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Bartblume – Standort, Pflegetipps und beliebte Sorten

Die Bartblume gibt es in verschiedenen, üppig blühenden Sorten. Der Halbstrauch braucht einen sonnigen Standort und trockenen Boden.

Bartblume
© Lancan / stock.adobe.com
Exotischen Charme kann die Bartblume (Caryopteris) im spätsommerlichen Garten verbreiten. Die aus Asien stammende Pflanze erfreut mit üppigem Wuchs und einem geringen Pflegeaufwand. Die hübschen blauen Blüten erscheinen ab August. Die Pflanzen können am passenden Standort viele Jahre überdauern und für Bienen und andere Insekten im beginnenden Herbst eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.

Bartblumen sind Lippenblütengewächse, deren ursprüngliche Heimat sich auf die Territorien Japans, Koreas, Chinas und der Mongolei konzentriert. In Asien wachsen Bartblumen ausgesprochen artenreich. Für die Kultivierung in unseren Breiten können Hybride der Clandon-Bartblume empfohlen werden. Diese Ziersträucher besitzen nicht nur besonders intensive Blütenfarben, sondern erweisen sich auch als weniger empfindlich gegenüber Frost und Kälte.

Der passende Standort

Wer die intensive Blütenpracht der Bartblume erleben möchte, sollte einen möglichst vollsonnigen Standort auswählen. An einem sonnigen und warmen Standplatz findet die Bartblume ideale Wachstumsbedingungen vor. An einem schattigen Standort werden die robusten Gewächse zwar vermutlich nicht eingehen, der Hobbygärtner wird aber auf die Blütenpracht weitgehend verzichten müssen.

Das ideale Substrat auswählen

Ein trockener und durchlässiger Boden bietet der Bartblume eine gute Wachstumsgrundlage. Vor der Pflanzung ist der Boden großflächig aufzulockern. Ein schwerer Lehmboden ist für die Bartblume ungeeignet.

Keinesfalls sollte sich zu viel Feuchtigkeit im Substrat befinden. Kommt es zu Staunässe, faulen die Wurzeln der Bartblume sehr schnell und die Pflanze ist meist nicht mehr zu retten. Lehmböden lassen sich durch die Zugabe von Sand oder Kies auflockern. Damit Feuchtigkeit gut abfließen kann, bietet es sich an, bei der Pflanzung eine Drainage im Boden einzubauen.

» Tipp: Die Bartblume kommt mit einem alkalischen bis leicht sauren Substrat gut zurecht.

Bartblume pflanzen – Schritt für Schritt

Bartblume pflanzen
© Cristina Ionescu / stock.adobe.com
Die beste Pflanzzeit für die Bartblume ist der Frühling. Das bevorstehende Gartenjahr gibt der Zierstaude ausreichend Gelegenheit, gut anzuwachsen und vor dem nächsten Winter ein stabiles Wurzelsystem zu entwickeln.

Bei der Pflanzung ist wie folgt zu verfahren:

  1. Standort bestimmen
  2. Boden von Unkraut, Steinen und Wurzeln befreien
  3. Boden gut auflockern
  4. Pflanzloch ausheben
  5. Drainage einbauen
  6. Pflanze einsetzen
  7. Erde auffüllen
  8. Boden gut andrücken
  9. Pflanze angießen

» Tipp: Soll die Bartblume umgepflanzt werden, ist tiefes Graben notwendig, denn die Wurzeln ragen weit in den Boden hinein.

Bartblume gießen

Beim Gießen sollten Sie sich eher zurückhalten. Die Bartblume wird lediglich mäßig feucht gehalten. Trockenheit wird eher toleriert als Staunässe. Die oberste Bodenschicht darf gut antrocknen, bevor erneut bewässert wird. Dies trifft auch auf Kübelpflanzen zu. Bei der Haltung im Kübel ist die Gefahr von Staunässe besonders groß. Daher ist auf ausreichend Abzugslöcher im Gefäßboden zu achten.

Bartblume düngen

Der anspruchslose Halbstrauch kommt mit wenigen Nährstoffen zurecht und gedeiht in jedem Gartenboden, der ausreichend frisch und durchlässig beschaffen ist.

» Tipp: Um die Blüte zu fördern, kann im Frühling etwas Rosendünger verabreicht werden.

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Wird im Herbst zurückgeschnitten, stellt eine Mulchschicht aus Laub und Kompost Nährstoffbedarf und Winterschutz sicher. Der Nährstoffbedarf von Kübelpflanzen ist höher. Während der Wachstumsphase ist monatlich etwas Rosendünger zu verabreichen.

