Wer nach Zimmerpflanzen für schattige Standorte Ausschau hält, sieht sich oft vor einer Herausforderung. Damit Zimmerpflanzen in dunkleren Wohnbereichen gut gedeihen, müssen sie an die Lichtverhältnisse angepasst sein. Wir stellen Ihnen einige Zimmerpflanzen vor, die auch mit schattigen Plätzchen gut zurechtkommen.

Schattenpflanzen kommen mit weniger Licht zurecht.
Zimmerpflanzen für Schattenbereiche kommen mit weniger Licht zurecht. © New Africa / stock.adobe.com

Zimmerpflanzen haben positiven Einfluss auf das Raumklima und steigern die Wohnqualität spürbar. Damit sie sich optimal entwickeln, kommt es auf die richtige Auswahl an. Wie für den Garten gibt es auch für den Innenbereich eine Vielzahl an Pflanzen, die für sonnige und schattige Standorte gut geeignet sind. Wenn Sie Pflanzen für Räume oder Standorte suchen, in denen der natürliche Lichteinfall gering ist, sollten Sie sich für eine der Schattenpflanzen entscheiden. Schattenpflanzen neigen nicht dazu, zum Licht zu wachsen, sondern entwickeln sich an etwas dunkleren Standorten ideal.





Schattenpflanzen sind generell für Standorte ideal, die neben einem Fenster zu finden sind. Auch wenn Sie eine Pflanze auf ein Regal stellen möchten, das maximal zwei Meter von einem Nordfenster entfernt ist, sollten Sie immer eine Schattenpflanze wählen. Bei Süd-, West- oder Ostfenstern muss der Abstand dagegen vier bis sechs Meter betragen.

Ein Aspekt der außerdem für Schattenpflanzen spricht, ist die Pflegeleichtigkeit. So kommen die Pflanzen auch einmal ein paar Tage ohne Wasser aus. Meistens haben Schattenpflanzen große, dunkelgrüne Blätter. Das sorgt dafür, dass sie auch sehr dekorativ sind. Aus biologischer Sicht sind die großen Blätter erforderlich, um von dem wenigen Licht so viel möglich einzufangen.

Philodendron ist einer der Favoriten

Philodendron ist eine pflegeleichte Schattenpflanze.
Philodendron ist eine pflegeleichte Schattenpflanze. © Firn / stock.adobe.com

Eine der bekanntesten Schattenpflanzen für den Innenbereich ist der Philodendron. Die Pflanze kommt ursprünglich aus den Regenwäldern Südamerikas. Hierzulande wird sie besonders geschätzt, da sie mit ihren herzförmigen Blättern ausgesprochen dekorativ ist. Damit sich der Philodendron gut entwickelt, müssen Sie darauf achten, dass die Erde immer leicht feucht ist. Die Blätter sollten Sie hin und wieder besprühen. Der Standort an sich darf kühl und zudem schattig sein. Generell sollte die Pflanze keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.

Drachenbaum braucht wenig Wasser

Unterarten vom Drachenbaum gedeihen gut im Schatten.
Unterarten vom Drachenbaum gedeihen gut im Schatten. © Justyna / stock.adobe.com

Der Drachenbaum ist ebenso wie der Philodendron eine der Schattenpflanzen, die bereits einen festen Platz in vielen Haushalten gefunden hat. Der Drachenbaum kommt mit wenig Wasser aus und ist dazu noch sehr genügsam. So müssen Sie bei der Pflege keine Besonderheiten beachten. Es gibt zwei Drachenbaumarten, die für den Wohnbereich besonders empfehlenswert sind. Neben der Dracaena „Janet Craig“ muss die Dracaena „Janet Lind“ genannt werden.

Efeutute ist besonders dekorative Schattenpflanze

Die Efeutute kommt an viele Standorten zurecht.
Die Efeutute kommt an viele Standorten zurecht. © leravalera89 / stock.adobe.com

Die Efeutute ist eine recht anspruchslose Pflanze und eignet sich für fast jeden Wohnbereich. Hierbei handelt es sich um eine Pflanze, die aufgrund ihrer Ranken ausgesprochen dekorativ ist. Ursprünglich wuchs sie in Asien und Australien, ist heute aber auch in Europa weit verbreitet. Die tropische Pflanze ist vor allem bei der Standortwahl ausgesprochen genügsam und hat keine besonderen Anforderungen. Sie kann sich an lichtarmen Plätzen hervorragend entwickeln. Lediglich bei Zugluft ist ein wenig Vorsicht geboten. Hier reagiert sie recht  empfindlich und bildet schnell Flecken aus.

Achten Sie darauf, dass die oberste Erdschicht trocken bleibt und besprühen Sie die Blätter regelmäßig mit Wasser. So ahmen Sie das tropische Klima am besten nach. Die Efeutute können Sie zudem von März bis August zweimal im Monat düngen.

