Die Astilbe (auch Prachtspiere genannt) ist eine perfekte Pflanze für schattige Plätzchen. Prachtspieren zaubern mit ihrem außergewöhnlichen Aussehen und den knalligen Farben einen richtigen Hingucker in den Garten.

Es ist nicht immer einfach, Pflanzen zu finden, die im Schatten gedeihen. Vor allem Pflanzen, die auch noch durch hübsche Blüten überzeugen. Eine ist aber in fast jedem Garten zu finden und dort auch sehr beliebt: die Astilbe. Dabei handelt es sich um eine Pflanze aus Ostasien, die mit mehrfach untergliederten Laubblättern daher kommt und deren Blütenstände etwas an Federn erinnern.

Prachtspieren bilden eine Gattung mehrjähriger Staudenpflanzen innerhalb der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Ihr großer Vorteil für Gartenbesitzer liegt in dem minimalen Lichtbedarf der Pflanzen. Selbst den dunkelsten Winkeln hauchen Prachtspieren mit ihren filigranen Blütenständen in Weiß, Rosa oder Rot neues Leben ein.

Aussehen der Blüten und Blätter

Astilba Japanese im Blumengarten
Dekorative Schattenstaude mit gefiedertem Laub und fedrigen Blütenständen | © vodolej / stock.adobe.com

Die Blüten der Prachtspiere wachsen rispenförmig. Ihre Länge schwankt von weniger als fünf bis zu zehn Zentimetern. Die meisten Astilben haben rosafarbene, violette oder rote Blüten, einzelne Sorten wie die Prachtspiere ‚Deutschland‘ erblühen hingegen in strahlendem Weiß. Der Gesamteindruck der Blüten ist zart und filigran. Dasselbe gilt für die mehrfach geteilten, hübsch gezackten und teilweise fein behaarten Blätter der Pflanzen.

Japanische Prachtspiere ‚Bonn‘ (Astilbe japonica ‚Bonn‘)
Wuchs:horstbildend, aufrecht, buschig
Wuchshöhe:40 – 60 cm
Wuchsbreite:30 – 40 cm
Besonderheiten:winterhart, insektenfreundlich
Standort:Halbschatten bis Schatten
Boden:frisch, feucht, nährstoffreich, humushaltig
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Arten, Sorten und Wuchs

Zur Gattung der Prachtspiere gehören fast 50 verschiedene Arten, von denen Astilbe japonica, Astilbe thunbergii, Astilbe chinensis und Vertreter der Hybridgruppe Astilbe arendsii in Deutschland besonders häufig anzutreffen sind. Die grundsätzlichen Anforderungen aller Arten an Licht, Wasser, Nährstoffe und Temperatur sind gleich oder hinreichend ähnlich. Vertreter verschiedener Arten lassen sich deshalb problemlos gemeinsam kultivieren.

Prachtspieren wachsen als Stauden, die eine aufrechte und kompakte oder eine lockere und ausladende Form annehmen können. Fast alle Prachtspieren sind horstbildend. Sorten der Art Astilbe japonica und Astilbe chinensis erreichen Wuchshöhen zwischen 30 und 50 Zentimetern, während die zur Astilbe thunbergii gehörenden Arten nicht selten einen vollen Meter hoch werden können. Die Hybrid-Prachtspieren erreichen mitunter sogar 120 Zentimeter.

Wann blühen Astilben?

Verschiedene Astilbensorten in einem Garten
Astilbe Sorten: Montgomery, Kvele, Mont Blanc | © Tatiana / stock.adobe.com

Astilben sind mehrjährige Staudenpflanzen. Die ersten blühen bereits im Juni/Juli. Andere erst im August und September. Wenn Sie Astilben kaufen, dann achten Sie also immer auf die Blütezeit. Denn wenn Sie die Sorten gekonnt aussuchen, können Sie sich den ganzen Sommer über an einem Blütenmeer erfreuen.