Die wichtigsten Pflanz- und Pflegetipps auf einen Blick

Tätigkeit Worauf kommt es an?
Standort auswählen sonnig
warm
trocken
Boden vorbereiten frisch
durchlässig
leicht sauer
Bartblume pflanzen Boden gut auflockern
beim Umpflanzen tief graben
Bartblume gießen mäßig gießen
Boden sollte erst antrocknen
Bartblume düngen Rosendünger im Frühling
im Herbst mulchen
Kübelpflanzen während der Wachstumsphase regelmäßig

Bartblume Arten und Verbreitungsgebiete

Bis vor wenigen Jahren wurde die Bartblume in 16 Unterarten aufgeteilt. Seit dem Jahre 1999 kennt die botanische Fachwelt nur noch folgende sieben Arten:

Bartblume Art natürliches Verbreitungsgebiet
Caryopteris incana Südwesten Chinas, Gebirge
Caryopteris tangutica Süden Chinas, trockene Berghänge
Caryopteris glutinosa Südwesten Chinas, Min-Jiang-Tal
Caryopteris jinshajiangensis Süden Chinas, Jinsha-Jiang-Tal
Caryopteris trichosphaera Südwesten Chinas, Provinz Yunnan
Caryopteris forrestii Süden Chinas, Korea, Japan
Caryopteris mongholica Mongolei, Hochgebirge und Steppen

Bartblume – beliebte Sorten

Bartblume ‚Ferndown‘
(Caryopteris clandonensis ‚Ferndown‘)

Bartblume Ferndown
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Bartblume ‚Ferndown‘ (Caryopteris clandonensis ‚Ferndown‘)
Wuchsgeschwindigkeit im Jahr: 15 – 50 cm
Wuchshöhe: 70 – 100 cm
Wuchsbreite: 30 – 50 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Sonne
Boden: normaler, trockener Gartenboden
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Bartblume ‚Blauer Spatz‘ ®
(Caryopteris clandonensis ‚Blauer Spatz‘ ®)

Bartblume Blauer Spatz
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Bartblume ‚Blauer Spatz‘ ® (Caryopteris clandonensis ‚Blauer Spatz‘ ®)
Wuchsgeschwindigkeit im Jahr: 5 – 50 cm
Wuchshöhe: 60 – 70 cm
Wuchsbreite: 70 – 90 cm
Besonderheiten: bienenfreundlich, sehr reichblühend
Standort: Sonne
Boden: normaler, gut durchlässiger Gartenboden, kalkverträglich,
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Bartblume ‚Kew Blue‘
(Caryopteris clandonensis ‚Kew Blue‘)

Bartblume Kew Blues
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Bartblume ‚Kew Blue‘ (Caryopteris clandonensis ‚Kew Blue‘)
Wuchsgeschwindigkeit im Jahr: 30 – 50 cm
Wuchshöhe: 70 – 80 cm
Wuchsbreite: 70 – 90 cm
Besonderheiten: bienenfreundlich, reich blühend, dunkelblaue Blütenbüschel
Standort: Sonne
Boden: normal, durchlässig
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Bartblume ‚Grand Bleu‘ ®
(Caryopteris clandonensis ‚Grand Bleu‘ ®)

Bartblume Grand Bleu
© RukiMedia / stock.adobe.com
Bartblume ‚Grand Bleu‘ ® (Caryopteris clandonensis ‚Grand Bleu‘ ®)
Wuchsgeschwindigkeit im Jahr: 10 – 60 cm
Wuchshöhe: 70 – 80 cm
Wuchsbreite: 40 – 80 cm
Besonderheiten: bienenfreundlich, geschützte Sorte, Winterschutz erforderlich
Standort: Sonne
Boden: durchlässig, normal
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Bartblume schneiden

Bartblumen bilden nur an einjährigen Trieben Blüten aus. Daher ist im zeitigen Frühling ein Rückschnitt bis auf ein Drittel der Wuchshöhe notwendig. Nutzen Sie hierfür einen trockenen und frostfreien Tag.

Die Triebe werden bis auf maximal 20 Zentimeter über dem Boden gekürzt. Totes Holz lässt sich bei dieser Gelegenheit leicht entfernen.

» Tipp: Ein später Schnitt bedeutet eine späte Blütezeit.

Der regelmäßige Rückschnitt ist notwendig, damit die Pflanzen nicht verkahlen.

Bartblume vermehren

Die Bartblume kann durch das Schneiden von Stecklingen vermehrt werden. Der günstigste Zeitpunkt hierfür ist der Frühsommer. Stecklinge lassen sich von den unteren Enden neuer und schon leicht verholzter Triebe schneiden. Um die Pflanze nicht zu verletzen, sollten Sie ein scharfes Messer, welches glatte Schnittkanten erzeugt verwenden.

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Die entfernten Zweige werden anschließend direkt im Freiland oder in Pflanztöpfen bewurzelt. Bis sich die ersten Wurzeln bilden, vergehen zwei bis drei Wochen.

Krankheiten und Schädlinge erkennen

Die robusten Pflanzen bleiben weitgehend von Schädlingen und Krankheiten verschont. Schädlinge meiden die Bartblume aufgrund der haarigen und oft leicht duftenden Blätter.

» Tipp: Bartblumen können im Beet sogar als Abschreckung für Schnecken gepflanzt werden. Die gefräßigen Schädlinge werden durch die behaarten Blätter und den minzigen Duft vertrieben.

Den größten Schaden kann die Pflanze durch Gießfehler nehmen. Eine zu intensive Bewässerung führt schnell zu Wurzelfäule.

Bartblume überwintern

Die meisten Sorten gelten als bedingt winterhart. Bei strengen Frösten unter -15 Grad ist ein Frostschutz notwendig. Kübelpflanzen sollten möglichst frostfrei im Haus überwintern. Eine Mulchschicht aus Laub und Reisig kann Freilandpflanzen schützen. Wer die Kübelpflanzen nicht ins Haus holen möchte, bedeckt diese mit Gartenvlies und stellt den Pflanztopf auf eine Unterlage aus Holz oder Styropor.

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