Pflegeleichte und anspruchslose Flamingoblume sorgt für Farbtupfer im Raum

Zaubert tolle Farbtupfer: Flamingoblume.
Zaubert tolle Farbtupfer: Flamingoblume. © Gulsina / stock.adobe.com

Wenn Sie sich zwischen all den grünen Schattenpflanzen ein wenig Farbe wünschen, sind die Flamingoblumen ideal. Auch sie kommen hervorragend mit wenig Licht aus. Die Flamingoblume gibt es mit verschiedenen Blütenfarben. Sie hat ledrige Blätter, ist absolut anspruchslos und noch dazu pflegeleicht. Ideal fürs Wachstum sind Umgebungstemperaturen von 19 bis höchstens 23 Grad Celsius. Zudem fühlt sie sich an Fenstern, die nach Osten oder Westen ausgerichtet sind, sehr wohl. Beim Gießen müssen Sie darauf achten, dass Sie am besten nur zimmerwarmes Wasser verwenden.

Schwertfarn ist als Nachtschattengewächs sehr genügsam

Schwertfarn ist auch mit wenig Licht zufrieden.
Schwertfarn ist auch mit wenig Licht zufrieden. © Bruchez Benoît / stock.adobe.com

Eine Schattenpflanze, mit der Sie in Ihrem Heim kaum etwas falsch machen können, ist der Schwertfarn. Bei ihm handelt es sich um ein Nachtschattengewächs. Spärlichen Lichtverhältnissen ist er optimal angepasst, sodass er sich trotzdem gut entwickelt. Wichtig ist aber, dass Sie den Schwertfarn möglichst gut gießen. Er braucht viel Wasser. Halten Sie die Erde feucht und sprühen Sie die Pflanze hin und wieder mit Wasser ein.

Yucca ist robust und pflegeleicht

Anspruchslos und Pflegeleicht: Yucca
Anspruchslos und Pflegeleicht: Yucca © pundapanda / stock.adobe.com

Eine Schattenpflanze, die gerade im Schlafzimmer eine gute Wahl ist, ist die Yucca oder auch Yucca-Palme. Sie hat ihren Ursprung in Mexiko und wird aufgrund ihres pflegeleichten und besonders robusten Charakters geschätzt. Es reicht aus, wenn Sie die Yucca nur mäßig gießen. Von April bis August sollten Sie die Pflanze im Rhythmus von zwei Wochen düngen. Mehr brauchen Sie für eine optimale Entwicklung der Pflanze nicht tun.

Einblatt hat keine nennenswerten Ansprüche

Ideal für dunkle Standorte: das Einblatt.
Ideal für dunkle Standorte: das Einblatt. © New Africa / stock.adobe.com

Ursprünglich heimisch in den Tropen Südamerikas ist das Einblatt ein recht genügsamer Zeitgenosse, mit dem Sie nichts falsch machen können. Die Schattenpflanze kann in jedem Raum ihren Platz finden. Achten Sie nur darauf, dass sie weder Zugluft noch Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Ideal für diese Schattenpflanze sind warme Standorte mit einer Umgebungstemperatur von bis zu 25 Grad Celsius und ausreichend Feuchtigkeit. Sie sollten zum Gießen kalkfreies Wasser verwenden. Das Einblatt mag keine Staunässe und reagiert darauf recht empfindlich.

Bogenhanf mag es angenehm warm

Bogenhanf eignet sich auch für schattige Bereiche.
Bogenhanf eignet sich auch für schattige Bereiche. © Pixel-Shot / stock.adobe.com

In Räumen mit Temperaturen von 20 bis 24 Grad Celsius und einem schattigen Plätzchen ist der Bogenhanf noch immer am besten aufgehoben. Die sonstigen Ansprüche fallen gering aus. Die Pflanze kommt gut mit Trockenheit zurecht. Generell mag sie diese lieber als Feuchtigkeit, sodass Sie nur selten gießen sollten. Im Winter macht es überhaupt nichts, wenn die Umgebungstemperatur ein wenig niedriger ist. So kommt der Bogenhanf, der übrigens auch zu den luftreinigenden Pflanzen gehört, mit 13 bis 16 Grad Celsius sehr gut aus.

Natürlich steht es Ihnen frei, die verschiedenen Schattenpflanzen nach Belieben miteinander zu kombinieren. Gerade die Yucca-Palmen wirken im Verbund mit mehreren Pflanzen besonders ansprechend und schaffen eine einladende Wohnatmosphäre.

Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Pferden auf dem Land. Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander sind mir besonders wichtig und werden in unserem Haushalt täglich vorgelebt. Genau wie meine Leidenschaft fürs Gärtnern und Schreiben.

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