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Amaryllis überwintern – So wird’s gemacht

Die Amaryllis muss nach ihrer Blüte nicht entsorgt werden. Denn überwintern Sie die Pflanzen richtig, begeistern sie jährlich mit einer üppigen Nachblüte.

Amaryllis
© New Africa / stock.adobe.com

Geht es darum, die Pflanzen zu überwintern, müssen Sie dabei einige Faktoren beachten. Dabei gilt es nicht zuletzt, die natürlichen Wachstumsbedingungen der Amaryllis zu berücksichtigen. Hobbygärtner müssen hierbei umdenken, denn das Überwintern wird eigentlich zu einem „Übersommern“. Wie Sie dabei genau vorgehen sollten, möchten wir Ihnen nachfolgend erklären.

Welche Besonderheiten sind bei der Überwinterung der Amaryllis zu beachten?

Kein Weihnachten ohne Amaryllis? Zwischen November und Januar stehen die Pflanzen in voller Blüte, während die meisten heimischen Gewächse kühl überwintern und ihr Wachstum heruntergefahren haben. Das liegt daran, weil die Amaryllis eine Winterpflanze ist. Ihre Ruhepause fällt somit in den Sommer. Gönnen Sie den Pflanzen nicht die notwendige Ruhepause, werden Sie auf die Blüte im nächsten Winter vergeblich warten. Beachten Sie jedoch die nachfolgenden Hinweise, werden Sie sich über eine üppige Blüte freuen können.

➜ Zeitpunkt für die Überwinterung:

Mit der Überwinterung wird begonnen, wenn die übrigen Pflanzen meist in voller Blüte stehen und durchweg Wasser und Nährstoffe benötigen. Sprich also Anfang August. Ab diesem Zeitpunkt sollten Sie die Amaryllis nicht mehr gießen. Das führt dann zum Einziehen der Blätter. Sie werden daraufhin gelb, vertrocknen und können schließlich entfernt werden.

➜ Pflege während der Überwinterung:

In der nun beginnenden Ruhephase benötigt die Amaryllis weder Wasser noch Nährstoffe. Das Gute: Die Blüte wurde bereits in der Wachstumsphase im Frühling und Frühsommer angelegt.

Für die Überwinterung bzw. Übersommerung können Sie die Amaryllis austopfen. Entfernen Sie dazu die Erde und schlagen Sie die nackte Zwiebel dann einfach in Zeitungspapier ein. Auch eine hängende Sommerruhe ist möglich.

➜ Ort für die Überwinterung:

Während der Ruhephase ist ein dunkler und kühler Ort ideal. Die meisten Pflanzenliebhaber bringen ihre Amaryllis daher in den Keller.

Die tropischen Pflanzen benötigen es wärmer als bei heimischen Pflanzen im Winterquartier üblich. Daher sollten im Winterquartier der Amaryllis am besten Temperaturen um 15 Grad herrschen. Kurzzeitig vertragen die Pflanzen aber auch eine Umgebungstemperatur von zehn Grad. Darunter sollte die Temperatur jedoch nicht abfallen. Im sommerlichen Keller sind die klimatischen Verhältnisse jedoch meist ideal, um den Pflanzen ein perfektes Quartier für ihre notwendige Ruhephase zu bieten.

So beenden Sie die Ruhephase der Amaryllis

Amaryllis mit Wachs-Blumenzwiebeln
© New Africa / stock.adobe.com

Anfang bis Mitte November ist es an der Zeit, die Amaryllis aus dem „Winterschlaf“ zu wecken, damit sie zu Weihnachten blüht. Die Zwiebeln sollten dann frische Erde erhalten und in einen ausreichend großen Pflanztopf gesetzt werden. Alternativ dazu können Sie auch die Blumenzwiebeln in Wachs tauchen und die Amaryllis anschließend z.B. auf einem Tablett oder in einer Glasschale in Szene setzen.

Haben Sie sich für das Einpflanzen entschieden, wird die Zwiebel nur einmalig angegossen. Anschließend wird der Pflanztopf hell und warm aufgestellt. Die ersten Triebe sollten sich dann nach etwa zwei Wochen zeigen. Nun können Sie die Pflanze wieder wie gewohnt gießen.

Zunächst dürften sich lediglich die Blätter zeigen. Doch Pflanzenfreunde sollten nun nicht resignieren. Haben die Pflanzen ihre Ruhephase wie beschrieben erhalten, werden nach sechs bis acht Wochen auch die dicken Blütenknospen sichtbar.

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