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Efeutute – Tipps zur Pflege und zum Vermehren

Die Efeutute braucht wenig Pflege, nur beim Gießen sollte man einiges beachten. Über Stecklinge lässt sich die Efeutute leicht vermehren.

Efeutute im Topf
© Husniyya/ stock.adobe.com
Die Efeutute (Epipremnum aureum) zählt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Dies kommt nicht von ungefähr. Die Aronstabgewächse sind ausgesprochen robust und verzeihen so manchen Pflegefehler. Die bescheidene Grünpflanze erklimmt willig ihre Rankhilfe und kann auch als Ampelpflanze überzeugen. Dabei beeindruckt die Efeutute mit ihrer hübschen Blattzeichnung und kann noch dazu dafür sorgen, dass Schadstoffe aus der Luft gefiltert werden und die Luftfeuchtigkeit ansteigt.

Mit einem minimalen Pflegeaufwand erhalten auch Menschen ohne grünen Daumen eine attraktive Zimmerpflanze für die Verschönerung des eigenen Zuhauses oder die Ausgestaltung von Büros und Geschäftsräumen.

Efeutute – Herkunft

Mit dem namensgebenden Efeu hat die Efeutute lediglich die Eigenschaft einer Rankpflanze gemein. Der Efeu wird zur Gattung der Araliaceaen gerechnet. Bei der hier beschriebenen Efeutute handelt es sich dagegen um ein Aronstabgewächs. Damit befindet sich die Efeutute in Gesellschaft von Einblatt, Fensterblatt und anderen beliebten Zimmerpflanzen.

Wie die meisten Aronstabgewächse stammt die Efeutute aus tropischen Gefilden und kann daher in unseren Breiten nur als Zimmerpflanze kultiviert werden.

Efeutute – der ideale Standort

Die Efeutute bevorzugt einen hellen Standort, allerdings keine direkte Sonneneinstrahlung. An einem zu dunklen Standort verliert sich die Marmorierung zusehends und die Blätter erscheinen mit der Zeit durchweg grün. Ebenso erhöht sich an einem zu dunklen Standplatz die Anfälligkeit der Pflanzen für Krankheiten und Schädlingsbefall.

Ideal platziert ist die Efeutute an einem nach Westen oder Osten weisenden Blumenfenster. Die direkte Sonneneinstrahlung am Südfenster kann zu Verbrennungen der Blätter führen.

» Tipp: Im Hochsommer kann ein schattiger Standort auf Balkon und Terrasse gewählt werden. Sinken die Temperaturen unter 16 Grad, sollte die Efeutute wieder ins Haus umziehen.

Das passende Substrat für die Efeutute

Für die Kultivierung der Efeutute eignet sich handelsübliche Zimmerpflanzenerde. Diese sollte locker und nährstoffreich beschaffen sein. Achten Sie auch auf die Angabe des pH-Wertes auf der Verpackung. Liegt der Wert zwischen 5,0 und 6,5, ist das Substrat für die Efeutute geeignet.

Alternativ kann die Blumenerde auch selbst hergestellt werden:

1 Teil Quarzsand
1 Teil tonhaltige Ackererde
3 Teile Blumenerde auf Kompostbasis

Die einzelnen Komponenten sind gut miteinander zu vermischen.

Efeutute pflanzen und umtopfen

Efeututen werden als Topfpflanzen verkauft. Da die Erde im engen Pflanztopf mit der Zeit an Nährstoffen verliert, sollten Efeututen regelmäßig umgetopft werden. Es wird empfohlen, dass die Pflanzen alle zwei bis drei Jahre neue Erde und ein größeres Pflanzgefäß bekommen.

Zeigt sich eine starke Durchwurzelung und die Wurzelabschnitte ragen bereits aus dem Pflanzgefäß, wird es höchste Zeit für den Umzug in einen größeren Topf.

