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Bauernhortensie – Pflanzen, düngen und schneiden

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Sie zaubern wunderschöne Farben in den Garten und benötigen dafür noch nicht einmal viel Pflege: mit Bauernhortensien können Sie bei der Gartengestaltung also nichts falsch machen.

Bauernhortensie
© aquaphoto – Fotolia.com

Die Bauernhortensie ist eine beliebte Blühpflanze für den Garten, die auch unter den Namen Gartenhortensie, Japanhortensie und Topfhortensie bekannt ist. Das Besondere: die Pflanze trägt auffällige, kugelige oder längliche (Schein-)Blüten, die sich aus vielen kleinen Einzelblüten zusammensetzen. Das Farbspektrum reicht von weiß über rosa bis blau, wobei für die blauen Exemplare der pH-Wert und Mineraliengehalt des Bodens verantwortlich ist (hier Genaueres darüber). Die Blätter der Bauernhortensie sind fleischig, oval und spitz zulaufend.

  • Familie: Hortensiengewächse
  • Unterfamilie: Hydrangeoideae
  • Gattung: Hortensien / Hydrangea
  • Art: Bauernhortensie
  • Botanischer Name: Hydrangea macrophylla

Der Zierstrauch wächst unter guten Bedingungen bis zu 50 Zentimeter im Jahr. Insgesamt erreicht die Bauernhortensie eine Höhe bis zu zwei Meter. Die Breite beträgt bei großen Exemplaren circa anderthalb Meter.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Bauernhortensien sind pflegeleichte Gartenbewohner, die im Haus-, Zier- und Bauerngarten einen farbenprächtigen Eindruck hinterlassen. Der winterharte Strauch gedeiht im Freiland, kann aber auch als Kübelpflanze gehalten werden.

Bauernhortensien eignen sich für schattige und halbschattige bis sonnige Standorte, die windgeschützt sein sollten. Steht die Pflanze in der prallen Sonne, müssen Sie besonders viel gießen, denn dann verträgt die Hortensie auch intensive Sonneneinstrahlung. Ein humoser, leicht saurer und nährstoffreicher Boden ist zudem optimal. Ein geringer Kalkgehalt ist ebenfalls in Ordnung.

Pflegemaßnahmen und Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge

Bauernhortensie
© eqroy – Fotolia.com

Wasserbedarf:

Die Bauernhortensie braucht sehr viel Wasser. Wenn die Pflanze im Kübel wächst, darf sie nie austrocknen. Allerdings müssen Sie dann verhindern, dass Staunässe entsteht. Hortensien im Freiland müssen Sie ebenfalls regelmäßig gießen. Kleiner Tipp: Mit einer Mulchschicht können Sie ganz einfach die Bodenfeuchtigkeit verbessern.

Dünger:

Als Dünger eignet sich ein stickstoffbetonter Volldünger mit einem geringen Phosphoranteil. Sie können spezielle Hortensiendünger verwenden, aber auch Azaleen- und Rhododendren-Dünger passen. Hortensien im Garten und in großen Kübeln sollten im Frühjahr und im Frühsommer festen Langzeitdünger erhalten. Kleinere Exemplare in Töpfen bekommen Flüssigdünger.

Schnitt:

Ein Schnitt ist meist nicht notwendig. Es reicht, wenn Sie abgestorbene Teile entfernen. Schneiden Sie zu viel, dann leidet die Blüte im nächsten Jahr darunter.

Überwinterung:

Ein leichter Frostschutz ist bei Kübelpflanzen immer sinnvoll. Aber auch Freilandpflanzen sollten Sie am besten mit einer Reisigabdeckung vor kalten Temperaturen schützen.

Krankheiten und Schädlinge:

Bauernhortensien sind zwar recht robust, trotzdem kann es zu der Mangelerscheinung Chlorose kommen. Die Pflanze leidet dann an Eisenmangel. Die Symptome zeigen sich an gelben Blättern mit grünen Adern. Der Grund ist entweder ein zu basischer Boden oder dem Substrat fehlt das Spurenelement Eisen. Abhilfe können Sie schaffen, indem Sie die Bauernhortensie mit Regenwasser gießen und sauer wirkenden Dünger verabreichen oder Torf einarbeiten. Im zweiten Fall Eisenchelatdünger verwenden.

Schwieriger ist der Umgang mit Echtem Mehltau, der bei Hortensien leider häufig vorkommt. Betroffene Blätter müssen Sie sofort entfernen. Im schlimmsten Fall müssen Sie sogar die gesamte Pflanze entsorgen. Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben treten hingegen meist nur bei Zimmerhortensien auf. Exemplare im Freien sind dagegen überwiegend resistent gegen Schädlinge. Alle Schädlinge, die an Hortensien auftreten können, und wirksame Bekämpfungsmethoden hier im Überblick.


Foto1: © aquaphoto - Fotolia.com, Foto2: © eqroy - Fotolia.com

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