen gedeiht die Snowflurry-Aster auch bei einem mäßig trockenen bis frischen Boden sehr gut. Am Gehölzrand ist vor allem eine sonnige sowie ausreichend warme Lage sehr wichtig. Sofern die Teppich-Aster über einen ausreichend starken Wurzelballen verfügt, der sich genügend tief ins Erdreich eingegraben hat, kann sie selbst an einem halbschattigen Plätzchen gedeihen.

Die Teppich-Aster im eigenen Garten anpflanzen

Wer die Teppich-Aster im eigenen Garten anpflanzen möchte, sollte dabei einen Pflanzabstand von gut 40 Zentimetern einhalten. Die ideale Pflanzzeit erstreckt sich von März bis Oktober, so dass die kleinen Schneeflöckchen-Pflanzen im eigenen Garten einen Großteil des Jahres über ohne Probleme angepflanzt werden können. Am besten wird die Teppich-Aster in einem Verbund bestehend aus drei bis fünf Einzelpflanzen angepflanzt.

Tipps zum erfolgreichen Anlegen eines Staudenbeets

Wenn die Teppich-Aster erfolgreich in ein Staudenbeet im eigenen Garten integriert werden soll, sollten sich alle Hobbygärtner ein paar wichtige Expertentipps unbedingt zu Herzen nehmen. Nachdem die Pflanzen ausgepackt wurden, ist es sinnvoll, wenn diese zunächst für zehn Minuten in ein Wasserbad gegeben werden. Der Wurzelballen der Teppich-Aster sollte sich ausreichend mit Wasser sättigen können, damit die Pflanze möglichst gut anwachsen kann. Das ist daran zu erkennen, dass im Wasserbad irgendwann keine weiteren Luftblasen aufsteigen werden, was als ein deutliches Indiz für einen vollgesogenen Wurzelballen zu werten ist.

Sofern ein großes Beet angelegt werden soll, ist es sinnvoll, die einzelnen Pflanzen noch in ihren Töpfen im korrekten Abstand entlang des Beets zu platzieren. So kann der erforderliche Pflanzabstand auf die komplette Fläche verteilt korrekt ermittelt werden. Eventuelle Korrekturen bei den Abständen zwischen der Teppich-Aster und den anderen Pflanzen sind somit zudem deutlich einfacher möglich. Nicht nur die Teppich-Aster, sondern auch alle anderen Pflanzen werden in einem Staudenbeet am besten als Dreier- oder Fünfergruppe platziert. Dies sorgt für ein besonders schönes Erscheinungsbild.

Die Teppich-Astern und anderen Pflanzen sind vorsichtig aus ihrem Topf zu entnehmen, ohne dass die Wurzeln beim Entfernen des Plastiktopfs zu Schaden kommen. Daher darf auf gar keinen Fall an den Trieben der Pflanzen gezogen werden. Vielmehr sollte der Topf behutsam auf seinen Kopf gestellt werden, um die Teppich-Astern und weiteren Pflanzen besonders leicht entnehmen zu können. Diese sollten natürlich mit der noch freien Hand möglichst sachte aufgefangen werden. Nun können die Pflanzen in ein ausreichend großes Pflanzloch gesetzt werden. Dann gilt es die Teppich-Astern und anderen Pflanzen witterungsorientiert in den Abend- oder Morgenstunden anzugießen, um ihnen das Anwachsen auf diese Art und Weise ebenfalls merklich zu erleichtern.

Teppich-Aster korrekt pflegen und zurückschneiden

Teppich-Aster Snowflurry Blüten
© prajit48 – Fotolia.com

Zur Pflege der Teppich-Aster ist ein Rückschnitt jeweils im Frühjahr zu empfehlen. Dieser sollte unbedingt bodennah durchgeführt werden und zwar erst dann, wenn die Hauptblüte bereits erfolgt ist. Auch wenn die Teppich-Aster sich nicht zu einer zweiten Blüte hinreißen lässt, trägt der Rückschnitt dazu bei, dass ein gesunder, prächtiger Neuaustrieb der Pflanze erfolgen kann. Da die Teppich-Aster zur Selbstaussaat neigt, kann diese durch den Rückschnitt zudem unter Kontrolle gehalten werden.

Der Wasserbedarf der Pflanze ist zudem als eher gering zu bezeichnen, weshalb sich diese Aster-Sorte so gut für Steingärten eignet. Gewässert werden muss die Teppich-Aster daher nur sehr selten und das auch nur bei wirklich ausgesprochen trockenen Witterungsverhältnissen, die bereits über einen längeren Zeitraum andauern. Sofern die Bewässerung der Teppich-Aster erforderlich ist, ist dies an dem schlaffen Laub der Pflanze unschwer zu erkennen.