Umtopfen Schritt für Schritt

  1. Pflanze austopfen
  2. Wurzelballen von Substrat befreien
  3. Wurzel auf Beschädigungen hin kontrollieren
  4. beschädigte Wurzelabschnitte entfernen
  5. neues Pflanzgefäß mit einer Drainage versorgen
  6. frische Blumenerde einfüllen
  7. Pflanze einsetzen
  8. entstandene Hohlräume mit Substrat auffüllen
  9. Erde gut andrücken
  10. Pflanze angießen
» Tipp: Beim Umpflanzen sollte ein Pflanzgefäß gewählt werden, dessen Durchmesser mindestens fünf Zentimeter über den Maßen des vorherigen Pflanztopfes liegt.

Efeutute Pflege

Efeutute richtig gießen

Für das Wachstum der Pflanze ist es wichtig, gleichmäßig mit Feuchtigkeit versorgt zu sein. Wie viel gegossen werden muss, ist letztlich von der Größe der Pflanze, von der Beschaffenheit des Substrats und von der Umgebungstemperatur abhängig.

Gegossen wird in der Regel eher mäßig. Die oberste Erdschicht darf bis zur nächsten Bewässerung leicht antrocknen. Da Staunässe unbedingt vermieden werden soll, ist überschüssiges Gießwasser regelmäßig aus Übertopf oder Untersetzer zu entfernen.

Kleinere Pflanzen können auch, ähnlich den Orchideen, getaucht werden. Die Pflanzen sollten dabei so lange unter Wasser bleiben, bis sich keine Luftblasen mehr bilden. Für größere Pflanzen bietet sich das Abwischen mit einem feuchten Tuch an.

Efeutute wird besprüht
Regelmäßiges Besprühen mit zimmerwarmen Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit | © Adiano / stock.adobe.,com
» Tipp: Mit der Fingerprobe kann überprüft werden, ob die Pflanze Wasser braucht. Fühlt sich das Substrat in den oberen zwei Zentimetern trocken an, sollte baldmöglichst gegossen werden.

Braune Blattspitzen können auf Wassermangel hindeuten, sind aber häufig auch ein Zeichen dafür, dass die Luftfeuchtigkeit im überheizten Wohnzimmer zu niedrig ist.

Efeutute richtig düngen

Damit die Efeutute ihre langen Ranken ausbildet, benötigt die Pflanze regelmäßig Nährstoffe. Es kann ein handelsüblicher Flüssigdünger für Grünpflanzen verwendet werden.

Während der Wachstumsphase, zwischen April und Oktober, wird in 14-tägigen Abständen gedüngt. Im Winter genügt es, wenn die Pflanzen etwa alle sechs Wochen eine geringe Düngergabe erhalten.

» Tipp: Bekommt die grüne Efeutute gelbe Blätter, ist dies ein Hinweis auf eine unzureichende Nährstoffversorgung – es ist also Zeit zum Düngen.

Efeutute – die wichtigsten Pflanz- und Pflegetipps auf einen Blick

Tätigkeit Worauf kommt es an
Standort wählen » hell
» keine direkte Sonneneinstrahlung
» im Hochsommer auch schattig im Freien
Substrat vorbereiten » locker
» nährstoffreich
» pH-Wert zwischen 5,0 und 6,5
pflanzen und umtopfen » alle zwei bis drei Jahre umtopfen
» Gefäß etwa fünf Zentimeter größer wählen
» Drainage gegen Staunässe anlegen
Gießen » gleichmäßige Bodenfeuchte
» mäßig gießen
» Boden darf leicht antrocknen
Düngen » während der Wachstumsphase alle 14 Tage
» im Herbst und Winter alle sechs Wochen
» handelsüblichen Grünpflanzendünger verwenden

Efeutute schneiden

Die Efeutute verträgt einen Rückschnitt problemlos. Notwendig sind derartige Maßnahmen jedoch nicht. Lediglich welkes und abgestorbenes Laub sollte regelmäßig entfernt werden. Ist ausreichend Platz vorhanden, können Sie die Pflanzen einfach weiter ranken lassen.

Soll zur Schere gegriffen werden, bietet sich das Frühjahr an. Die Triebe können etwa zwei Drittel eingekürzt werden. Die Pflanze wird dann umso üppiger austreiben.