So pflanzen und pflegen Sie Astilben richtig

Astilben können Sie im Frühjahr oder auch im Herbst pflanzen. Wichtig dabei ist nur, dass Sie sie tief genug pflanzen, denn mit der Zeit drücken sich die Wurzelballen nach oben. Außerdem müssen Sie auf einen ausreichend großen Pflanzabstand achten. Bei Zwergsorten ist ein Abstand von ca. 20 Zentimeter empfehlenswert, bei größeren Pflanzen ein Abstand von ca. 40 cm.

Standort

Wie Sie schon erfahren haben, mögen es Prachtspieren dunkel und feucht. Der beste Platz für die Pflanzen ist also ein Schattenplatz. Er darf aber auch halbschattig sein. Zudem sollte die Erde am Standort immer schön feucht sein, denn Trockenheit mögen die Astilben überhaupt nicht.

Boden

Der Boden sollte feucht, locker und nährstoffreich sein. Bei sandigem oder lehmigem Untergrund schaffen Kompost, Humus, aber auch gewöhnliche Gartenerde erfolgreich Abhilfe.

Hinsichtlich der Einsatzorte sind dem Gartenbesitzer kaum Grenzen gesetzt. Prachtspieren finden als Beetpflanzen und zur Gehölzbegrenzung ebenso Verwendung wie als Gruppengehölz im Freiland. Sie können im Steingarten oder am Teichrand gepflanzt werden und machen sich auch in Rabatten und Kübeln sehr gut.

Gießen

Überprüfen Sie regelmäßig den Zustand des Bodens. Ist er sehr trocken, dann gießen Sie die Astilbe reichlich. Das gilt übrigens nicht nur für frisch gepflanzte Astilben. Auch ältere Pflanzen benötigen bei längeren Trockenperioden reichlich Wasser. Zum Gießen empfiehlt sich übrigens Regenwasser, Staunässe muss aber vermieden werden.

Düngen

Ich empfehle Ihnen, die Prachtspieren zweimal im Jahr zu düngen. Einmal im Frühjahr (Anfang April) und einmal im Herbst (nach der Vegetationszeit). Verwenden Sie am besten reifen Kompost, da er die Pflanzen bestmöglich mit Nährstoffen versorgt. Außerdem hält der Kompost den Boden feucht. Wer nicht mit Kompost arbeiten möchte, kann auch Langzeitdünger ausbringen.

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Schneiden

Astilben müssen in der Regel nicht geschnitten werden. Nicht einmal, wenn die Pflanzen verblüht sind. Ganz im Gegenteil: lassen Sie die verblühten Samenstände der Stauden ruhig stehen. Sie verfärben sich im Herbst bronzefarben bis bräunlich und sehen wirklich wunderschön aus. Im Frühjahr können Sie sie dann abschneiden, um Platz für die neuen Blüten zu schaffen.

Überwintern

Astilben sind winterhart. Sie müssen in der kalten Jahreszeit also keine besonderen Maßnahmen ergreifen. Bei sehr nassem Boden ist es aber empfehlenswert, die Pflanzen mit etwas Reisig abzudecken, um die Wurzeln zu schützen.

Haben Sie die Astilbe in einen Kübel gepflanzt, sollten Sie den Kübel in einen frostfreien Raum stellen. Sie können ihn aber auch im Garten stehen lassen. Dann ist es jedoch empfehlenswert, den Kübel mit etwas Noppenfolie zu umwickeln und die Pflanze mit Reisig abzudecken.

Dagmar von Gartentipps.com

Seit über 14 Jahren ist Dagmar Dittfeld als Online-Redakteurin für Gartentipps.com aktiv. Auf dem Land aufgewachsen, weiß sie die Vorzüge eines Selbstversorger-Gartens auch heute noch zu schätzen. Ihre ganz besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse. Mit ihren Ideen zum Dekorieren, Do-It-Yourself und Upcycling hat Dagmar schon viele Leser zum Nachmachen inspiriert.

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