Auch wenn die Teppich-Aster nur selten gegossen werden sollte, ist ein gründliches Gießen, das die Pflanze komplett durchdringt, bei Bedarf zu empfehlen. Bei voller Sonne sollte die Staudenpflanze allerdings unter keinen Umständen gegossen werden. Vielmehr bekommt es der Pflanze besser, wenn sie in den frühen Morgenstunden oder am Abend, wenn die Sonne bereits untergegangen ist, gegossen wird.

Wer die Pflanze im Abstand von zwei bis drei Jahren regelmäßig teilt, hat die Gelegenheit dazu, alle schwachen Triebe und Wurzeln ganz einfach zu entfernen. Dies trägt zu einer besseren Wuchskraft der Teppich-Aster bei, die zudem in einer strahlenderen Blütenkraft resultiert. Durch diesen gezielten Schritt werden die Wurzeln der Pflanze dazu angeregt, sich auch in die tieferen Erdschichten auszubreiten. Dies trägt wiederum dazu bei, dass die Teppich-Aster mögliche Trockenperioden besser in Eigenregie ausgleichen kann.

Teppich-Aster düngen

Zum Nachdüngen der Pflanze bietet sich ein Staudendünger, der für seine lange anhaltende Wirkung bekannt ist, an. Dieser ist im Fachhandel erhältlich, wobei ein Dünger, der in einer Konzentration von 40 bis 50 Gramm pro Quadratmeter zu verwenden ist, die ideale Wahl darstellt. Immerhin ist die Teppich-Aster nur einmal im Jahr und zwar am besten im Frühjahr zu düngen. So kann das Blütenwachstum im Herbst gezielt gefördert werden. Es können nicht nur organische, sondern bei Bedarf auch mineralische Dünger zum Düngen der Teppich-Aster verwendet werden.

Teppich-Aster richtig überwintern

Bei der Teppich-Aster handelt es sich um eine frostharte Sorte. Demnach ist kein spezieller Winterschutz erforderlich, damit die Teppich-Aster im kommenden Herbst wieder in ihrem vollen Glanz erstrahlen kann. Die mehrjährige und recht pflegeleichte Pflanze kann allen Hobbygärtnern somit recht lange viel Freude bereiten – und das ganz ohne einen großen Aufwand ihrerseits. Immerhin ist die Teppich-Aster sogar bei Temperaturen von bis zu minus 23 Grad Celsius als absolut frosthart anzusehen.

Krankheiten Schädlinge an der Teppich-Aster erkennen und bekämpfen

Die sogenannte Asternwelke ist ein Problem, von dem so gut wie alle Astern betroffen sein können. Das gilt demnach auch für die Teppich-Aster. Diese Krankheit führt dazu, dass sich das Laub der Pflanze braun verfärbt. Falls ein Befall festzustellen ist, müssen die Astern leider aus dem Gartenbeet ausgepflanzt werden, damit die Asternwelke nicht auf weitere Pflanzen übergeht.

Sofern die Witterung entsprechend ausfällt, ist auch ein Befall mit Mehltau möglich, für den Teppich-Astern recht anfällig sind. Allerdings können Sie ihn mit einem speziellen Tee, der aus dem Ackerschachtelhalm hergestellt wird, vorsorgen. Damit sollte die Teppich-Aster bespritzt werden, damit der gemeine Mehltau keine Chance hat. Immerhin ist in diesem Tee ausreichend Kieselsäure enthalten, damit sich der schadhafte Pilz nicht auf der Teppich-Aster niedersetzen kann. Darüber hinaus haben die meisten Gartenfachhändler spezielle Fungizide im Angebot, die sich für den Kampf gegen Mehltau anbieten.

Wie bereits angesprochen, können alle Hobbygärtner auch durch eine weitere Maßnahme zu der dauerhaften Gesundheit ihrer Teppich-Astern beitragen. Dazu ist es sinnvoll, wenn der Wurzelballen über das mehrjährige Leben der Pflanze hinweg immer wieder geteilt und an einer anderen Stelle neu angepflanzt wird. Dies kräftigt die Wurzeln und somit auch die Widerstandskraft der Teppich-Aster enorm.


Foto1: #102887320 | © prajit48 - Fotolia.com, Foto2: © prajit48 - Fotolia.com

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