» Tipp: Die beim Schnitt anfallenden Stecklinge lassen sich für die Vermehrung nutzen.

Efeutute vermehren

Die Stecklingsvermehrung ist die einfachste Methode, von der Efeutute Jungpflanzen zu gewinnen. Die beim Rückschnitt gewonnenen Abschnitte können unmittelbar nach dem Schnitt in Anzuchterde gesetzt werden.

» Tipp: Wurzeln bildet die Pflanze auch, wenn der Ableger in ein Wasserglas gestellt wird.

Wurde der Steckling in Pflanzerde gesteckt, hilft eine Abdeckung aus Plastik oder Glas bei der Bewurzelung. Die Anzuchtschale wird hell, aber nicht sonnig aufgestellt.

» Achtung: Das Pflanzgefäß sollte täglich gelüftet werden, ansonsten bildet sich Schimmel.

Die Anzuchtgefäße werden bei Zimmertemperatur aufgestellt. Nach einigen Wochen können die bewurzelten Stecklinge vereinzelt werden und in separate Pflanztöpfe umziehen.

Efeutute – 2 beliebte Sorten

Es sind verschiedene Züchtungen im Handel. Diese unterscheiden sich nicht in ihren Pflegeansprüchen, sondern lediglich anhand der Blattzeichnung.

Efeutute ‚Golden Pothos‘
(Epipremnum aureum ‚Golden Pothos‘)

Efeutute 'Golden Pothos'
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Der Wuchs entspricht der herkömmlichen Efeutute. Der Unterschied besteht in den beinahe vollständig gelb gefärbten Blättern.

Efeutute ‚Marbel Queen‘
(Epipremnum aureum ‚Marbel Queen‘)

Efeutute 'Marbel Queen'
© Firn / stock.adobe.com
Auch hier ist die Wuchsform mit der Ausgangspflanze identisch. Herausgezüchtet wurden cremefarbene Blätter, die von grünen Flecken und Streifen durchsetzt sind.

Krankheiten und Schädlinge erkennen

Wer die genannten Pflegehinweise beherzigt, wird kaum Probleme mit seiner Efeutute bekommen. Die Pflanzen sind robust und selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Manchmal können folgende Probleme auftreten:

  • Spinnmilben: Die Unterseite der Blätter ist von einem feinen Gespinst überzogen. Auf der Oberseite werden kleine silbrige Punkte sichtbar. Meist lassen sich Spinnmilben bekämpfen, indem die Pflanze mehrmals mit Wasser abgebraust wird.
  • gelbe Blattfärbung: Entweder Ihre Pflanze stand zu sonnig oder wurde mit besonders kalkhaltigem Wasser behandelt. Die Efeutute sollte schnellstmöglich umgetopft und mit frischer Erde versorgt werden. Vermeiden Sie das Gießen mit Leitungswasser. Regenwasser oder Mineralwasser sind gute Alternativen.
  • vertrocknete Blätter: Häufig sind die Pflanzen mit Blattläusen, Schildläusen oder Weißen Fliegen befallen. Die Schädlinge sollten gezielt bekämpft werden. Ist kein Schädlingsbefall festzustellen, liegen Pflegefehler, wie zu wenig oder zu viel Gießwasser, vor.

Efeutute im Winter

Ab Oktober werden die Wassergaben eingeschränkt. Die Oberfläche der Efeutute darf gut abtrocknen, Ballentrockenheit ist jedoch auch in der kalten Jahreszeit zu vermeiden. Anfänger können sich hierbei mit einem Feuchtigkeitsmesser behelfen.

Die Temperaturen dürfen im Winter nicht unter 15 Grad abfallen. Dies vertragen die Tropenpflanzen nicht. Schlaffe und durchscheinende Blätter zeigen an, dass die Efeutute zu kalt steht.

Ist die Efeutute giftig?

Die Efeutute zählt zu den Aronstabgewächsen und ist damit leicht giftig für Menschen und Haustiere. Beim Verzehren der Pflanze können Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen, Schwindel oder Kopfschmerzen auftreten. Bei Kontakt mit dem Pflanzensaft können Hautausschläge auftreten.

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